Pressfittings für Metallverbundrohre: Arten, Kennzeichnung, Zweck + Beispiel für Montagearbeiten
Die Verbindung von Mehrschichtverbundrohren erfolgt mit Klemmverschraubungen (Kompressionsfittings) und ihren Pressfitting-Pendants. Die Installation der Rohrleitungen erfordert in beiden Fällen keine aufwändige Ausrüstung und keine hohe Qualifikation des Monteurs.
Die erste Methode ist einfacher umsetzbar, aber nicht so zuverlässig. Pressfittinge für Mehrschichtverbundrohre hingegen ermöglichen ein langlebiges System mit minimalem Bruchrisiko.
Wir erläutern, welche Arten von Verbindungselementen im Handel erhältlich sind, wie Sie den passenden Pressfitting auswählen und dessen Montage durchführen.
Inhalt des Artikels:
Allgemeine Beschreibung der Presskupplungen
Die Pressfitting-Verbindung ist eine der zuverlässigsten Methoden zur Verbindung von Mehrschichtverbundrohren. Die Rohrleitung wird durch diese Montage unlösbar, aber sehr robust. Sollte nach der Montage eine Änderung des Schemas erforderlich sein, müssen viele Teile neu gemacht werden, dafür sind Leckagen praktisch ausgeschlossen.

Pressfittinge gehören zu den unlösbaren Verbindungen, die hier durch das Verpressen einer Metallhülse um den Dichtring entstehen. Dabei wird der Ring durch das Pressen irreversibel verformt. Er kann nicht abgenommen und wiederverwendet werden. Auch die Geometrie des Rohres selbst ändert sich geringfügig.
Für Mehrschichtverbundrohre werden Pressfittinge aus folgenden Materialien hergestellt:
- Messing;
- Edelstahl.
Die erste Variante ist vorzuziehen. Sie ist zuverlässiger und langlebiger bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Unseriöse Hersteller verwenden für die Herstellung der betreffenden Fittings häufig Aluminium und andere weiche Metalle. Diese sind leicht am Gewicht zu erkennen – Messing ist in der Hand definitiv schwerer als diese Fälschungen.
Die Verwendung derartiger Produkte zum Verpressen von Mehrschichtverbundrohren wird ausdrücklich nicht empfohlen. Sie sind per Definition nicht in der Lage, den Stutzen und den Rohrkunststoff fest zu umschließen.

Jeder Hersteller von Metall-Kunststoff-Verbundrohren empfiehlt, sein eigenes Set an Pressfittingen zu erwerben. Und das zu Recht. Die Rohre und Fittings verschiedener Hersteller können sich im Durchmesser buchstäblich um einen Millimeter unterscheiden.
Sehr wenig, aber das reicht völlig aus, um die Zuverlässigkeit der Verbindung zu verringern. Es ist besser, hier nicht zu sparen, wenn man riskiert, einen Riss und ein Leck zu bekommen.
Es gibt keinen einheitlichen Standard für die Konturen und genauen Abmessungen von Anschlussstücken. Jeder Hersteller wählt diese Parameter für seine Produkte selbstständig aus.
Einige Händler bieten universelle Pressfittinge an, aber das ist eine banale Werbemasche. Die Verwendung solcher Verbindungsteile führt unweigerlich und in naher Zukunft nach der Montage zu Undichtigkeiten.
Arten von Pressfittingen für Mehrschichtverbundrohre
Die betrachteten Verbindungselemente sind auf dem Sanitärmarkt vertreten durch:
- Kreuzstücke;
- T-Stücke;
- Winkelstücke;
- Muffen mit Überwurfmutter;
- Adapter mit Außen- und Innengewinde.
Eine solche Vielfalt an Fittings ermöglicht es, eine Metallverbundrohrleitung jeder Konfiguration und Verwendung zu montieren. Es gibt keinerlei Einschränkungen.

