Wie wählt man einen Wechselschalter aus: Aufbau und Zweck verschiedener Arten + Kennzeichnung
Zur Steuerung von Beleuchtungsgeräten auf einer Treppe oder in einem langen Flur ist ein herkömmliches Schema mit einem einzigen Ein-/Ausschalter nicht geeignet. Um das Licht in einer solchen Situation auszuschalten, müsste man zurück zu dem einzigen Schalter im Raum gehen. Das ist nicht sehr praktisch, oder?
Durch die Installation eines Durchgangsschalters, mit dem Sie die Lampen von zwei Stellen aus bedienen können, erhöhen Sie den Komfort in Ihrem Zuhause oder Büro erheblich. Wir erklären Ihnen, wie Sie das Gerät richtig auswählen und installieren. In unserem Artikel werden die gängigen Anschlussmöglichkeiten vorgestellt.
Inhalt des Artikels:
Geräteauswahl: Schalter vs. Wechselschalter
Bevor Sie in den Beleuchtungsfachmarkt gehen, um die notwendigen Materialien zu kaufen, sollten Sie sich zunächst mit der Terminologie und den verschiedenen elektrischen Schaltgeräten vertraut machen.
Für die meisten angehenden Elektriker sind Schalter und Wechselschalter ein und dasselbe. Sie ähneln sich jedoch nur äußerlich. In ihrer Funktionsweise unterscheiden sich diese Geräte grundlegend.

Ein gewöhnlicher 'SCHALTER' ist ein einfacher Schalter zum Öffnen/Schließen eines Stromkreises. Er hat einen Eingangs- und einen Ausgangsleiter. Darüber hinaus gibt es Zwei- und Drei-Tasten-Geräte mit mehr Kontakten. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um zwei oder drei in einem Gehäuse zusammengebaute Schalter.
Ein 'WECHSELSCHALTER' ist ein Schaltgerät, bei dem ein eingehender Stromkreis auf einen von mehreren ausgehenden Stromkreisen umgeschaltet wird. Ein solches Gerät wird oft auch als 'Umschalter' bezeichnet, da es eine Taste zum Umschalten der Kontakte von einer Position in eine andere hat.
Mindestens hat ein solches Eintastengerät drei Kontakte (einen Eingang und zwei Ausgänge). Bei zwei Tasten sind es bereits sechs Klemmen (zwei Eingänge und vier Ausgänge).
Unter dem Begriff 'DURCHGANGSCHALTER' versteht man mehrere Wechselschalter, die nach einem bestimmten Schema miteinander verbunden sind. Ein solcher Schalter dient zum Ein-/Ausschalten einer einzigen Lichtquelle von mehreren Stellen in einem Raum oder einem beleuchteten umzäunten Bereich.

Ein zweipoliger Schalter dient dazu, einen Stromkreis mit der Phase zu unterbrechen, über den die Glühlampe gespeist wird. Ein dreipoliger Umschalter hingegen wird verwendet, um neue separate Stromversorgungskreise zu schaffen.
Die erste Variante dient zum Unterbrechen der Stromzufuhr in einem Stromkreis, die zweite zum Umschalten zwischen Stromkreisen. Äußerlich sehen beide Geräte völlig gleich aus. Es handelt sich um ein Gehäuse mit einer oder mehreren Wippen. Dabei kann der Umschalter im Modus des Schalters verwendet werden, aber nicht umgekehrt.
Es ist unmöglich, aus einem zweipoligen Gerät ein dreipoliges zu machen. Es ist jedoch durchaus zulässig, die Nutzung eines der Stromkreise auszuschließen. Für die Organisation der Lichtsteuerung von mehreren Stellen aus müssen jedoch ausschließlich Umschaltgeräte mit drei oder mehr Kontakten gekauft werden.
Arten von Haushalts-Schaltgeräten
Umschalter gibt es als Taster, Wippschalter und Drehschalter. Die erste Variante wird normalerweise nur als Klingel an der Eingangstür verwendet. Sie eignet sich nicht zur Lichtsteuerung.
Der zweite Typ hingegen ist genau das Richtige zum Ein-/Ausschalten des Lichts in einem Wohnhaus. Die Drehvariante ist eher für Produktions- und Nebenräume gedacht. Solche Produkte haben ein nicht allzu ansprechendes Aussehen.
Nach der Anzahl der Wippen unterscheidet man Umschalter:
- Einwippige;
- Zweiwippige;
- Dreiwippige.
Sie unterteilen sich in gewöhnliche (Wechselschalter), kombinierte und Kreuzschalter (Zwischenschalter). Die ersten haben drei Kontakte. Bei den zweiten erhöht sich diese Dreiergruppe von Klemmen durch Multiplikation mit der Anzahl der Tasten. Und bei den dritten gibt es je zwei Eingänge und Ausgänge. Die letzteren sind für Schaltungen nicht mit zwei, sondern mehreren Einschaltpunkten vorgesehen.

