Darf man eine Gasflasche in der Wohnung aufbewahren: Normen und Regeln für die Verwendung von Flaschengas
Explosionen von Gasflaschen in Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhäusern haben eine gemeinsame Ursache: die Nichteinhaltung der Lagerungs- und Nutzungsvorschriften. Alle Anforderungen sind gesetzlich festgelegt und genehmigt. Dennoch bleiben Zweifel: Darf man eine Gasflasche in der Wohnung aufbewahren? Wie installiert man sie richtig? Und wer soll das alles kontrollieren? Das sind häufige Fragen von Nutzern.
Lassen Sie uns gemeinsam klären, wie man Gasflaschen richtig lagert und verwendet, und die häufigsten Fehler ermitteln, die Benutzer bei der Installation der Geräte machen.
Inhalt des Artikels:
Was sagt das Gesetz?
Die letzte Korrektur der Verordnung Nr. 390 „Über die Brandschutzordnung“ (vom 25.04.2012) datiert vom 7. März 2019.
Die neue Version besagt:
- Die Lagerung von Behältern mit brennbarem Gas in Häusern und Wohnungen, auf Treppenabsätzen, in Kellern, auf Balkonen und Dachböden ist verboten;
- Jede Gasflasche muss in einem speziellen Anbau – einem Schrank – untergebracht sein, der verschlossen und mit einem Warnhinweis „Feuergefährlich. Gas“ versehen ist.
Eine Ausnahme bilden Fünf-Liter-Behälter, die bereits an einen Herd angeschlossen und in Benutzung sind. Dabei muss der Herd fabrikneu sein; der Betrieb von selbstgebauten oder umgebauten Geräten ist nicht zulässig.

Wo kaufen und befüllen?
Den Behälter selbst können Sie in Baumärkten oder auf spezialisierten Online-Portalen erwerben. Die kommunalen Gasversorger helfen beim Austausch oder Befüllen. Falls der Verbraucher plant, das Gas selbst nach Hause zu transportieren, ist der Verkäufer verpflichtet, umfassende Anweisungen zum Transport, zur Installation und zur Überprüfung der Geräte zu geben.
Wir empfehlen auch, unseren anderen Artikel zu lesen, in dem wir ausführlich über die technischen Anforderungen an Gasflaschen und die Technologie ihrer Befüllung berichten. Mehr Details – folgen Sie dem Link.
Personen, die die Unterweisung erfolgreich absolviert haben, erhalten Merkblätter zu allen Schritten des Umgangs mit der Ausrüstung sowie eine Bescheinigung für den problemlosen Austausch leerer Behälter in der Zukunft.

Der Hauptunterschied der heute erhältlichen Modelle ist die Bauart des Verschlusses. Bei älteren Produkten ist ein Ventil zu sehen.
Moderne Geräte sind mit einem Ventil ausgestattet. Nach Überzeugung professioneller Gasfachleute ist das Ventil für den Hausgebrauch bequemer und sicherer. Hingegen sollte man bei längerer Lagerung dem Klappenventil den Vorzug geben.
Besonderheiten bei der Platzierung der Gasflasche in der Wohnung
Die Antwort auf die Frage, ob eine Gasflasche in der Wohnung gelagert werden darf, ist eindeutig negativ. Eine Aufstellung zum Anschluss ist jedoch möglich.
Dabei sind folgende Regeln zu beachten:
- Der Abstand zwischen dem Herd und dem Behälter mit dem Brennstoff darf nicht weniger als 100 cm betragen. Eine Ausnahme bilden abgeschirmte Versionen, die eine Aufstellung in einem Abstand von 50 cm erlauben.
- Von jeder Wärmequelle muss der Gasbehälter mindestens einen Meter entfernt sein.
- Der freie Zugang zu allen Verschlussvorrichtungen – Ventilen und Hähnen – muss gewährleistet sein.
Die genannten Vorschriften gelten auch für die Aufstellung alter, bereits genutzter Geräte. Es darf nicht in der Wohnung gelagert werden. Wenn es jedoch für einen bestimmten Zeitraum nicht vermieden werden kann, sollten die Regeln beachtet werden.

Besser ist es, wenn die Installation und der Austausch des Behälters von Fachleuten eines zertifizierten Gasdienstes durchgeführt werden.
