Anschließen einer Gasflasche an einen Gasherd: Vorschriften und Anleitung zum Anschluss
Flaschengas ermöglicht erhebliche Einsparungen beim Kochen im Landhaus. Aber geben Sie zu, der blaue Brennstoff ist eine ernste Gefahrenquelle. Selbst der kleinste Riss im Anschlussrohr oder eine kleine Störung des Kochfelds führt unweigerlich zu einem Brand.
In diesem Artikel beschreiben wir ausführlich, wie Sie eine Gasflasche einwandfrei und fachgerecht an einen Gasherd anschließen. Wir erklären die Regeln, deren Einhaltung die Sicherheit beim Anschluss und während des Betriebs gewährleistet. Unsere Tipps helfen Ihnen, Fehler beim Anschluss von Propan zu vermeiden.
Inhalt des Artikels:
Ist der eigenständige Anschluss erlaubt?
Nahezu alle Gasinstallateure behaupten unisono, dass der Anschluss einer Propanflasche an einen Gasherd ausschließlich unter ihrer Beteiligung und gegen Bezahlung für die Hinzuziehung eines Fachmanns erfolgen sollte. Allerdings darf dieser Anschluss durchaus auch eigenhändig ohne zusätzliche Kosten durchgeführt werden.
Im Grunde ist daran nichts Kompliziertes. Der Anschluss eines Gaskochfelds an eine Gasflasche besteht darin, einen Standort für den Brennstoffbehälter zu wählen und von dort eine Leitung in Form eines Rohrs oder eines flexiblen Schlauchs bis zum Herd zu verlegen.

Für die Durchführung solcher Arbeiten sind lediglich grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Schraubenschlüsseln erforderlich. Zudem müssen die Brandschutzbestimmungen für Gasgeräte sorgfältig studiert und vollständig eingehalten werden.
Eine Haushaltspropanflasche darf sowohl innerhalb als auch außerhalb eines Wohngebäudes aufgestellt werden. Allerdings empfehlen die Brandschutzvorschriften, den Lagerort für das Gas im Freien zu wählen, nicht in der Küche oder im Abstellraum des Hauses. Bei der Aufstellung im Freien muss ein längerer Schlauch oder ein längeres Rohr verlegt werden, dafür ist die Wahrscheinlichkeit eines Brandes und/oder einer Explosion geringer.
Regeln für den Anschluss der Gasflasche an den Herd
Die Anforderungen an den Anschluss von Haushaltsflaschengas (einem Gemisch aus Propan und Butan) und der entsprechenden Geräte werden durch mehrere Dokumente geregelt. Die wichtigsten davon sind die SP 62.13330.2011 „Gasverteilungssysteme“ und die „Technische Verordnung zur Sicherheit von häuslichen Gasanlagen“.
Außerdem gibt es verschiedene Brandschutzbestimmungen und Bauvorschriften. Dabei widersprechen sich diese Dokumente in manchen Punkten geringfügig.

Flaschengas hat eine Reihe von Besonderheiten, die sich direkt auf die Nutzungsregeln und die Anschlussnormen der Geräte auswirken. Und das Wichtigste dabei: In die Flasche wird nicht wie in der Leitung Methan, sondern ein Propan-Butan-Gemisch (LPG) abgefüllt. Obwohl auf dem Behälter meist nur 'Propan' steht.
LPG ist von Natur aus schwerer als Luft. Bei einem Leck oder Erlöschen des Brenners steigt das Flaschengas nicht auf und verflüchtigt sich nicht, sondern sinkt zu Boden.
Daher wird empfohlen, Gasflaschen im Freien aufzustellen, damit sich im Notfall das Gas nicht im Kriechkeller oder Keller bis zu einer gefährlichen Konzentration ansammeln kann. Außerdem sollten sie so weit wie möglich von Schächten und allen elektrischen Geräten entfernt aufgestellt werden.

