Zweifach-Wechselschalter: Aufbau + Anschlussplan + Montagetipps
Ein Zweitasten-Wechselschalter (ZWS) hilft, Strom in Durchgangsräumen zu sparen. Dieses Gerät ermöglicht die gleichberechtigte Steuerung von Leuchten von mehreren Stellen aus und macht den Prozess komfortabler.
Bei der Installation des ZWS ist es wichtig, die Verkabelung entsprechend der Raumgeometrie richtig zu planen. Lassen Sie uns gemeinsam die Besonderheiten des Anschlusses von Zweitasten-Wechselschaltern durchgehen.
Inhalt des Artikels:
Zweck und Arten von Wechselschaltern
Das Wesen von Wechselschaltern (WS) besteht darin, Glühbirnen unabhängig voneinander von mehreren Stellen ein- und ausschalten zu können. Daher erfordert das Funktionsschema dieser Geräte mindestens zwei Schalter.
Je nach Funktionalität können Haushalts-Wechselschalter 1 bis 3 Tasten haben, von denen jede ein unabhängiger Schaltmechanismus ist.

Verschiedene Kippschalter des Schalters steuern unterschiedliche Stromkreise der Leuchten. Daher sind ZWS speziell für Kronleuchter oder Lampen mit zwei Stromkreisen vorgesehen.
Mit zunehmender Anzahl der Lichtsteuerungspunkte steigt die Anzahl der am Stromkreis beteiligten Drähte stark an. Daher werden in der Hausverkabelung überwiegend zwei oder drei Wechselschalter pro Leuchte verwendet.
Nach der Bedienoberfläche lassen sich WS unterteilen in:
- mechanische;
- sensorische;
- fernbedienbare.
Letztere werden aufgrund ihrer Unpraktikabilität selten verwendet, sind aber in Geschäften erhältlich. Sensor-Schalter sind gut, weil jede Berührung zu einem abwechselnden Ein- oder Ausschalten des Lichts führt. Mechanische Tasten sind für den Menschen vertrauter und ermöglichen ein taktiles Erfassen der Schalterstellung.

Die optische Gestaltung eines Wechselschalters kann sehr vielfältig sein. In Elektrofachgeschäften können Sie Wechselschalter in der gewünschten Farbe, Form und Design auswählen. Die äußeren Parameter des Geräts haben keinen Einfluss auf seine Funktionalität.
Bevorzugte Installationsorte
Wechselschalter werden an allen gut erreichbaren Stellen installiert. Es ist nicht erforderlich, beide Geräte ständig zur Lichtsteuerung zu nutzen. Einer der Schalter kann als Hauptschalter dienen, der zweite wird nur bei Bedarf verwendet.

Wechselschalter werden hauptsächlich an folgenden Orten installiert:
- An den gegenüberliegenden Enden eines langen Flurs. Wenn sich in der Mitte eine zusätzliche Tür befindet, kann auch dort in der Nähe ein Endschalter installiert werden.
- In großen Schlafzimmern. Ein Wechselschalter kann klassisch an der Wand neben der Tür angebracht werden, der andere am Bett.
- Auf Treppenabsätzen.
- Auf Gehwegen und Wegen von Häusern, Villen und Datschen. Es ist praktisch, abends das Haus zu verlassen, über den beleuchteten Weg zu gehen und das Licht am Eingangstor auszuschalten.
- In großen Sälen, die mehrere Eingangstüren auf gegenüberliegenden Seiten haben.
Ein Wechselschalter spart gleichzeitig Strom und gewährleistet die Sicherheit der Bewegung von Personen. Der einzige Nachteil dieses Geräts ist die erhöhte Komplexität und die Kosten der anfänglichen Installation.
Aufbau und Funktionsschema des ZWS
Einen Wechselschalter nennt man besser einen Umschalter, da er keine feste Stellung hat, in der die Spannung an die Leuchte angelegt wird. Die Beschriftung der Tasten hat keine Standardaufschriften wie „Ein“/„Aus“ oder Symbole in Form eines Strichs und eines Ovals. Meistens befinden sich auf dem Schalter nur zwei entgegengesetzte Pfeile, die auf die Doppelfunktion des Kippschalters hinweisen.

Im Gegensatz zu einem standardmäßigen Zwei-Tasten-Wechselschalter, der einen Eingang und zwei Ausgänge hat, ist der Doppelwechselschalter eine Symbiose aus zwei unabhängigen Ein-Tasten-Schaltungen, die in einem Gehäuse untergebracht sind. Der Doppelwechselschalter ermöglicht die getrennte Steuerung von zwei Beleuchtungskreisen. Jeder Stromkreis kann unabhängig von einem der 2-3 Geräte geschlossen werden.
Das Funktionsschema eines Wechselschalters mit zwei Installationsorten lässt sich am Beispiel eines Paares von Schaltern gut veranschaulichen. Von der Verteilerdose kommt ein Stromkabel zum Schalter, und es gehen zwei Kabel von ihm ab. Je nach Stellung der Taste liegt immer eine der Adern unter Spannung. Beide Kabel gehen zum zweiten Schalter, und von ihm führt nur ein Kabel zur Leuchte.
Somit führt das Umschalten einer beliebigen Taste dazu, dass ein Stromkreis geöffnet und ein anderer geschlossen wird. Dadurch geht das ausgeschaltete Licht an und das eingeschaltete Licht aus.

