Austausch der Pumpe im Brunnen: Wie Sie das Pumpenaggregat korrekt durch ein neues ersetzen.
In einem Landhaus oder einer Datscha kommt man ohne ein autonomes Wasserversorgungssystem nicht aus. Als Wasserquelle wird dafür meist ein Brunnen gewählt. Ein solches System ist sehr effizient, zuverlässig und langlebig.
Bei fachgerechter Wartung und Nutzung erfordert es kaum menschlichen Eingriff, jedoch ist manchmal ein Austausch der Pumpe im Brunnen erforderlich. Wie machen Sie das richtig?
Wir erklären Ihnen, wie Sie die alte Pumpe aus dem Bohrloch entfernen und eine neue Anlage an deren Stelle setzen. In unserem Artikel werden die Methoden und Feinheiten des Prozesses detailliert beschrieben. Mit unseren Tipps werden alle Arbeiten perfekt ausgeführt.
Inhalt des Artikels:
Gründe für den Pumpenaustausch
Mechanismen sind nicht ewig und früher oder später fallen sie aus. Es ist klar, dass die defekte Pumpe ersetzt werden muss, die zuvor viele Jahrzehnte im Einsatz war.
Wenn jedoch der Geräteausfall vorzeitig erfolgt, sollte unbedingt die Ursache gefunden werden. Andernfalls könnte das neue Gerät das Schicksal seines Vorgängers wiederholen, was dem Eigentümer unnötige Kosten verursacht.
Man kann das Geschehene auf einen Fabrikationsfehler zurückführen. So etwas kommt natürlich vor, aber äußerst selten. Meistens liegt die Ursache des Defekts woanders, nämlich in Fehlern, die während der Brunneninstallation gemacht wurden. Betrachten wir die häufigsten.

Fehler bei der Auswahl des Brunnenmodells
Wenn die Parameter der Ausrüstung nicht der tatsächlichen Schüttung des Brunnens entsprechen, treten Probleme auf. Bei Überschreitung der Pumpenförderleistung wird der Wasserspiegel häufig unter den Saugstutzen fallen. Bei Modellen mit Trockenlaufschutz wird die Automatik ausgelöst, das Gerät schaltet sich ab. Andere Pumpen arbeiten weiter.
Beim Betrieb ohne Wasser, das für das Gerät Schmier- und Kühlmittel ist, verschleißen schnell die Lager, Laufräder und der Elektromotor überhitzt.
Dieselben Probleme treten auch bei falscher Installation des Trockenlaufsensors auf. Die Folge sind Defekte und Austausch der Ausrüstung. Ein weiterer häufiger Fehler ist die falsche Wahl der Pumpe hinsichtlich der Förderhöhe.
Der Grund ist einfach: Eine zu leistungsstarke Pumpe schaltet zu häufig ab, was unweigerlich zu vorzeitigem Verschleiß der Statorwicklungen, der Laufräder und sogar zu einer Überhitzung des Motors führt.
Man muss zugeben, dass dieser Prozess nicht allzu schnell abläuft, aber die Lebensdauer der Pumpe wird sich in jedem Fall deutlich verringern. Deshalb muss bei der Auswahl der Pumpe unbedingt der Zusammenhang zwischen Wasserdurchfluss und Leistung berücksichtigt werden.
Wenn das Gerät Wasser auf eine größere Höhe fördern muss als im Datenblatt angegeben, muss die Pumpe nahezu ununterbrochen arbeiten. Übermäßige Belastung führt schnell zum Ausfall der Einheit.
Manche Besitzer wählen die Pumpe nach dem Prinzip ‚mehr ist besser‘ aus. Sie versuchen, ein Modell mit überhöhter Leistung zu wählen. Auch das führt zu einem schnellen Geräteausfall.

