Regeln für den Anschluss eines Zweikreis-Gaskessels an das Gas

Alexei Dedjulin
Geprüft von einem Spezialisten: Alexei Dedjulin
Autor: Wiktor Kitajew
Letzte Aktualisierung: Juli 2026

Der Hauptzweck von Haushaltsgaskesseln ist die Versorgung der Wohnräume mit Heizung und Warmwasser. Die Installation solcher Geräte darf nicht selbst durchgeführt werden, da die Montagearbeiten und der Betrieb von Gasgeräten mit gewissen Risiken verbunden sind.

Der Hausbesitzer ist jedoch direkt an der Planung des Heizraums, der Verlegung des Heizkreislaufs usw. beteiligt. Um die ausführenden Fachkräfte kontrollieren zu können, muss man verstehen, wie das Gerät funktioniert, wie das Anschlussschema eines Zweikreis-Gaskessels an die zentrale Gasleitung und an Gasflaschen aussieht.

Die Antworten auf diese Fragen werden im Artikel ausführlich dargelegt. Darüber hinaus haben wir die technischen Anforderungen aufgeführt, die bei der Planung der Kesselverrohrung, der Montage und der Verwendung der Gasausrüstung zu beachten sind.

Wie funktionieren Zweikreis-Gaskessel?

In der Regel werden Gasgeräte unter einem geschlossenen Heizsystem installiert, bei dem der Wasserdruck nicht über 0,3 MPa liegt. Wenn es darum geht, wie man einen Haus-Gaskessel richtig anschließt, ist die Antwort offensichtlich.

Traditionell wird ein Schema mit erzwungener Zirkulation des Wärmeträgers und einem Ausdehnungsgefäß verwendet. Für die Warmwasserbereitung durch die Gasgeräte wird eine zentrale Kaltwasserzufuhr mit einem Druck von 0,02 – 1,0 MPa genutzt.

Zweikreis-Gaskessel
Ein in einem Privathaus installiertes Gasgerät mit Zweikreis-Funktionsschema. Derartige Systeme werden häufig in ländlichen Wohngebäuden sowie in städtischen Privatbauten eingesetzt.

Die genauen Werte werden jedoch durch die jeweilige Gerätemarke und den Hersteller bestimmt. Die Auswahl eines Zweikreiskessels erfolgt unter Berücksichtigung der spezifischen Installationsbedingungen.

Schematik des Heizkreislaufs des Kessels

Der Heizkreislauf des Gaskessels ist standardmäßig für die Befüllung mit Kaltwasser aus dem zentralen Wasserversorgungsnetz ausgelegt. Der Betrieb der Heizgeräte ist auch dann zulässig, wenn als Wärmeträger Wasser mit einem Glykol-basierten Frostschutzmittel (C2H4(OH)2) verwendet wird, das gemäß GOST zertifiziert ist.

Anschlussplan
Strukturdiagramm der Funktionsweise eines Geräts, das für den Betrieb mit zwei Kreisläufen ausgelegt ist. Bei einem (zentralen) Kaltwassereingang wird die effiziente Heizung und Warmwasserbereitung für Wohn- und andere Räume gewährleistet (+)

Das aus der Rücklaufleitung des Heizkreislaufs kommende Heizmedium wird durch einen Filter in den Wärmetauscher geleitet, dessen Konstruktion die Möglichkeit der Erstbefüllung und regelmäßigen Nachspeisung des Heizkreislaufs mit Wasser aus der zentralen Wasserversorgung bietet.

Die weitere Bewegung des Heizmediums aktiviert die Umwälzpumpe, deren Konstruktion einen automatischen Entlüfter enthält. Dann durchströmt der Wasserstrom den Bereich des Durchfluss-Minimumsensors und wird dem Eingang des ersten (äußeren) Kreislaufs des koaxialen Wärmetauschers zugeführt.

Während der Durchströmung des Wärmetauschers wird das Wasser durch die Energie der Gasverbrennung erwärmt.

Internes Schema des Zweikreiskessels
Der innere Aufbau des Zweikreis-Gassystems besteht aus folgenden Komponenten: Brennkammer (geschlossener Typ), Wärmetauscher, Gasbrenner, Umwälzpumpe, Wärmetauscher (+)

Am Ausgang des Wärmetauschers, an der Vorlaufleitung des Wärmeträgers, befindet sich ein Tauchfühler. Hier wird auch ein Sicherheitsventil mit Federbelastung montiert, das mit einem Druckentlastungsmechanismus ausgestattet ist.