Das gezeigte Beispiel zeigt, dass von jedem Wechselschalter zur Verteilerdose drei Adern führen müssen, also insgesamt sechs Adern von jedem Doppelwechselschalter. Und zum zentralen Kreuzschalter bei einer dreizonigen Steuerung passen ganze acht Leiter. All dies muss bei der Planung der elektrischen Verkabelung im Haus berücksichtigt werden.
Variante #1 – Zweizonen-Platzierung
Die Installation des Wechselschalters sollte vor der Innenausstattung des Raumes erfolgen.
Denn der Montage- und Anschlussplan eines Zweifach-Wechselschalters setzt das Vorhandensein von gleich vier Schlitzen voraus:
- Einer von der Stromquelle zum Verteilerkasten.
- Zwei vom Verteilerkasten zum Wechselschalter.
- Einer vom Kasten zu den Beleuchtungsquellen.
Nach dem Schlitzen der Wände muss die Anzahl der benötigten Kabel und die Anzahl der Adern darin bestimmt werden.

Zwischen dem Verteilerkasten und dem ersten Wechselschalter müssen zwei dreiadrige oder drei zweiadrige Kabel verlegt werden. Zwei Adern werden verwendet, um Spannung zum Schalter zu führen, und die restlichen vier folgen durch den Verteilerkasten zur zweiten Schalteinrichtung.
Zum zweiten Wechselschalter werden in dem Schlitz drei zweiadrige Kabel verlegt. Zwei Adern davon führen zu den Beleuchtungskörpern, und die restlichen vier zum ersten Schalter.
Zu den Beleuchtungskörpern können eine oder zwei Adern mit dem Neutralleiter geführt werden. Die konkrete Anzahl der Adern hängt von der Leistungsaufnahme und der Bequemlichkeit der Parallelschaltung der Leuchten ab. Zum Verteilerkasten selbst führt eine normale zweiadrige Zuleitung.
Die Hauptaufgabe bei der Montage des Wechselschalters ist der korrekte Anschluss der Kabel im Verteilerkasten. Dieser muss groß genug sein, um mindestens 16 Adern aufzunehmen. Wenn die Arbeit langsam ausgeführt und alle Verbindungen mit einem Multimeter durchgeprüft werden, erhält man letztendlich einen funktionsfähigen Schaltplan.
Variante #2 – Dreizonen-Platzierung
Die unabhängige Dreizonensteuerung von zwei Beleuchtungskreisen unterscheidet sich von der oben betrachteten Zweizonensteuerung durch das Vorhandensein eines speziellen Kreuzschalters. Dieser wird ausschließlich in der Mitte des Schaltplans platziert, obwohl er dieselbe Funktionalität wie die beiden anderen Wechselschalter besitzt.

Der doppelte Kreuzschalter besitzt eine ungewöhnliche Konstruktion mit einem Durchgangskontakt. An diesem ist immer einer der vom ersten Schalter kommenden Leiter angeschlossen, unabhängig von der Stellung des Kippschalters. Er schließt in beiden Stellungen des Kreuzschalters, was die Funktion des gesamten Stromkreises gewährleistet.
Der mittlere Kreuzschalter ist nicht mit den äußeren Geräten austauschbar. In die betrachtete Schaltung kann eine unbegrenzte Anzahl solcher Zwischengeräte eingefügt werden, wodurch die Anzahl der Steuerzonen für das Ein- und Ausschalten des Lichts im Raum erhöht wird. Die Komplexität der Schaltung führt jedoch zu einer Zunahme der erforderlichen Leitungen und Schlitze in den Wänden, was die eigenständige Installation der Verkabelung nicht erleichtert.

Für die Installation eines zusätzlichen Wechselschalters muss von der Verteilerdose aus eine weitere Nut für die Kabelverlegung geschaffen werden. In dieser müssen ganze 8 Adern untergebracht werden: 4 vom ersten Schalter und 4 zum zweiten Schalter führende.
Wenn die Elektroinstallation von Fachleuten durchgeführt wird und die finanziellen Mittel vorhanden sind, alle Schalter zu installieren, dann ist die Verwendung eines Wechselschalters mit Dreizonensteuerung eine ausgezeichnete Option.
Montage der Verteilerdose
Bei der Installation eines Wechselschalters müssen alle Leitungen in der Verteilerdose konzentriert werden. Dies reduziert die Anzahl der Schlitze und vereinfacht die Wartung der Elektroinstallation bei Änderungen der Anzahl der Leuchten oder der Schaltanordnung.
Es ist empfehlenswert, die Verteilerdose zwischen den beiden Endschaltern auf der Höhe der in der Raummitte befindlichen Leuchte zu platzieren. Die endgültige Wahl des Montageortes erfolgt jedoch je nach der konkreten Raumkonfiguration und den Besonderheiten der Anordnung der Elemente des elektrischen Schaltplans.