Nach der Art der Zuleitung unterscheidet man Schalter für offene (Aufputzgeräte) und verdeckte (Unterputzgeräte) Verkabelung. Erstere werden mit Dübelschrauben an der Wand befestigt, letztere werden in Unterputzdosen mit Spreizfüßen fixiert.
Bei der Auswahl von Umschaltern für den Anschluss nach der Wechselschaltung muss die Anzahl der Wippen richtig gewählt werden (eine pro angeschlossener Gruppe). Wenn zwei Schaltstellen geplant sind, genügt ein Paar gewöhnlicher dreipoliger Geräte.
Wenn mehr Schaltstellen benötigt werden, muss für jede weitere Stelle ein zusätzlicher Kreuzschalter in das System eingefügt werden.
In den allermeisten Fällen hat die Wippe eines Haushaltsumschalters zwei Stellungen zum Schließen eines der Stromkreise. Es gibt jedoch auch Varianten mit einer Nullmittelstellung. In dieser Stellung sind beide Stromkreise unterbrochen.
Kennzeichnung auf dem Gehäuse des Wechselschalters
Auf dem Teil des Schalters, an dem sich die Kontakte befinden, befindet sich normalerweise eine spezielle Kennzeichnung mit den Angaben der Eigenschaften des Schaltgeräts. Mindestens sind dies die Nennspannung und der Nennstrom sowie der IP-Schutzgrad und die Bezeichnungen der Klemmen für die Leitungen.

Beim Einschalten des Lichts in Leuchtstofflampen entsteht ein starker Einschaltstromstoß im Stromkreis. Wenn LED- oder Glühlampen verwendet werden, fällt dieser Stoß nicht so groß aus.
Andernfalls muss der Schalter für solche hohen Lasten ausgelegt sein, sonst besteht die Gefahr des Anbrennens der Kontakte in seinen Klemmen. Deshalb ist es so wichtig, für Leuchtstofflampen spezielle Schalter zu wählen.
Für die Installation im Schlafzimmer oder im Flur ist ein Schalter mit IP03 völlig ausreichend. Für Badezimmer sollte die zweite Ziffer auf 4 oder 5 erhöht werden. Und wenn das Schaltgerät im Freien installiert wird, muss der Schutzgrad mindestens IP55 betragen.
Die Kontaktklemmen für die elektrischen Leitungen am Schalter können sein:
- Schraubklemmen mit oder ohne Anpressplatte;
- schraubenlose Federklemmen.
Erstere sind zuverlässiger, letztere vereinfachen die Elektroinstallation erheblich. Die optimalste Variante sind Schraubklemmen mit einer zusätzlichen Anpressplatte. Sie beschädigen beim Anziehen die Ader des Kabels nicht mit der Schraubenspitze.