Typische Fehler bei der Montage
Die Ausrüstung wird zwangsläufig ausfallen, wenn die Einhängehöhe falsch bestimmt wird. Wenn das Gerät zu tief abgesenkt wird, saugt es kleine Kieselsteine oder Sand an. Wenn es dagegen zu hoch angehoben wird, kann es Luft ziehen.
Das Fehlen eines Rückschlagventils wirkt sich negativ auf die Pumpe aus. In diesem Fall muss sie nach jedem Start zuerst das vertikale Rohr mit Wasser füllen und ist nach dem Ausschalten einem Druckstoß ausgesetzt. Je größer die Höhe ist, auf die das Wasser gefördert wird, desto stärker ist der Schlag und damit der Schaden, der der Pumpe zugefügt wird.
Ein zu kleiner Durchmesser der Wasserzuleitung ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Die Lebensdauer des Geräts bleibt dabei unverändert, die Leistung nimmt jedoch merklich ab. Das Fehlen eines elektrischen Schutzes, insbesondere in Gebieten mit instabiler Spannung, kann zu Geräteschäden führen.

Beim Anschluss von Elektrogeräten wird empfohlen, Stabilisierungsgeräte zu installieren. Für komplexe und teure Elektrogeräte sollten spezielle Steuerungs- und Schutzeinheiten verwendet werden. Der Querschnitt des Versorgungskabels muss ausreichend sein, da sich sonst die Lebensdauer des Motors erheblich verkürzt.
Eine fehlerhafte Installation der Automatisierung und der Mess- und Regelgeräte ist ein weiteres Problem, das zu einem Unfall führen kann. Der minimale Satz an Instrumenten für ein vollwertiges Wasserversorgungssystem mit Speichertank und Pumpe sieht wie folgt aus: Trockenlaufschutz, falls nicht im Lieferumfang der Pumpe enthalten, Relais, Manometer, Automatik zum Ein-/Ausschalten.
Die korrekte Installation der Pumpe beeinflusst ebenfalls ihre Lebensdauer. Das Rückschlagventil muss zwischen der Zuleitung und der Pumpe montiert werden.

Dabei muss der Rohrdurchmesser genau den Abmessungen des Anschlussgewindes am Gerät entsprechen. Beim Absenken der Pumpe müssen das Elektrokabel und das Seil unbedingt am Wasserrohr befestigt werden.
Dies sollte mit Kabelbindern und nicht mit Isolierband erfolgen. Nur so erhält man eine bewegliche Verbindung, die bei thermischen Verformungen eine Bewegung des Kabels ermöglicht.
Verstoß gegen die Betriebsvorschriften
Im Betrieb der Anlage ist es sehr wichtig, die korrekte Einstellung des Druckrelais, das für die automatische Steuerung des Systems installiert ist, zu überwachen. Diese sollten bereits bei der Montage fachgerecht eingestellt und ständig kontrolliert werden, da sie sich im Laufe des Betriebs verstellen können.
Sie sollten auch die regelmäßige Wartung des Systems nicht vernachlässigen. Überprüfen Sie regelmäßig den Druck im Druckluftbehälter des Hydrospeichers. Dieser muss exakt dem im Datenblatt angegebenen Wert entsprechen.
Im Durchschnitt müssen Sie das Druckluftpolster einmal im Monat nachfüllen. Wenn Sie dies seltener tun oder ganz unterlassen, ändert sich der Druck und die Pumpe schaltet sich viel häufiger ein und aus als nötig. Die Folge ist ein vorzeitiger Verschleiß des Elements und ein Ausfall der Pumpe.

Wie entfernen Sie die Pumpe aus dem Brunnen?
Trotz der scheinbaren Einfachheit ist dies ein recht komplexer und verantwortungsvoller Vorgang. Seine Schwierigkeit hängt weitgehend von der Tiefe ab, in der das Gerät installiert ist. Experten unterscheiden drei Schwierigkeitsgrade für solche Arbeiten.
Dabei muss man verstehen, dass nicht so sehr die Tiefe des Wasserentnahmebrunnens selbst wichtig ist, sondern der Wasserstand im Futterrohr, also dynamischer und statischer Wasserstand. Zum Beispiel kann in einem 120 m tiefen Brunnen der statische Wasserstand bei 10 m liegen. Dann wird die Pumpe in einer Tiefe von etwa 20 m installiert, was das Herausheben erheblich erleichtert.
Als einfachste Variante kann der Ausbau von Geräten in einer Tiefe von bis zu 30 m angesehen werden. Die Konstruktion aus Pumpe und Rohren hat in diesem Fall eine relativ geringe Länge und ein geringes Gewicht, sodass sie von 1-2 Personen an die Oberfläche geholt werden kann.
Pumpen, die in einer Tiefe von 30 bis 100 m installiert sind, sind viel schwieriger an die Oberfläche zu bringen. Die Länge der Konstruktion aus Rohren und Pumpe ist viel größer, auch ihr Gewicht nimmt zu. Außerdem gilt: Je tiefer die Pumpe eingebaut wird, desto leistungsstärker und entsprechend schwerer ist sie.
Sie dürfen auch die Masse des Wassers nicht vergessen, das das Rohr füllt. Somit wird das Gewicht des Systems beträchtlich. Allein können Sie die Pumpe nicht heben. Es wird die Hilfe mehrerer Personen und spezieller Vorrichtungen benötigt: einer Winde oder eines Manipulators.