So lassen sich die häufigsten Fehler vermeiden:
- Beginn der Montage ohne Überprüfung der Dichtheit des Behälterventils im Freien;
- Durchführung der Arbeiten in einem geschlossenen, unbelüfteten Raum;
- Abweichung von der senkrechten Position;
- Verwendung ungeeigneter Werkzeuge.
Die Dichtheitsprüfung wird im Freien durchgeführt. Auf die Austrittsstelle der Ventilstange wird eine Seifenlösung aufgetragen. Dann wird die Transportsicherung (Schutzkappe) entfernt und die Anschlussöffnung eingeseift. Auftretende Blasen sind ein triftiger Grund, die Nutzung des Geräts zu verweigern.
Ein paar Tipps von Fachleuten
Der Montageablauf ist für alle Herde und Kochfelder gleich, die für den Betrieb mit Gas ausgelegt sind.
Nach der Vorbereitung der Werkzeuge und Bauteile ist Folgendes erforderlich:
- Verbinden Sie den Einlassstutzen des Herdes und den Anschluss. Zur Abdichtung der Verbindung können Sie PTFE-Band oder spezielle Dichtungen verwenden.
- Schließen Sie den Schlauch an den Anschlussstutzen an. Achten Sie auf das Vorhandensein eines O-Rings auf der Innenseite der Mutter. Und zur Abdichtung der Gewindeverbindung kann Dichtband verwendet werden.
- Die Überwurfmutter des Druckreglers an das Ventil anschließen. Da die Kochfelder mit Düsen ausgestattet sind, die auf einen konstanten Druck ausgelegt sind, wird die Verwendung eines Druckreglers empfohlen. Er normalisiert den Druck, der mit der Entnahme abnimmt.
- Den Gummischlauch am Druckregler befestigen und mit einer Schelle sichern.
Vor der Inbetriebnahme ist die Dichtheit aller Verbindungen zu überprüfen. Falls auch nur eine davon eine unzureichende Abdichtung aufweist, ist die Nutzung des Gases nicht zulässig. Die Montage muss erneut durchgeführt werden.
Eine detailliertere Anleitung zum Anschluss einer Gasflasche an den Herd finden Sie in diesem Material.
Regeln für die Nutzung der Geräte
Leider basieren die Regeln für die Verwendung von Gasflaschen in Mehrfamilienhäusern auf traurigen Erfahrungen. Sie alle sollen davor warnen, bereits geschehene Tragödien zu wiederholen.
Verboten:
- den Behälter zu erhitzen;
- den Behälter mit Stoff oder anderen luftundurchlässigen Materialien abzudecken, die einen Treibhauseffekt erzeugen;
- das Ventil oder die Gewindeverbindungen selbst zu reparieren;
- die Ursachen für Schwierigkeiten beim Aufdrehen des Ventils ohne fachkundige Hilfe zu beheben. In diesem Fall wird die Anforderung eines Gas-Notdienstes empfohlen;
- Kindern sowie Erwachsenen mit psychischen oder Gedächtnisstörungen zu erlauben, das Kochfeld ohne Aufsicht durch geschäftsfähige Volljährige zu benutzen;
- das Gerät eingeschaltet und unbeaufsichtigt zu lassen.
Die Nichteinhaltung der Benutzungsregeln der Geräte kann zu einer ernsthaften Tragödie führen, beispielsweise zu einer Explosion einer Gasflasche. Daher müssen Sie vor jedem Zünden sicherstellen, dass kein Gasgeruch wahrnehmbar ist. Haben Sie ihn einmal gerochen, ist er leicht von anderen Gerüchen zu unterscheiden. Es ist wünschenswert, auch den in der Wohnung lebenden Kindern beizubringen, den Gasgeruch zu erkennen.

Dann folgen Sie dem entwickelten Ablauf:
- Überprüfen Sie die Hähne des Kochfelds – sie müssen in geschlossener Stellung arretiert sein.
- Drehen Sie das Flaschenventil auf.
- Halten Sie ein Haushaltsfeuerzeug oder ein brennendes Streichholz an den Brenner.
- Bringen Sie den Hahn des gewünschten Kochfelds in die offene Position.
Wenn beim ersten Einschalten ein starker Blitz entstanden ist, müssen Sie den Gasbehälter fest zudrehen und den Notdienst rufen. Eine heftige Entflammung ist ein Anzeichen für einen überfüllten Behälter. In diesem Fall ist der Betrieb verboten.