Auch in der Kennzeichnung der Schalter sind die Bezeichnungen der Klemmen vorhanden:
- «N» – für den Neutralleiter.
- «L» – für den Außenleiter (Phase).
- «ERDE» – für den Schutzleiter (Erde).
Außerdem wird üblicherweise mit Hilfe von «I» und «O» die Position der Wippe in den Modi «EIN» und «AUS» angegeben. Auf dem Gehäuse können auch Herstellerlogos und Produktnamen vorhanden sein.
Lichtsteuerung von mehreren Stellen
Es gibt mehrere Schaltpläne für die Installation von Schaltern, um das Licht von verschiedenen Enden eines Flurs aus einzuschalten. Der einfachste davon sieht vor, dass sich die Schalterwippen an zwei voneinander entfernten Stellen im Raum befinden und eine einzige Stromversorgungsleitung für die Leuchten vorhanden ist.
Wenn mehr als zwei Lichtschaltstellen erforderlich sind, wird die Verkabelung etwas komplizierter. Aber auch hier ist nichts besonders Kompliziertes dabei.

Wenn mit einem Wechselschalter geplant ist, Spannung auf einen Kronleuchter mit zwei oder drei getrennten Lampensätzen zu geben, wird die Schaltung etwas komplizierter. Hier müssen Schalter mit mehreren Tasten montiert werden, und es gibt dort viel mehr Anschlussklemmen für die Drähte.
Schema #1: für das Einschalten des Lichts von zwei Stellen
Am einfachsten ist es, die Steuerung eines Beleuchtungskörpers von zwei verschiedenen Stellen im Raum zu organisieren. Dazu wird lediglich ein Paar Standardschalter und einige Meter Elektroleitungen benötigt.
Außerdem müssen die einfachsten Elektroinstallationsregeln beachtet werden, um Stromschläge zu vermeiden und den sicheren Betrieb des gesamten Systems in Zukunft zu gewährleisten.

Bei der Realisierung einer Wechselschaltung von mehreren Stellen werden die Ausgänge beider Schalter mit einem Aderpaar verbunden, wodurch zwei getrennte Versorgungsstromkreise entstehen. Dann wird an den Eingang eines Schaltgeräts der Phasenleiter und an den Eingang des zweiten eine Abzweigung zur Lampe angeschlossen.
Dadurch ist der gesamte Stromkreis des 'Wechselschalters' bei jeder Stellung beider Tasten entweder unterbrochen oder verbunden. Das Licht kann von zwei verschiedenen Punkten aus ein- und ausgeschaltet werden.
Eine solche Lösung ermöglicht es, das Beleuchtungsgerät mit Spannung zu versorgen, wenn nur eine beliebige Taste gedrückt wird. Die zweite Taste auf der anderen Seite des Raums schaltet dabei immer eine der vorhandenen Leitungen.
Schema #2: für zwei Leuchten
Die erste Schaltung ist am einfachsten und billigsten in der Umsetzung. Sie wird am häufigsten verwendet. Wenn es jedoch mehrere Leuchten im Raum gibt oder die Glühbirnen im Kronleuchter auf zwei Gruppen aufgeteilt sind, ist diese Variante des Wechselschalters nicht geeignet.

Was die Montagetechnik und die verwendeten Geräte betrifft, wiederholt diese Schaltung praktisch die erste Basisvariante. Nur müssen in diesem Fall mehr Drähte verlegt werden.
Und um ein wenig daran zu sparen, wird empfohlen, den Speiseleiter zum ersten Schalter in der Kette mit einer Brücke zu versehen. Ein Paar einzelner Adern vom Verteilerkasten zu ziehen, wäre zu teuer.
Wenn es drei Lampenkreise gibt, werden die Zweifach-Schalter durch Dreifach-Schalter ersetzt. Ansonsten bleibt der Anschlussplan gleich, nur die Anzahl der Leitungen erhöht sich.
Schema #3: für mehrere Schalter
Mit zwei Lichtschaltpunkten und einer oder mehreren Leuchtengruppen ist alles recht einfach. Dort sind eine Verkabelung und ein paar Schalter erforderlich. Wenn jedoch die Steuerung von mehreren Stellen aus organisiert werden muss, ist ein weiterer Typ von Schaltgeräten anzuschaffen.