Geräte, die mehr als 100 m tief in den Brunnen eingetaucht werden, werden meist an verzinkten oder Edelstahlrohren herabgelassen. Möglich ist auch eine Ausführung mit HDPE-Rohren mit einem Druck von 16 atm.
Für solche Konstruktionen werden verstärkte Kopfstücke und ein Sicherungsseil mit vergrößertem Querschnitt verwendet. Ihr Gewicht ist daher sehr hoch. Für die Demontage wird unbedingt ein Autokran oder eine spezielle Winde eingesetzt.
Das Verfahren zum Anheben der Pumpe ist recht einfach. Sie beginnen mit dem Ausschalten der Stromversorgung des Geräts. Danach schrauben Sie das Wasserrohr an der Verbindungsstelle ab. Nun können Sie mit dem Anheben beginnen.
Ziehen Sie die Pumpe langsam und sehr vorsichtig an die Oberfläche und sichern Sie sie dabei mit dem Seil. Um Probleme zu vermeiden, ziehen Sie vorsichtig, aber kontinuierlich.
Was tun, wenn die Pumpe feststeckt?
Das größte Ärgernis, das beim Anheben der Pumpe passieren kann, ist, dass sie stecken bleibt oder in den Brunnen fällt. In besonders schweren Fällen kann dies dazu führen, dass ein neuer Brunnen gebohrt werden muss, da der alte aufgrund der darin feststeckenden Pumpe nicht mehr genutzt werden kann.
Allerdings sollten Sie stets versuchen, die Pumpe zu entfernen. Wir besprechen nun, wie Sie dies richtig machen.
Beim Anheben der Pumpe bildet sich häufig ein Durchhang im Kabel, der eine Schlaufe bildet. Diese kann sich um das Gerät wickeln und zwischen diesem und der Brunnenwand verkeilen. In diesem Fall wird kaum etwas helfen. Die Situation kann nur verhindert werden.
Achten Sie dabei sorgfältig auf die aufsteigende Konstruktion und vermeiden Sie Durchhang im Kabel. Außerdem muss das Kabel unbedingt am Rohr befestigt sein.

Es ist wichtig, dass Seil, Rohr und Kabel gleichzeitig an die Oberfläche kommen, ohne merklichen Durchhang. Sollte dennoch Durchhang auftreten und die Pumpe leicht verklemmen, nehmen Sie das Rohr und schieben Sie das Gerät leicht nach unten. Dann nehmen Sie den Durchhang auf und setzen den Anhebevorgang langsam fort. Wenn die Pumpe nicht mehr nach unten geht, sollte sie in der Position, in der sie feststeckt, belassen und Fachleute hinzugezogen werden.
Es kann vorkommen, dass die Pumpe leicht und problemlos herauskommt. Plötzlich hört sie auf, sich nach oben zu bewegen, als ob sie auf ein Hindernis gestoßen wäre. Höchstwahrscheinlich ist das Gerät auf einen Vorsprung im Inneren des Mantelrohrs gestoßen. Dabei kann es sich um Schweißreste oder eine undichte Verbindung handeln.
In diesem Fall ist der Aufprall auf die Kante des Vorsprungs deutlich zu spüren, und die Pumpe wird sich leicht nach unten bewegen lassen. Auch eine Delle an der Wand ist möglich. Hier wird kein Aufprall zu spüren sein, und das Gerät wird sich nur schwer nach unten bewegen lassen.
Zur Bergung der Pumpe kann folgende Methode empfohlen werden. Drehen Sie das Gerät langsam am Schlauch um seine eigene Achse und ziehen Sie es gleichzeitig nach oben. Wenn Sie Glück haben, gleitet das Gerät um das Hindernis herum, umgeht es und passiert die problematische Stelle.
Es kann versehentlich ein Gegenstand in das Bohrloch fallen, zum Beispiel ein Schraubenzieher oder ein Schlüssel. Der Spalt zwischen der Pumpe und der Bohrlochwand ist so klein, dass ein Fremdkörper, der hineingerät, die Ausrüstung sofort blockiert.