Die schlechteste Methode zum Verbinden von Leitungen in der Verteilerdose ist eine normale Verdrehung mit Isolierband. Diese Methode kann zur Erwärmung der Isolierung und anschließendem Brand führen. Am besten verbindet man die Adern mit speziellen Klemmen, da diese eine einfache Montage und spätere Wartung ermöglichen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation des ZWS
Die eigenständige Installation eines Doppelwechselschalters erfordert nicht nur eine theoretische Vorbereitung, sondern auch die Kenntnis des Montageablaufs. Es ist wichtig, alle Prozesse in einem Durchgang zu erledigen, ohne aufgrund eines ausgelassenen Schrittes etwas nacharbeiten zu müssen. Im Folgenden wird eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Montage eines Doppelwechselschalters beschrieben.
Schritt 1: Planung. In diesem Schritt werden folgende Tätigkeiten durchgeführt:
- Die allgemeine elektrische Schaltung wird gezeichnet.
- Der Standort der Verteilerdose wird unter Berücksichtigung maximaler Einsparung bei der Kabellänge bestimmt.
- Die benötigte Länge der Elektrokabel und deren Typ werden berechnet.
- Der Standort der Schalter wird unter Berücksichtigung der Benutzerfreundlichkeit festgelegt.
- Es wird die Art der Montage gewählt: verdeckt oder auf Putz (in Kabelkanälen).
Die Anordnung des Doppelwechselschalters kann selbst auf einem Blatt Papier geplant werden. Es sollten keine Probleme auftreten, da detaillierte ähnliche Schaltpläne im Internet verfügbar sind.
Schritt 2: Kauf der Kabel, Schalter und Komponenten der Verteilerdose. Es ist besser, mehrdrähtige Leitungen zu kaufen, damit sie sich leichter in den Unterputzdosen biegen lassen.

Schritt 3: Montage der Verteilerdose. Von ihr aus muss das Kabel zu den anderen Geräten geführt werden. Die Verteilerdose wird in 15–30 cm Abstand von der Decke an einer sichtbaren Stelle angebracht. Sie darf erst nach vollständiger Montage des gesamten Systems an das Stromnetz angeschlossen werden.
Schritt Nr. 4: Installation der Unterputzdosen und Vorbereitung der Befestigung für die Leuchten.
Schritt 5: Messen der Kabellängen zwischen den Punkten des Stromkreises und Zuschneiden der benötigten Stücke. Dabei ist eine Zugabe von 10–15 cm für den Anschluss jedes Geräts zu berücksichtigen. Die Kabel werden in Wellrohr oder Kabelkanälen verlegt, damit sie bei Überschwemmungen oder Tapezieren keiner Feuchtigkeit ausgesetzt sind.

Schritt 6: Verbinden der Kabel, der Verteilerdose, der Schalter und der Leuchten zu einem System. Auf der Rückseite des Doppelwechselschalters sollte ein Anschlussschema abgebildet sein, das zu befolgen ist. Nach Abschluss muss mit einem Multimeter die Funktionsfähigkeit aller Systemelemente überprüft werden.
Die Metallteile der Leuchten müssen geerdet sein. Die Missachtung dieser Anforderung kann zu einem Stromschlag führen. Außerdem muss direkt zu den Leuchten der Nullleiter („N“) und nicht der Außenleiter („L“) geführt werden.
Schritt 7: Anschluss an das Stromnetz und Test.
Wenn die Systemprüfung erfolgreich war, kann die Wohnung vom Stromnetz getrennt werden und mit der Schönheitsreparatur begonnen werden: Schlitze verschließen, die Verteilerdose schließen.
Das Befolgen des beschriebenen Algorithmus hilft, Fehler bei der Montage zu vermeiden und sie schnell durchzuführen.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Die genannten Videos zeigen die Funktion von Wechselschaltern in realen Situationen und ermöglichen es, die Bedienungsfreundlichkeit zu beurteilen.
Das Video zeigt den Anschlussplan von Wechselschaltern von drei Stellen aus:
Anschlussplan eines Zweifach-Wechselschalters:
Interaktiver Schaltplan eines Zweizonen-Zweifach-Wechselschalters:
Der selbstständige Anschluss von Zweifach-Wechselschaltern im Haus ist nicht schwierig. Dabei ist es wichtig, den Anschlussplan genau einzuhalten und dem beschriebenen Ablauf zu folgen. Das Ergebnis erfolgreicher Arbeit sind eingesparte Stromkosten und der Komfort der Bewohner bei der Lichtsteuerung.
Haben Sie eigene Erfahrungen mit der Montage von Zweifach-Wechselschaltern? Bitte geben Sie nützliche Ratschläge für Heimwerker-Anfänger. Teilen Sie die feinen Details der Montage, die nur Ihnen bekannt sind. Hinterlassen Sie Ihre Kommentare im Block unter dem Artikel.