Bei einem solchen Anschlussplan werden die äußeren Schalter als normale Wechselschalter wie im ersten Fall eingesetzt. Dazwischen wird dann ein Kreuzschalter mit vier Klemmen für den Elektroanschluss montiert.
Beim Drücken der Taste in einem solchen Schaltgerät werden die verbundenen Kontakte geöffnet und sofort über Kreuz in einen neuen Stromkreis geschlossen. Neben den eintastigen Kreuzschaltern gibt es auch Geräte mit mehreren Tasten. Sie sind für Schaltungen mit mehreren Lampengruppen vorgesehen.
In diesem Fall müssen jedoch wesentlich mehr Adern an die Klemmen angeschlossen werden. Und es ist äußerst wichtig, nichts zu verwechseln. Bei einer solchen Verdrahtung muss die korrekte Elektroinstallation besonders sorgfältig überwacht werden.

Elektriker empfehlen, die Schalter über eine Verteilerdose miteinander zu verbinden. Es ist jedoch viel einfacher, dies direkt mit einer zweiadrigen Leitung zu tun. Die Praxis zeigt, dass eine solche Verbindung sinnvoller ist und die elektrotechnischen Normen nicht verletzt. Der Kabelverbrauch wird dabei erheblich reduziert.
Praxisbewährte Anschlusspläne für den Kreuzschalter finden Sie im folgenden Artikel, mit dessen Inhalt wir uns vertraut zu machen empfehlen.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Die Feinheiten beim Anschluss von Schaltern, um die Beleuchtung von mehreren Stellen aus steuern zu können, sind nicht zahlreich. Aber sie sind vorhanden. Und sie bei der Installation aus Unkenntnis ihrer Art zu übersehen, ist nicht erlaubt. Damit Sie sich leichter in allen Feinheiten der oben beschriebenen Schaltungen zurechtfinden, empfehlen wir Ihnen, sich unbedingt die unten aufgeführten Videos anzusehen.
Alles über Wechselschalter – Funktionsprinzipien und Montage:
So schließen Sie einen Zweitastschalter an:
Schaltplan für Wechselschalter (Umschalter) über eine Verteilerdose:
Die Verwendung von Wechselschaltern vereinfacht die Lichtsteuerung in einem großen Raum erheblich und macht diesen Prozess komfortabler. Eine solche Anlage aus mehreren Schaltern und Kabeln selbst zu installieren, ist nicht schwer. Man muss nur den richtigen Satz der erforderlichen Schaltgeräte auswählen.
Wie haben Sie den Wechselschalter für die Installation in einem Landhaus, Büro oder einer Wohnung ausgewählt? Was war für Sie das entscheidende Argument bei der Wahl des Geräts? Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare in den untenstehenden Block, fügen Sie Fotos zum Thema des Artikels hinzu, teilen Sie nützliche Informationen und stellen Sie Fragen.

Ich muss auf der Treppe zwei separate Lichtquellen anschließen, damit ich sie sowohl vom ersten als auch vom zweiten Stock aus einschalten kann. Reicht ein Zweifach-Wechselschalter in dieser Situation aus oder muss ich zwei einfache Wechselschalter verwenden? Ich hätte gerne, dass alles kompakter und schöner aussieht; mit einfachen Schaltern würde ich einen großen Schalterblock erhalten, der ins Auge fällt.
Sie können sowohl Einfach- als auch Zweifach-Wechselschalter montieren; der Platzbedarf ist praktisch gleich. Es hängt alles von der Anzahl der Lampen ab: Wenn es mehrere sind, ist die Montage eines Zweifach-Wechselschalters durchaus gerechtfertigt.
Was den Anschluss betrifft. Sie werden auf jeden Fall eine Verteilerdose benötigen. Außerdem müssen Sie einen Wechselschalter und keinen gewöhnlichen Schalter verwenden, seien Sie daher beim Kauf aufmerksam. Am besten verwenden Sie ein dreiadriges Kabel VVGng-Ls, 3*1,5 mm ist ausreichend. Ich füge auch ein anschauliches Schaltbild bei, das nicht schwer umzusetzen ist, sowie Beispiele mit verschiedenen Schaltertypen und eine fertige Umsetzung.