In diesem Fall kann die Pumpe leicht nach unten sinken, aber nicht nach oben bewegt werden. Man sollte die Seilschlaffheit auswählen, das Seil etwas anziehen und die festsitzende Pumpe sicher fixieren.
Weitere Arbeiten dürfen nur mit spezieller Ausrüstung durchgeführt werden. In einem selten genutzten Sandbrunnen kann es zu einer Versandung des Rohrs oberhalb der Pumpe kommen. Um die Pumpe selbst zu entfernen, sollte man die Schaukelmethode anwenden.
Dazu lockert man gleichmäßig das Seil, an dem das Gerät befestigt ist, und spannt es dann wieder an. Man muss die Pumpe zumindest ein wenig vom Boden abheben, damit Wasser in den entstehenden Spalt gelangt. Dieses Wasser wird beim Absenken/Anheben der Ausrüstung den Schlamm verdünnen, und es wird wahrscheinlich gelingen, die Pumpe an die Oberfläche zu holen. Es ist sehr wichtig, alles vorsichtig zu machen, ohne übermäßige Kräfte, die das Seil reißen lassen könnten.
Wenn nichts geholfen hat und die Pumpe im Bohrloch verbleibt, müssen Fachleute gerufen werden. Diese sollten über Geräte zur Videodiagnose verfügen, die helfen, die Ursache der Blockierung zu ermitteln, sowie über spezielle Werkzeuge.
Ebenso sollte man bei einem Herunterfallen der Pumpe in das Bohrloch vorgehen. Sie kann nur mit spezieller Ausrüstung entfernt werden. Im hoffnungslosesten Fall kann man versuchen, das feststeckende Gerät mit einer Bohrmaschine zu zerstören. Allerdings ist dies ein teurer und ziemlich riskanter Eingriff.
Praktisch erprobte Methoden zum Herausziehen der Pumpe aus dem Brunnen für den Fall, dass sie im Schacht stecken bleibt, werden im folgenden Artikel beschrieben, den wir Ihnen zu lesen empfehlen.
Was wählen: Reparatur oder Austausch?
Man muss verstehen, dass die Ursache für Probleme mit dem Füllen des Hydrospeichers oder des Speichertanks nicht immer in der Pumpe liegt. Es ist durchaus möglich, dass die Einstellungen der Automatik verstellt sind oder diese defekt ist.
Es könnten Leckagen in der Wasserzuleitung aufgetreten sein oder der Brunnen hat sich einfach verschlammt. Daher heben wir die Pumpe erst, nachdem wir einen Defekt des Hydrospeichers und der Automatik ausgeschlossen haben.

Nach der Entnahme der Anlage aus dem Brunnen sollten Sie deren Funktionsfähigkeit prüfen, indem Sie sie in einen Wasserbehälter tauchen. So können Sie sehen, ob der Elektromotor arbeitet und wie das Wasser gefördert wird.
Es ist klar, dass eine angemessene Diagnose nur von Fachleuten durchgeführt werden kann, aber so können Sie feststellen, ob sie überhaupt nötig ist. Außerdem verstopfen niedrig hängende Vibrationspumpen sehr oft mit Sand.
Um das Gerät wieder funktionsfähig zu machen, reicht es völlig aus, das Gehäuse zu demontieren und die unter dem Gummiventil eingeklemmten Steinchen auszuschütteln. Bei Verschleiß kann auch ein Austausch des Ventils selbst erforderlich sein, aber das ist sehr einfach und günstig.
Nach der Diagnose der Pumpe können Sie eine Entscheidung über ihre Wiederherstellung oder ihren Austausch treffen. Es ist klar, dass wenn das Gerät 10 oder 15 Jahre lang gedient hat, der Verschleiß der Teile groß ist und es nur noch ausgetauscht werden muss.