Gesetzlich ist es erlaubt, Flaschen im Inneren von Datschen und Sommerveranden sowie in angebauten Küchen-Esszimmern in Ferienhäusern aufzustellen. Es ist nur verboten, sie in Wohnräumen, an Notausgängen, in geschlossenen dunklen Fluren und in Kellern oder Untergeschossen zu platzieren.
Eine weitere wichtige Besonderheit von LPG ist die Existenz von 'Sommer-' und 'Winterkraftstoff'. Ersterer unterscheidet sich vom Letzteren durch das Verhältnis von Propan und Butan sowie durch die Fähigkeit, bei niedrigen Temperaturen zu 'arbeiten'.
Die Sommermischung kann auch im Winter bei nicht starkem Frost verwendet werden. Jedoch verdampft bei Abkühlung des Metallbehälters unter null Grad nur Propan zum Verbrennen im Ofen. Butan bleibt in flüssiger Form im Inneren zurück, nimmt unnötig Platz ein und sammelt sich allmählich an.
Dabei wird Ihnen beim Befüllen der Flasche nur teilweise LPG nachgefüllt. So betrügen nachlässige Tankwarte oft unerfahrene Besitzer von Gasherden. Außerdem muss irgendwann das angesammelte flüssige Kondensat aus dem Behälter abgelassen werden, um schlicht Platz für das Arbeitsgas zu schaffen.
Erforderliche Werkzeuge und Materialien
Um eine Gasflasche an einen tragbaren oder gewöhnlichen Zimmerherd anzuschließen, reicht es in der Regel aus, nur einen Schraubenschlüssel zur Hand zu haben. Er wird benötigt, um die Muttern an der Zuleitung und am Gashahn festzuziehen.
Wenn Sie jedoch planen, die LPG-Flasche im Freien mit der Installation eines speziellen Schranks aufzustellen, benötigen Sie zusätzlich:
- einen Bohrer zum Durchbohren der Wand für das Rohr (den Schlauch);
- eine Schaufel mit einem Vorschlaghammer zum Aufstellen und Erden des Schranks;
- einen Schraubendreher;
- ein Maßband.
Es werden keine speziellen Werkzeuge benötigt.
Einen Außenschrank wählen Sie am besten bei einer spezialisierten Firma. Er sollte aus Stahl mit einer Dicke von mindestens 1 mm bestehen und mit einer speziellen Farbe beschichtet sein, damit er nicht gleich im ersten Betriebsjahr verrostet, sowie Belüftungsöffnungen und ein Schloss mit Schlüssel haben.

An Materialien werden benötigt:
- Düsen für Flüssiggas.
- Ein Rohr aus Stahl oder Kupfer oder ein spezieller Gasschlauch.
- Eine dielektrische Einsetzung (wenn ein Metallanschluss montiert wird).
- Ein druckmindernder Regler 'Frosch'.
- Dichtungen.
- Hahn.
Außerdem werden direkt der Herd und die Gasflasche benötigt. Kochfelder für Erdgas und Flüssiggas unterscheiden sich konstruktiv kaum. Es werden lediglich die Düsen ausgetauscht.
Haushaltsflaschen gibt es mit einem Volumen von 5, 12, 27 und 50 Litern. Bei voller Befüllung wiegen sie entsprechend etwa 6, 11, 26 und 43 kg. Außerdem gibt es Einweg-Gaskartuschen mit 220 und 400 ml, die als Gasquelle für tragbare Herde und Lötlampen dienen. Sie werden mit einem kleinen Schlauch oder direkt an das Gerät angeschlossen.

Auf dem Markt werden Gasflaschen mit Ventil und mit Absperrventil angeboten. Am besten wählen Sie die Variante mit Absperrventil. Sie ermöglicht es, Kondensat ohne zusätzliche Kniffe selbstständig abzulassen.
Wahl des Standorts für die Gasflasche
Haushaltsgasflaschen für den dauerhaften Gebrauch mit einem Herd dürfen direkt neben dem Gasgerät aufgestellt werden. Es gibt sogar Kochplatten mit einem internen Behälter für Flüssiggas. Dabei liegt die gesamte Verantwortung für die Sicherheit der Nutzung einer solchen Variante ausschließlich bei Ihnen.