Die obere Öffnungsgrenze der Sicherheitseinrichtung – 0,3 MPa. In die Vorlaufleitung ist auch ein Membranausdehnungsgefäß integriert.

Funktionsweise des Warmwasserkreislaufs

Der Warmwasserkreislauf funktioniert etwa wie folgt: Das Kaltwasser aus der zentralen Wasserversorgung wird unter Druck durch einen Siebfilter zum Wasserblock geleitet. Die aus Messing gefertigte Konstruktion des Blocks ermöglicht die Erstbefüllung und regelmäßige Nachspeisung des Warmwassersystems.

Inhalt des Gaskessels
Außenansicht eines Haushaltsgeräts zur Wassererwärmung mit Gas bei geschlossener und offener Verkleidung. Dies ist eine der weit verbreiteten Bauarten von Haushalts-Gaskesseln, die in privaten Haushalten eingesetzt werden (+)

Anschließend gelangt das Wasser durch den Bereich des Durchflusssensors und durch eine magnetische Entkalkungsvorrichtung in den inneren Kanal des koaxialen, aus Kupfer gefertigten Wärmetauschers. Durch die Wärmeentnahme von den Wänden des Wärmetauschers, die durch das im Heizkreislauf strömende Heizmedium erwärmt werden, wird das Kaltwasser erwärmt.

Der Warmwasserbereitungsmodus sieht eine vorübergehende Abschaltung der Umwälzpumpe des Kessels vor. Am Ausgang des Wärmetauschers befindet sich ein Tauchtemperatursensor, der die Betriebsparameter der Vorlaufleitung erfasst.

Ebenfalls an der Vorlaufleitung des Kessels wird ein zweites federbelastetes Sicherheitsventil mit Druckentlastungsmechanismus installiert. Der Ansprechdruck beträgt in der Regel 1,0 – 1,1 MPa.

Anschluss an Erdgas

Der Gaskessel ist für den Anschluss an Erdgas ausgelegt, dessen technische Eigenschaften GOST 5542 entsprechen. Der Brennstoff wird in der Regel über eine Niederdruckgasleitung mit einem Druck von 0,0013 – 0,0020 MPa zugeführt. In der Zuleitung werden ein Netzfilter und ein Regelventil für die Fackelzündvorrichtung installiert.

Anschluss des Gasheizsystems
Die klassische Anschlussvariante, typisch für die meisten Konstruktionen von Gasgeräten mit zwei Arbeitskreisen. Wie auf dem Foto zu sehen, wurden als Hauptleitungen Polypropylenrohre verwendet.

Das elektromagnetische Gasventil sorgt für die Stabilität des Gasdrucks am Eingang des Brennermechanismus des Kessels. Daher wird unabhängig von Druckschwankungen in der Gasleitung eine stabile, sichere Funktionalität mit hohem Wirkungsgrad gewährleistet.

Durch die elektronische Steuerung wird die Leistung des Gasbrenners im Bereich von 40-100 % der angegebenen Nennleistung geregelt.

Verbindungsmethode mit der Gasleitung

Bevor die Möglichkeiten des Erdgasanschlusses an den Kessel betrachtet werden, sollte an die geltenden Betriebsvorschriften für solche Geräte erinnert werden. Gasbetriebene Kessel gelten als technische Anlagen mit erhöhter Gefahr.

Die Installation, der Anschluss und der Betrieb solcher Systeme erfordert die Einhaltung der festgelegten Sicherheitsnormen.

Gaskessel-Installation
Ein Beispiel für die korrekte Installation der Heizungs- und Warmwasserversorgung, wenn die Ausrüstung in einem separaten Raum mit dem Status eines Nebenraums installiert ist. Die Installation solcher Geräte erfordert nach allen Regeln und Normen genau diesen Ansatz.

Gaskessel dürfen nur in geeigneten Räumlichkeiten installiert werden (Küchen, Flure, Nebenräume). Gemeint sind Räume in öffentlichen und gewerblichen Gebäuden, Privathäusern und Villen. Alle diese Immobilien müssen den Anforderungen an eine wirksame Belüftung entsprechen.

Die Einhaltung wird in der Regel durch die SNiP 42-01-2002 und SNiP 2.04.08-87 bestimmt. Bei der Frage, wie der Kessel an die Gasleitung angeschlossen wird, ist zu beachten, dass der Betrieb der Anlage die Errichtung einer Rauchabführung in die Atmosphäre erfordert. Darüber hinaus muss die Zufuhr von atmosphärischer Luft für einen effektiven Verbrennungsprozess sichergestellt werden.