Da der Raum, in dem das Gasgerät verwendet wird, regelmäßig gelüftet werden muss, ist auf den Zugang frischer Luft zu achten.
Und noch eine Regel, die hilft, ärgerliche Folgen zu vermeiden. Nach Beendigung des Kochens wird zuerst das Ventil des Brennstoffbehälters und dann die Hähne des Kochfelds geschlossen. Die Befolgung dieser Regel verhindert, dass das Gerät im geöffneten Zustand zurückgelassen wird.
Anlass zur Sorge
Beim Kochen treten häufig Situationen aufgrund von minderwertigem Brennstoff oder Gerätefehlern auf.
Um richtig darauf zu reagieren, sollte man die Anzeichen einer fehlerhaften Funktionsweise kennen:
- Rote Farbe der Flamme, die vom Brenner ausgeht. Die Hauptursache ist ein Sauerstoffmangel (der Brennstoff verbrennt nicht vollständig), den Sie durch einfaches Lüften beheben können. Auch kann eine schlechte Kraftstoffqualität die Ursache für dieses Problem sein.
- Auftreten von Ruß. Ein sicheres Zeichen dafür, dass der Ausgangsdruck die zulässige Norm deutlich überschreitet. Das Problem wird durch den Austausch der Düsen gelöst.
- Pfeifen, Lärm, Brummen, das beim Einschalten vom Herd ausgeht. In der Regel entstehen die Nebengeräusche durch eine starke Verstopfung der Düsen. Wenn diese in Ordnung sind, müssen Sie den Druck am Reduzierventil verringern.
Wenn Sie mit einfachen Unannehmlichkeiten selbst fertig werden können, ist es bei komplexeren Situationen nicht verkehrt, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Zum Beispiel: Wenn ein Nachbar einen Brennstofftank in der Wohnung installiert und die Sicherheitsanforderungen ignoriert hat, sollten Sie diese Situation nicht verschweigen. Die Kontrolle über die Nutzung solcher Geräte obliegt spezialisierten Diensten der Gemeinden. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Kontaktaufnahme mit diesen Diensten nicht immer durch eine schnelle Reaktion gekennzeichnet ist.
Juristen schlagen einen wirksameren Weg vor. Wenn ein in der Nachbarschaft wohnender, in einer Wohnung im Treppenhaus/Haus lebender Bürger die Sicherheitsvorschriften im Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen nicht einhält und auf Ermahnungen nicht hört, sollten Sie die Nummer «112» wählen. Alle Anrufe auf diese Nummer werden aufgezeichnet. Daher ist die Reaktion darauf dynamischer.
Je nach Art der Verstöße leiten die Fachleute Vertreter der Polizei, der Feuerwehr oder des Gasdienstes an die Adresse weiter. Vor Ort werden die Rechtmäßigkeit der Installation, der technische Zustand der Geräte und die Einhaltung der Sicherheitsbedingungen überprüft.
Regeln zur Lagerung leerer Behälter
Die Behandlung eines leeren Behälters sollte genau die gleiche sein wie die eines frisch gefüllten. Leere Behälter sollten dicht verschlossen und in einem separaten Raum aufbewahrt werden. Folglich ist die Wohnung nicht für die Lagerung von Gasflaschen geeignet, selbst wenn sie bereits benutzt wurden.
Ein alter Behälter darf nicht:
- geöffnet, zersägt, zerhackt werden;
- erhitzt werden;
- zur Herstellung von Sprengvorrichtungen verwendet werden, auch für friedliche Haushalts- oder Bauzwecke;
- eigenständig vom Restgas befreit werden;
- ohne entsprechende Behandlung als Altmetall abgegeben werden.
Gebrauchte Geräte sollten zur Überprüfung oder zum Austausch an eine Annahmestelle eines Fachdienstes abgegeben werden.
Überprüfung von Gasflaschen
Jeder Behälter ist mit einem Stempel oder einem metallenen „Pass“ versehen, auf dem die Haltbarkeits-, Lagerungs- und Prüffristen (Druckprüfung) angegeben sind. Die Druckprüfung ist eine Eignungsprüfung. Im Rahmen einer solchen Prüfung drehen die Fachleute das Ventil heraus und inspizieren die Innenoberfläche.

Wenn die Wände in Ordnung sind und keine sichtbaren Schäden aufweisen, wird der Behälter mit Wasser gefüllt und einer Druckprüfung unterzogen: Es wird ein Druck aufgebracht, der das Eineinhalbfache des Betriebsdrucks beträgt.