Bei der Auswahl eines neuen Mechanismus sollten alle Nuancen berücksichtigt werden. Um die oben beschriebenen Fehler zu vermeiden, die zu einem schnellen Ausfall des Geräts führen, ist eine angemessene Auswahl der Pumpe erforderlich. Ihre technischen Daten müssen genau den Möglichkeiten der Quelle und den Anforderungen des Wohnhauses entsprechen.
Installation der neuen Pumpe
Vor dem Absenken einer neuen Pumpe in den Brunnen sollte man sich gegen mögliche Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit ihrem späteren Herausziehen absichern. Zunächst muss man wissen, dass je größer der Spalt zwischen Pumpe und Futterrohrwand ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Verklemmens der Anlage im Brunnen.
Bekannte Hersteller bieten spezielle Modelle mit minimaler Dicke an. Es versteht sich, dass deren Kosten höher sind. Der Preisunterschied ist jedoch nicht mit den Kosten für Reparaturarbeiten bei möglichem Verklemmen oder sogar Bohren eines neuen Brunnens vergleichbar.
Außerdem sollten Sie nicht versuchen, an dem Seil zu sparen, an dem die Pumpe aufgehängt wird. Es ist strengstens verboten, Seile aus einfachem Stahl, verzinkte Seile oder Seile mit Kunststoffummantelung zu verwenden. Auch Ketten oder Seile sind ungeeignet.

Es sollte die erforderliche Menge an hochwertigem Edelstahlseil und ein Befestigungssatz dafür gekauft werden. Dies erspart unnötige Reparaturkosten in der Zukunft. Fachleute bestehen darauf, dass die Verwendung von gespleißten Seilen und Schläuchen im Bohrloch ein großes Risiko darstellt.
Es gibt keine Garantie, dass sie beim späteren Herausziehen der Pumpe nicht auseinandergehen, dass sich das abgerissene Stück nicht in Richtung des Bohrlochs wendet und die Ausrüstung blockiert. Daher gilt: Je weniger Verbindungen, im Idealfall gar keine, desto besser.
Und noch eine Nuance. Die Installation eines Brunnenkopfes ist obligatorisch, da sonst unweigerlich kleiner und großer Schmutz in den Brunnen gelangt, was äußerst unerwünscht ist.
Nachdem die erforderlichen Materialien und Geräte beschafft wurden, kann mit der Arbeit begonnen werden. Die notwendigen Handlungen werden in der folgenden Reihenfolge durchgeführt.
Untersuchung des Zustands des Mantelrohrs
Vor dem Absenken der Pumpe muss unbedingt überprüft werden, ob an den Wänden des Futterrohrs Krümmungen, Unebenheiten oder Verengungen aufgetreten sind. Solche Mängel können die Montage der Anlage erheblich erschweren und sich auf deren Lebensdauer auswirken. Bei einem geringen Spalt wird es recht schwierig sein, die Pumpe in das Bohrloch abzusenken, auch beim Betrieb treten Probleme auf.
Ein zu großer Spalt ist ebenfalls unerwünscht. In diesem Fall kann die Pumpe nicht die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit des Wassers gewährleisten, das ihren Motor kühlt. Daher müssen die Mindestzulässigkeitswerte strikt eingehalten werden, die der Hersteller in der Dokumentation zur Ausrüstung angibt.