Anschlusspunkte am Kessel
Der Anschluss der Anlage betrifft mehrere unterschiedliche Punkte – Gas, Wasser, Luft. Jeder Knoten wird gemäß den festgelegten Normen sowie den Vorschriften des Geräteherstellers angeschlossen.

Gaskessel, die die Funktion des natürlichen Abzugs von Verbrennungsprodukten unterstützen, müssen in unmittelbarer Nähe von Schornsteinen mit natürlichem Zug installiert werden.

Für Geräte, deren Konstruktion eine Luftansaugung direkt am Installationsort vorsieht, ist ein normaler Unterdruck sicherzustellen. In solchen Räumen muss die Luft von Staub und chemischen Verunreinigungen gereinigt sein.

Technische Nuancen des Anschlusses

Der Anschluss eines Gaskessels an die Gasleitung mittels eines flexiblen Schlauches bringt eigene technologische und technische Besonderheiten mit sich. So dürfen die Verlegung der Gasleitung und der anschließende Anschluss an den Kessel nur von Gasspezialisten durchgeführt werden.

Anschluss der Kessel durch Spezialisten
Arbeiten an der Gasleitung und Maßnahmen zum Gasanschluss sind mit den für den Betrieb der Gasanlagen zuständigen Organisationen abzustimmen. Darüber hinaus sind Arbeiten an Gasleitungen nur Gasspezialisten gestattet. Alle Behauptungen über eine mögliche eigenständige Anbindung sind unbegründet.

Vor dem Anschluss des Gaskessels ist der zugeführte Abschnitt der Gasleitung von Fremdstoffen, Verunreinigungen und Verschmutzungen zu reinigen. Diese Anforderung ist besonders relevant bei der Montage an bereits genutzten Systemen.

Der Gaseingang ist mit Absperrarmaturen auszustatten, die für den Betrieb in Gasumgebung ausgelegt sind und mit einem thermischen Sperrgerät (TAE) ergänzt werden. Vor dem Verbinden der Gasleitung mit dem Kessel ist die Dichtheit aller Verbindungen und Anschlüsse der Gasleitung mit einem Prüfdruck von mindestens 0,15 ATI zu überprüfen.

Der Querschnitt der Abgasleitung muss dem Durchmesser des Stutzens an der Strömungsschutzeinrichtung entsprechen. Verengungen des Durchgangsquerschnitts der Abgasleitung sind zulässig, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die korrekte Funktion der Leitung durch Berechnungen (gemäß GOST-Normen) nachgewiesen wird.

Die Abgasleitung wird (möglichst) kurz gehalten, mit einer leichten Neigung im Abschnitt zum Schornstein hin.

Überprüfung der Verbindungen auf Dichtheit
Die Überprüfung der Gasanschlüsse auf Dichtheit ist ein obligatorisches Verfahren bei Installation, Anschluss an die Gasleitung und Betrieb des Kessels. Erst nach erfolgreicher Prüfung darf das Gerät in Betrieb genommen werden.

Die Gaszuleitung zum Kessel wird in der Regel aus einem Metallrohr gefertigt. Es ist zulässig, Zuleitungen auf Basis von Stahl- und Kupferrohren zu erstellen.

Gleichzeitig ist auch die zulässige Montage mit Polymerrohren (mehrschichtig, mit metallisierter Schicht) nicht ausgeschlossen. Allerdings dürfen Polymere nur innerhalb von Gebäuden mit einer Höhe von maximal drei Stockwerken verwendet werden.

Verwendung eines flexiblen Schlauches

Der Anschluss der Gasquelle an den Kessel ist mit einem flexiblen Schlauch zulässig.

Bedingungen für die Verwendung eines flexiblen Schlauches:

  • Beständigkeit gegenüber der Gasumgebung;
  • Übereinstimmung mit dem Betriebs- (Prüf-) Druck;
  • Übereinstimmung mit der Betriebs- (Prüf-) Temperatur.

Die angegebenen Merkmale und Parameter können dem technischen Datenblatt des Kesselgeräts entnommen werden. Der verwendete flexible Schlauch muss einen Durchmesser von mindestens 20 mm haben, und die Schlauchlänge darf maximal 1,5 m betragen.

Verbindung mit einem flexiblen Gasschlauch
Beispiel für die Verbindung der Gasleitung des Geräts mit der Hauptleitung mithilfe eines flexiblen Schlauchs. In solchen Fällen werden spezielle Schläuche verwendet, die sich vor allem durch ihre charakteristische Farbe von allen anderen unterscheiden. Flexible Gasschläuche sind für hohe Druck- und Temperaturwerte ausgelegt.