Nach der Art der Pressung der Hülse werden Pressfittinge in Quetsch- und Schiebefittinge unterteilt. Im ersten Fall wird der Ring mit einer speziellen Zange gequetscht. Im zweiten Fall wird er mit einer hydraulischen oder manuellen Presse auf den Anschlussstutzen gezogen.
Je nach ihrer Form werden Pressfittinge für verschiedene Zwecke verwendet.
Typ #1: Crimpverbinder
Die Hülse an einer solchen Pressfitting kann ein separates Element oder ein direkt am Gehäuse befestigtes Teil sein. Nach dem Aufsetzen erfolgt das Verpressen des Metallverbundrohrs auf den Stutzen mit Presszangen. Dieses Werkzeug ist spezialisiert und für andere Zwecke nicht vorgesehen.
Es kann ausschließlich für die Montage von Rohrleitungen durch Zusammendrücken des Pressrings verwendet werden.

Die Montage von Metall-Kunststoff-Rohren mit Pressfittingen erfolgt wie folgt:
- Es wird die benötigte Rohrlänge vorbereitet – zum Schneiden verwendet man einen Rohrschneider für Metallverbundrohre.
- Am Ende dieses Abschnitts wird eine Innenfase entfernt.
- Um die Ovalität zu beseitigen, die durch das Zusammendrücken des Kunststoffs mit dem Schneidwerkzeug entsteht, wird ein Kaliber verwendet.
- Auf das Rohr wird ein Pressring aufgeschoben.
- Auf den Anschlussstutzen werden eine dielektrische Dichtung und Dichtungsringe aufgelegt, dann wird er in das Rohr eingedrückt.
- Der Metallfitting wird mit Presszangen verpresst.
Wenn alles richtig gemacht wurde, sollten sich auf dem Ring zwei deutlich ausgeprägte eingedrückte Streifen über den gesamten Umfang bilden. Diese maximalen Kompressionszonen dürfen nicht mit den Stellen übereinstimmen, an denen die Gummidichtringe auf dem Stutzen sitzen.
Beim Verpressen ist es äußerst wichtig, eine übermäßige Spannung im Dichtungsmaterial zu vermeiden. Eine zu starke Kompression darf nicht zugelassen werden.

Die Dichtungen dienen zum Ausgleich von Temperaturverformungen in den Rohrwänden. Wenn sie beim Verpressen des Fittings übermäßig zusammengedrückt werden, verliert der Gummi seine elastischen Eigenschaften, und bei Temperaturschwankungen des Wassers beginnt der Kunststoff allmählich zu zerfallen.
Infolgedessen hält die Pressverbindung statt der angegebenen 20–30 Jahre nur etwa 5–10 Jahre.
Das Rohr muss bis zum Anschlag auf den Stutzen aufgeschoben werden. Um Fehler zu vermeiden, verfügen viele Pressringe über kleine Öffnungen, durch die der weiße Kunststoff gut sichtbar ist. Es muss nur ein geringer Kraftaufwand aufgewendet werden, danach wird der Fitting mit der Zange verpresst.
Die erhaltene Verbindung kann bedenkenlos in Beton eingemauert werden. Sie hält ohne Leckagen genauso lange wie die Metall-Kunststoff-Rohre selbst.
Typ #2: Aufpressverbinder (Schiebeverbinder)
Die zweite Variante von Pressfittingen bedeutet nicht ein Verpressen des Rings, sondern ein Aufschieben auf das Rohr, in das der Stutzen eingeführt ist. Eine solche Verbindung ist nicht weniger fest als im ersten Fall mit Quetschverbindung.
Für die Montage von Metall-Kunststoff-Rohren mit Press-Schiebefittingen wird jedoch nicht eine Zange, sondern eine spezielle Presse verwendet.

Um Metall-Kunststoff-Rohre mit Press-Schiebefittingen zu verbinden, sind nacheinander vier Schritte auszuführen:
- Ein Metallring auf das Rohr aufschieben.
- Den Rohrdurchmesser erweitern, indem das Ende mit einem Expander bearbeitet wird.
- Den Stutzen bis zum Anschlag in die dafür vorgesehene Position einschieben.
- Die aufzuschiebende Muffe mit den Pressbacken festklemmen und auf den Stutzen aufpressen.
Diese Methode erfordert neben dem Presswerkzeug auch einen Expander. Er dient dazu, das Rohr an der Schnittstelle aufzuweiten. Ohne dies kann das Rohr nicht auf den Stutzen gezogen werden. Alle Durchmesser sind so ausgelegt, dass dies manuell ohne Vorbereitung unmöglich ist.