Vorbereitung der Pumpe für den Einbau
Die Ausrüstung wird genommen und am Seil befestigt. Falls Bedenken bestehen, dass das Seil beim Betrieb der Pumpe die Befestigungen am Gehäuse beschädigen könnte, wird als Aufhängung eine starke Nylonschnur verwendet.
Es wird eine Schnur gewählt, die einer Bruchlast von mindestens dem Fünffachen ihres Gewichts standhalten kann. Wenn die Tiefe des Bohrlochs groß ist, kann die Aufhängung mit einem Sicherungselement dupliziert werden.
Der Knoten am Aufhängeseil wird so gebunden, dass er sich mindestens 10 cm von den Einlassöffnungen der Pumpe entfernt befindet. Andernfalls saugt die Ausrüstung ihn ein. Die Enden der Schnur werden abgeschnitten und unbedingt verschmolzen.
An dem Gerät, das in eine Tiefe von weniger als 10 m abgesenkt werden soll, muss zusätzlich eine federnde Aufhängung montiert werden, die Vibrationen dämpft. Für diese Zwecke wird ein Band aus flexiblem Gummi oder ein gewöhnlicher medizinischer Gummischlauch verwendet.
Das elektrische Kabel, das Metall-Kunststoff-Rohr und die Aufhängung werden miteinander durch eine Verdrillung verbunden. Der Abstand zwischen den Befestigungen sollte mindestens 80-130 cm betragen. Dabei wird die erste Verbindung in einem Abstand von 20-30 cm vom Pumpenstutzen angebracht.
Der Anschluss einer Tauchpumpe an den Brunnen sollte korrekt ohne Verwendung einer Gewindeverbindung erfolgen, die durch Korrosion zerstört wird und die Festigkeit der Rohre verringert. Optimal ist die Verwendung von Flanschverbindungen. Diese sind zuverlässiger und halten wesentlich länger.
Bei der Befestigung wird die Schraube unbedingt von oben und die Mutter von unten eingesetzt. Dies geschieht, damit die Schraube später unter keinen Umständen in den Brunnen fällt, da sie einen schweren Unfall verursachen könnte.

Montage des Pumpenaggregats im Bohrloch
Die Vorbereitungsarbeiten werden abgeschlossen. Der obere Teil der Druckleitung wird an der Grundplatte befestigt. Wenn die Pumpe nicht mit einem Rückschlagventil ausgestattet ist, wird es hier montiert. Dann werden das Absperrventil, das Kniestück und das Manometer angebracht, und anschließend wird die Ausrüstung an das System angeschlossen.
Dann wird die aus Kordel, Rohr und Kabel bestehende Aufhängung angehoben und an der vorher angebrachten Querstange befestigt. Mit dem Absenken der Pumpe wird begonnen. Der Vorgang wird sehr sorgfältig durchgeführt. Das Gerät darf die Wände des Förderrohres nicht berühren.
Wenn klar ist, dass dies nicht vermieden werden kann, ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen und das Gehäuse mit einem Gummiring zu schützen. Die Pumpe wird auf die erforderliche Tiefe abgesenkt. Diese sollte etwa zwei Meter unter dem dynamischen Niveau des Brunnens liegen. Dabei ist zu beachten, dass mindestens ein Meter bis zum Boden verbleiben muss.
Die minimale Marke, auf die die Pumpe abgesenkt werden kann, liegt 0,3 m unter dem dynamischen Niveau. Diese Tiefe ist ausreichend, damit der Motor des Geräts ordnungsgemäß gekühlt wird. Als optimal für den Betrieb der Pumpe gilt eine Tiefe von 2-3 Metern unter dem dynamischen Niveau.
Zur Messung des Wasserstandes im Brunnen wird eine Gasrohrkolonne in die Öffnung der Grundplatte eingesetzt. Sie wird unter das dynamische Niveau abgesenkt.
Nachdem die Pumpe auf die erforderliche Tiefe abgesenkt wurde, wird die Aufhängung sicher befestigt. Dann wird ein Megohmmeter genommen und Messungen durchgeführt, um den Isolationswiderstand der Wicklung des Elektromotors bei abgesenktem Kabel zu bestimmen. Die Steuerstation wird an die Pumpe angeschlossen, und es wird erneut überprüft, ob sie tief genug abgesenkt ist. Anschließend wird ein Probelauf der neuen Pumpe durchgeführt.