Bei der Aufstellung in der Küche muss die Gasflasche:
- mindestens 1 m von Heizgeräten und Gasbacköfen und 0,5 m vom Herd selbst entfernt sein;
- einen ungehinderten Zugang zu Hähnen und Ventilen ermöglichen;
- sichtbar und nicht durch brennbare Verkleidungen abgedeckt bleiben;
- an einem Ort aufgestellt werden, der keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist.
Die Verbindung von der Flasche zum Herd erfolgt über ein Stahl- oder Kupferrohr sowie über einen Gummischlauch, einen Gummischlauch mit Metallgeflecht oder einen Wellschlauch. Das Rohr ist zuverlässiger, erschwert jedoch das Umstellen der Gasanlage. Der Gasschlauch ist praktischer, nur sollte man denjenigen wählen, der für Gas geeignet ist.
Unabhängig vom Material der Ausführung muss die Zuleitung ohne Verbindungen sein. Der Anschluss mit Gewindefittings oder mit einer Schelle am Stutzen ist nur an den Anschlusspunkten der Absperrarmaturen und des Druckminderers zulässig.
Wenn die Gasflasche draußen in einem Schrank aufgestellt wird, ist der Standort (mindestens) in folgendem Abstand zu wählen:
- von Holzstapeln – 3 m;
- von Fenstern – 1 m;
- vom Hauseingang – 5 m;
- von Lüftungsöffnungen in Wänden und Sockel – 3 m.
Außerdem sollten die Schränke mindestens 1,5 Meter von Außenventilatoren, Klimaanlagen und anderen elektrischen Geräten an der Gebäudefassade entfernt sein. Das Risiko von Funkenbildung durch Kurzschlüsse in der Verkabelung und in der Nähe befindlichen elektrischen Anlagen in der Nähe des Gases muss vollständig ausgeschlossen werden.
Austausch der Düsen in den Brennern
Das Gas für die Verbrennung im Brenner gelangt durch spezielle Düsen. Für Methan werden sie in einer Größe angeschlossen, für Flüssiggas in einer anderen mit einer kleineren Öffnung.
Für Flaschengas werden Düsen mit einem Durchmesser von 0,5–0,75 mm bei 30 mbar vom Druckminderer und 0,43–0,6 bei einem Druckmindererdruck von 50 mbar benötigt.

Um die Düsen auszutauschen, muss das Brennergehäuse (in manchen Fällen die obere Platte des Herdes) entfernt und die Sechskantschraube mit 7 oder 8 mm und einer kleinen Öffnung in der Mitte aus der Buchse herausgeschraubt werden. Dann wird die neue Düse einfach anstelle der alten eingeschraubt.
Anleitung zum Anschluss des Brenners
Gasflaschen werden im Haushalt normalerweise zum Kochen verwendet. Aber nichts spricht dagegen, auch einen Brenner zum Löten von Kupferrohren anzuschließen. Ein solches Werkzeug wird bei Dachdeckerarbeiten, beim Abflammen von Tieren bei der Schlachtung zu Hause usw. eingesetzt.

Bevor Sie den Brenner an die Gasflasche anschließen, sollten Sie den Brenner und den Schlauch sorgfältig prüfen. Das Flaschengas im Behälter steht unter einem Druck von 15–16 atm. Wenn der Brenner und die Abzweigung für diese Parameter nicht ausgelegt sind, muss ein regelbarer Druckminderer für Propan angeschlossen werden. Ohne diesen ist dies gemäß den Sicherheitsvorschriften nicht zulässig.
Wenn man den Gasdruckregler überhaupt nicht anschließt, wird das Gas zu stark verbraucht. Natürlich kann man die Zufuhr mit dem Ventil an der Flasche regulieren, aber über eine Arbeitssicherheit bei dieser Konstellation zu sprechen, ist schwierig.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Vorgang zum Anschließen der Flasche an den Herd:
Regeln für den Anschluss einer Propanflasche:
Anschluss von Flaschengas an das Kochfeld:
Um eine Propangasflasche an einen Gasherd anzuschließen, sind keine speziellen Kenntnisse oder Fähigkeiten erforderlich. Es wird lediglich ein Gabelschlüssel und gesunder Menschenverstand benötigt. Und vergessen Sie nicht, nach dem Anschluss vor dem Kochen mit Seifenwasser zu überprüfen, ob die Verbindungsstellen dicht sind.
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