Die Zuverlässigkeit der Verbindung wird einerseits durch den Schiebering und andererseits durch die Eigenschaften des vernetzten Polyethylens gewährleistet, aus dem die Metallverbundrohre hergestellt sind. Nach dem Aufweiten und Aufsetzen auf den Stutzen versucht dieser Kunststoff, seine ursprüngliche Größe wiederzuerlangen.
Es kommt zu einer unvermeidlichen und dichten Pressung des Fittinganschlusses. Und von oben wird dies alles noch durch einen Metallring zusammengezogen.
Für die Montage von Schiebepressfittings gibt es Werkzeuge in manueller, akkubetriebener und netzbetriebener Ausführung. Wenn Sie viele Rohre verbinden müssen, sollten Sie die zweite Variante wählen. Für einmalige Arbeiten reicht die günstigere manuelle Ausführung völlig aus. Beim Verpressen dieses Fittings ist kein besonderer Kraftaufwand erforderlich.
Unterschiede zu Kompressionsfittings
Aufgrund von Unerfahrenheit und Unkenntnis aller Nuancen der Montage von Metall-Kunststoff-Rohren können Pressfittinge mit Kompressionsfittingen verwechselt werden. Auch sie haben einen Anschlussstutzen und eine Hülse. Allerdings erfolgt das Verpressen der Hülse nicht mit einem Werkzeug, sondern über eine in der Konstruktion vorhandene Überwurfmutter.
Der Hauptunterschied zwischen diesen Teilen ist die unterschiedliche Art der durch die Montage entstehenden Verbindung. Die Kompressionsvariante kann bei Bedarf demontiert werden, während dies mit der verpressten Variante nicht möglich ist. Ein Pressfitting kann nur vom Rohr abgeschnitten und durch einen neuen ersetzt werden.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einer Leckage in einer Pressverbindung praktisch gleich Null. Nicht umsonst wird diese Montagemethode für den Einbau von Fußbodenheizungen unter dem Estrich und beim Einbetonieren von Rohrleitungen in die Wand empfohlen.
Fälle, in denen solche Fittings im Beton undicht werden, treten in der Praxis von Sanitärinstallateuren äußerst selten auf. Dies ist eher eine Ausnahme von der Regel.
Andererseits ist für die Montage beider Arten von Pressfittingen ein spezialisiertes Werkzeug erforderlich. Zum Anziehen der Muttern von Kompressionsprodukten wird lediglich ein Paar Schraubenschlüssel benötigt.
Letztlich stehen auf der einen Seite der Waage „teure Werkzeuge + höhere Zuverlässigkeit der Verbindung“ und auf der anderen Seite „keine zusätzlichen Ausgaben + ein etwas höheres Leckagerisiko“. Die Wahl liegt hier allein beim Monteur und dem Hausbesitzer, in dem die Rohrverlegung stattfindet.
Besonderheiten bei Montage und Auswahl der Fittings
Metall-Kunststoff-Rohre aus vernetztem Polyethylen sind ursprünglich nicht zum Schweißen oder Kleben vorgesehen. Schweißnähte daran würden nach ein paar Monaten ohnehin reißen und auseinandergehen. Klebstoff wird wegen der Beständigkeit dieses Kunststoffs gegenüber Lösungsmitteln und seiner geringen Haftung nicht verwendet. Für die Montage bleiben daher nur spezielle Fittings übrig.