Die Arbeit des Geräts wird bewertet, wobei besonderes Augenmerk darauf gelegt wird, wie korrekt der Elektromotor unter Last funktioniert. Wenn Mängel festgestellt werden, werden sie sofort behoben und die Arbeit der Ausrüstung erneut überprüft. Die obere Abdeckung des Brunnenkopfes wird auf die Brunnenmündung gesetzt und die Schrauben werden angezogen, um das Gerät sicher zu verschließen. Nun können weder Schmutz noch Oberflächenwasser in das Bauwerk gelangen.
Darüber, wie die Wartung des Wasserentnahmebauwerks durchgeführt wird, ist hier ausführlich beschrieben. Die Betriebsanweisungen sollten gelesen werden, um Situationen zu vermeiden, die ein Herausziehen der Pumpe und eine zu häufige Reinigung des Schachts erfordern.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Video #1. So bereiten Sie die Pumpe für das Absenken in den Brunnen vor:
Video #2. Austausch der Pumpe im Brunnen:
Video #3. So installieren Sie eine Tiefbrunnenpumpe im Brunnen:
Der Austausch einer Brunnenpumpe ist ein recht komplexer und verantwortungsvoller Vorgang. Es ist wichtig, das ausgediente Gerät so aus dem Schacht zu entfernen, dass es nicht stecken bleibt oder nach unten fällt. Andernfalls ist der Betrieb des Brunnens nicht mehr möglich.
Die neue Pumpe sollte strikt nach den Herstellerempfehlungen abgesenkt und angeschlossen werden. Nur dann arbeitet das Gerät lange und problemlos.
Bitte hinterlassen Sie Kommentare im unten stehenden Block. Schreiben Sie, wie Sie die Pumpe aus dem Schacht Ihres eigenen Brunnens auf dem Grundstück entfernt haben. Stellen Sie Fragen, teilen Sie nützliche Informationen, veröffentlichen Sie Fotos und Beiträge mit Ihrer Meinung zum Artikelthema.

Wir haben kürzlich eine Pumpe in unseren Brunnen auf dem Grundstück eingebaut. Nun sind wir gespannt, welche Lebensdauer sie hat. Sie soll auch im Winter genutzt werden. Hat bei jemandem von Ihnen im Winter eine Brunnenpumpe funktioniert? Wie rüstet man den Brunnen richtig für den Winter aus?
Wir haben vor kurzem diese Pumpe aus dem Schacht des Brunnens entfernt. Sie ließ sich nur schwer herausziehen, als ob sich an den Wänden des Brunnens etwas abgelagert hätte oder das Rohr verbogen wäre. Wir möchten gerne die Meinung von Fachleuten hören, wie man ein Steckenbleiben der Pumpe verhindern kann.
Eine spezielle Vorbeugung gegen das Steckenbleiben gibt es nicht. Lassen Sie einfach nicht zu, dass das Kabel durchhängt, damit sich keine Schlaufe um die Pumpe bilden kann. Wenn sie sich am Rohrstoß verhakt, ziehen Sie nicht gedankenlos daran, sondern drehen Sie sie vorsichtig und versuchen Sie, sie behutsam herauszuziehen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man die Pumpe nicht öfter aus dem Brunnen holen sollte, als es die Wartungsarbeiten erfordern. Wer hat Ihnen die Brunnenpumpe für die Wasserversorgung installiert? Die Frage zum Winterbetrieb hätten Sie gleich mit dem Fachmann besprechen sollen. Ich kann mir nur ungefähr vorstellen, wie bei Ihnen alles eingerichtet ist.
Bezüglich des Betriebs der Brunnenpumpe im Winter: Sie müssen Dämmarbeiten am Brunnen durchführen, falls dies noch nicht geschehen ist. Ich füge ein ungefähres Schema bei, wie dies umgesetzt werden kann.
Was die Gründe betrifft, warum die Pumpe nur schwer aus dem Brunnen zu entfernen ist, kann es mehrere geben:
– Verklemmen des Pumpengehäuses selbst;
– Verschlammung des Brunnens;
– Verformung des Verrohrungsrohrs des Brunnens (einschließlich Auseinandergehen der Stöße);
– Eindringen von Fremdkörpern in den Brunnen;
– Kalkablagerungen.