Der Anschluss mit flexiblen Schläuchen muss in voller Übereinstimmung mit den Montageanweisungen in der Begleitdokumentation des Herstellers erfolgen.

Besonderheiten der Verbindung mit Gasflaschen

Mit flexiblen Schläuchen wird häufig die Verbindung von Flüssiggasflaschen mit der Kesselanlage hergestellt. Um den Kessel jedoch in diesen Brennstoffversorgungsmodus zu schalten, müssen eine Reihe von Einstellungen vorgenommen werden, um die Anlage auf den Betrieb mit Flaschengas umzustellen.

Wenn die Konstruktion des Kessels eine solche Versorgungsoption unterstützt, beschreibt die Anleitung die Reihenfolge der Schritte.

Hier unterscheiden sich die technischen Anforderungen an flexible Schläuche praktisch nicht von den Anforderungen an den Anschluss an die zentrale Gasleitung. Außerdem beträgt der Schlauchdurchmesser mindestens 20 mm bei einer Länge von höchstens 1,5 m. Allerdings sollte die Gasflasche mit einem Druckminderer ausgestattet sein, der auf einen Druck von 2,9 kPa (Dampfphase) eingestellt ist.

Falscher Anschluss des Gaskessels
Beispiel für eine unzulässige Installation einer Gasheizungsanlage, bei der die Flüssiggasflaschen in der Nähe des Geräts aufgestellt werden. Eine solche Anschlussvariante widerspricht den geltenden Vorschriften. Die Flaschen werden stets in einem separaten Bereich außerhalb der Räumlichkeiten aufgestellt.

Für die Versorgung von Kesseln mit Flüssiggas aus Flaschen gelten separate Vorschriften, insbesondere im Zusammenhang mit der Lagerung und dem Betrieb der Flaschen. Beispielsweise ist es nach diesen Vorschriften verboten, die Behälter an sonnenausgesetzten Standorten, in der Nähe von Wärmequellen und offenem Feuer aufzustellen.

Eines der wichtigsten Verbote ist das Tabu, Gasflaschenanlagen direkt in Gebäuden zu installieren.

Eine Übersicht über Gaskessel, die mit Flüssiggas aus Flaschen betrieben werden, finden Sie in diesem Artikel.

Daher ist der Einsatz von Gaskesseln in der Praxis, einschließlich im Haushaltsbereich, als eine verantwortungsvolle Handlung zu betrachten, deren Ausführungsgenauigkeit den Sicherheitsgrad bestimmt.

Fazit und nützliche Videos zum Thema

Einige nützliche Tipps zur Montage eines Gaskessels helfen Ihnen, die korrekte Installation des Geräts zu überwachen.

Trotz der hohen Qualität der Gasgeräte, der Automatisierung und des umfassenden technischen Schutzes muss der Anschluss des Systems den festgelegten Regeln und Normen entsprechen. Ohne diese ist die Zuverlässigkeit der Gaskessel nicht gewährleistbar.

Haben Sie Ergänzungen oder Fragen zum Thema Anschluss eines Zweikreis-Gaskessels? Sie können gerne einen Kommentar zum Beitrag hinterlassen und an den Diskussionen des dargestellten Materials teilnehmen. Das Feedback-Formular finden Sie weiter unten.

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Besucherkommentare
  1. Jewgeni

    Es wurde ausführlich und verständlich geschrieben, der Text ist mit nützlichen Tipps und Nuancen ergänzt. Aus eigener Erfahrung kann ich Folgendes zum Anschluss eines Zweikreis-Gaskessels hinzufügen: Er sollte in der richtigen Höhe aufgehängt (montiert) werden. Da unser Monteur ihn zu hoch, fast bis zur Decke, aufgehängt hat, führte dies zur Ansammlung von Gasen. Die Lüftungskanäle waren überfordert. Im Haus war Gasgeruch wahrnehmbar, und der Kessel zündete beim Einschalten ständig. Dies führte zur Beschädigung unserer Anlage.

  2. Viktor

    Obwohl zu Hause ein Boiler zur Warmwasserbereitung vorhanden ist, habe ich im Vertrag beim Planen des Gasanschlusses und der Kesselinstallation den Zweikreis-Typ angegeben. Ich habe Ihre Informationen zur Kenntnis genommen und verstanden, dass ich keine falsche Entscheidung getroffen habe. Obwohl viele “Spezialisten” einen Einkreis-Kessel empfohlen haben. Mir bleibt noch, ihn zu kaufen und eine passende Option innerhalb meines begrenzten Budgets zu finden. Und dann werden meine Familie und ich im Winter glücklich sein, sonst geht das Brennholz aus :)

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