Bei der Auswahl eines Pressfittings sollte das Hauptaugenmerk auf dem Pressring liegen. Er muss aus festem Metall gefertigt sein. Und keine Nähte auf dieser Metalloberfläche, nur eine gegossene nahtlose Prägung. Jede Naht ist ein Angriffspunkt für Bruch.
Es ist besser, die Wahrscheinlichkeit eines Rohrbruchs mit Überschwemmung des Hauses sofort zu reduzieren oder vollständig auszuschließen. Der Billigkeit hinterherzujagen, lohnt sich hier ganz sicher nicht.
Die Größen von Pressfittingen sind sowohl auf dem Ring als auch auf dem Gehäuse in der Kennzeichnung angegeben. Die gleichen Informationen finden sich auch auf dem Rohr. Alles muss übereinstimmen.
Noch einmal – es lohnt sich nicht, Fittings und Rohre aus Metallverbund von verschiedenen Herstellern zu kaufen. In den meisten Fällen führt eine solche Durcheinander sowohl in der Montagephase als auch später im Betrieb zu Problemen.
Nach dem Verpressen einer Fitting darf das Rohr nicht in der Nähe der Pressstelle gebogen werden. Dies kann zu zusätzlichen Spannungen in der Verbindung führen. Es ist auch nicht zulässig, seitliche Kräfte auf die Pressfitting auszuüben. Die Fitting selbst wird nicht beschädigt, aber das Plastik in der Nähe könnte brechen.
Weitere Informationen zur Montage und zum Abdrücken von Mehrschichtverbundrohren finden Sie in den folgenden Artikeln:
- Montage von Mehrschichtverbundrohren in Eigenregie: Verbindungstechnik + Beispiele für die Verlegung
- Abdrücken von Mehrschichtverbundrohren: Anleitung und Tipps zur Ausführung der Arbeiten
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Die Montage der besagten Fittings sollte keine Probleme bereiten. Dennoch gibt es Nuancen bei der Verbindung von Mehrschichtverbundrohren mit diesen Fittings. Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, empfehlen wir Ihnen, sich die folgenden Videoanleitungen anzusehen, um Anfängerfehler zu vermeiden.
Vergleich von Klemmringverschraubungen (Kompressionsfittings) und Pressfittings:
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Verpressen von Pressfittings:
Überblick über Vor- und Nachteile von Klemmringverschraubungen:
Die Hersteller von Mehrschichtverbundrohren geben auf ihre Produkte eine Garantie von bis zu einem halben Jahrhundert. Allerdings wird das Rohrleitungssystem all die Jahrzehnte nur dann einwandfrei funktionieren, wenn die Fittings korrekt montiert werden. Sie sollten nicht knausern. Für den Aufbau einer Rohrleitung aus Mehrschichtverbundrohr sollten Sie ausschließlich hochwertige Verbindungsteile erwerben.
Die Pressfittings müssen mit den zu montierenden Rohren kompatibel sein. Die optimale Variante ist, wenn alle Komponenten vom gleichen Hersteller stammen. Zum Glück ist die Auswahl auf dem Markt jetzt groß, es gibt viele Möglichkeiten.
Haben Sie etwas hinzuzufügen oder Fragen zum Thema der Verwendung von Pressfittings für Mehrschichtverbundrohre? Bitte hinterlassen Sie Kommentare zum Beitrag. Das Kontaktformular befindet sich im unteren Block.

Welche konkreten Fittings für Mehrschichtverbundrohre können Sie empfehlen? Der Preis spielt keine Rolle (im vernünftigen Rahmen), Hauptsache, die Qualität stimmt.
Wenn Sie nach bestimmten Herstellern fragen, ist das nicht so eindeutig. Die Regel 'Je teurer, desto besser' sollte man hier besser nicht anwenden. Und für viel Geld kann man, glauben Sie mir, auch einen offensichtlich schlechten Fitting kaufen.
Es ist auch noch nicht ganz klar, welche Art von Verbindung Sie interessiert:
– Klemmringverschraubung;
– Verbindungsmuffe;
– Sattelanschluss;
– Winkel-Fitting usw.
Metall oder Polypropylen? Welches Material für die Fittings? Wenn Sie einfach nur normale Hersteller nach Preis/Leistung empfohlen haben möchten, dann sind das: Koer, Klondajk.