Ein Behälter, der nach dieser Maßnahme intakt bleibt, erhält einen neuen Stempel und wird für die weitere Nutzung freigegeben.
Äußere Anzeichen für defekte Geräte
Jeder Benutzer kann selbstständig die Untauglichkeit eines Behälters anhand äußerer Merkmale feststellen:
- Vorhandensein von Rost – Geräte, bei denen mehr als ein Drittel der Oberfläche von Korrosion befallen ist, sind von der weiteren Nutzung ausgeschlossen;
- Vorhandensein von Brandspuren – beschädigte Farbschicht;
- Ausbeulungen – tonnenförmige Exemplare mit verzerrter Form;
- Vorhandensein von Dellen.
All diese Anzeichen sind ein Grund für eine sofortige Entsorgung. Ein weiterer triftiger Grund ist der Ablauf der Lagerfrist, deren Information auf dem Stempel angegeben ist.
Vorgehensweise bei einem Gasleck
Bei Auftreten eines deutlichen Gasgeruchs wird empfohlen, das Ventil der Flasche zuzudrehen, den Herd auszuschalten und die Fenster zu öffnen. Zur intensiven Lüftung können Sie Fenster nicht nur in der Küche, sondern auch in anderen Räumen der Wohnung öffnen. Eine hohe Konzentration des Stoffes in der Luft ist ein Grund, Fachleute zu Rate zu ziehen und Vertreter des städtischen Gasdienstes nach Hause zu rufen.

Es ist verboten, Feuerzeuge und Streichhölzer zu benutzen, zu rauchen oder den Herd einzuschalten. Bis zur Behebung des Lecks sollten keine Geräte verwendet werden, die an das Stromnetz angeschlossen werden müssen. Bis zum Eintreffen des Einsatztrupps müssen alle Bewohner der Wohnung (einschließlich Tiere) den Raum verlassen.
Um Vergiftungen und schwerwiegendere Folgen eines Lecks zu vermeiden, können spezielle Sensoren oder Gaswarngeräte verwendet werden. Ausgestattet mit optischen und akustischen Meldern informieren diese Geräte über das Problem, bevor ein spürbarer Geruch auftritt.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Lagerung von Gasflaschen in einer normalen Wohnung verboten ist. Die Nutzung von 5-Liter-Behältern, die an einen Herd aus dem Werk angeschlossen sind, ist erlaubt. Dabei ist es wichtig, die in den Anforderungen angegebenen Abstände einzuhalten und stets die Funktion der Geräte zu überwachen.
Am Beispiel eines Kochfelds wird die Vorgehensweise zum Anschluss einer Gasflasche gezeigt. Beachten Sie: Nach Abschluss der Arbeiten wird eine Dichtheitsprüfung der Verbindungen durchgeführt.
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Wo steht geschrieben, dass Fünf-Liter-Flaschen in Stadtwohnungen erlaubt sind? In der Verordnung kann ich einen solchen Punkt irgendwie nicht finden.
In Mehrfamilienhäusern ist es nicht erlaubt, Gasflaschen direkt in der Wohnung zu installieren. Aber einen speziellen Abstellraum neben dem Haus einzurichten und von dort Schläuche in die Wohnung zu legen – das ist möglich. Ich spreche jetzt von großen 50-Liter-Flaschen. Für 5-Liter-Flaschen sind keine Genehmigungen erforderlich, aber ihr Volumen reicht nicht lange.
Aber wer hält sich in unserem Land schon an die Regeln, wenn es gut läuft, 50%… Vor zehn Jahren war es noch möglich, Gasflaschen in der Wohnung zu haben: Man meldete sie bei den Gasversorgern an, vereinbarte das Befüllen mit Austausch, überprüfte regelmäßig die Geräte und Verbindungen auf Verschleiß, und alles war erledigt. Aber jetzt ist die Verwendung von großen Gasflaschen in Wohnungen wegen Unfällen verboten. Für Privathäuser muss das Projekt mit den Gasversorgern abgestimmt werden.
Und noch ein sehr wichtiger Punkt: Vermeiden Sie abrupte Temperaturschwankungen, zum Beispiel wenn im Winter eine befüllte Flasche geliefert wird, bringen Sie sie nicht sofort in einen warmen Raum.