Warum die Gastherme mit einem Knall zündet: Ursachensuche und Tipps zur Reparatur
Nutzen Sie einen Gasdurchlauferhitzer als Warmwasserbereiter, der aber ganz unerwartet beim Einschalten ein seltsames Knallgeräusch von sich gibt? Leider ist keine Ausrüstung ewig und Ausfälle treten im ungünstigsten Moment auf. Aber eine Reihe einfacher Störungen können Sie selbst beheben. Sie möchten versuchen, den Durchlauferhitzer selbst zu reparieren, ohne auf die Ankunft eines Technikers zu warten, nicht wahr? Wissen aber nicht, warum der Gasdurchlauferhitzer mit einem Knall zündet und wo die Ursache zu suchen ist?
Wir helfen Ihnen, dies zu verstehen – in diesem Artikel werden die wahrscheinlichsten Ursachen für Knallgeräusche bei älteren und neueren Modellen von Gasdurchlauferhitzern behandelt. Das Material wird durch anschauliche Fotos und Videoempfehlungen zur Diagnose und Behebung von Störungen ergänzt.
Inhalt des Artikels:
Warum treten Knallgeräusche am häufigsten auf?
Ein Knall beim Einschalten tritt am häufigsten bei älteren Durchlauferhitzern auf, bei denen ständig eine Zündflamme brennt. Bei neueren Modellen mit automatischer Gaszündung kommt die Störung vor, aber nicht so häufig.
Also, ein Knall ist zu hören aufgrund der späten Zündung des Gases im Brenner, das sich in großen Mengen ansammeln kann. Wenn das Gas schließlich durch die Flamme des Dochts oder den Funken der Zündvorrichtung entzündet wird, hört der Benutzer einen lauten Knall. Diese Situation ist jedoch äußerst gefährlich, wenn sie ignoriert wird – mit der Zeit beginnt das Gas-Luft-Gemisch, bevor es sich entzündet, einen Teil des Schornsteins zu füllen, was eine heftige Explosion zur Folge haben kann.
Ein funktionierender Durchlauferhitzer jeder Bauart sollte ohne Flammenausbrüche und Knallgeräusche, sanft und schnell zünden.

Betrachten wir die häufigsten Ursachen für dieses Problem bei Durchlauferhitzern aller Typen:
- Fehlfunktion des Zündverzögerers;
- unzureichende Zufuhr von Frischluft in den Raum;
- unzureichender Zug oder dessen Fehlen (im Schornstein).
Bei Gasthermen mit Docht ist der häufigste Defekt, dass die Flamme im Zünddochtelement eine falsche Position hat.
Bei Modellen mit automatischer Zündung kann die Ursache sein:
- falsche Position der Zündkerze;
- Defekt des Mikroschalters;
- entladene Stromversorgung im Steuergerät.
Betrachten wir die Hauptursachen des Knalls und die Besonderheiten der Problemidentifikation genauer.
Ursache #1 – schwacher Zug
Durch den Schornstein erfolgt der Abzug der Verbrennungsprodukte. Dies geschieht schnell, aber wenn der Dampf oder das Kohlendioxid nicht rechtzeitig abkühlen, können sie wieder in die Säule sinken und eine Verunreinigung des Luft-Gas-Gemischs verursachen. Wir empfehlen außerdem, sich mit den Ursachen und Methoden zur Beseitigung der Rückströmung im Schornstein vertraut zu machen.

Zur Überprüfung des Zugs befindet sich im oberen Teil bestimmter Gasthermen und Kessel eine spezielle Öffnung – die Kontrollöffnung. Sie befindet sich im Gehäuse. Die Prüfung kann einfach durchgeführt werden: Halten Sie Ihre Hand an diese Öffnung, der Zug sollte spürbar sein. Sie können auch ein Streichholz verwenden. Ausreichender Zug wird durch die Abweichung der Flammenzunge von der Vertikalen festgestellt.
Ein ähnlicher Vorgang kann mit Hilfe der Luke durchgeführt werden, mit der die Schornsteine von Gaskesseln ausgestattet sind. Bei Bedarf kann durch dieselbe Luke eine Reinigung und Entfernung von Schmutz vorgenommen werden.
Auf Schmutz kann der Kanal mit einem gewöhnlichen Spiegel überprüft werden. Dieser wird durch die Luke in den Kanal eingeführt. Wenn ein Durchblick sichtbar ist, ist der Kanal sauber. Wenn jedoch kein Zug vorhanden ist, ist in diesem Fall die Hilfe von Fachleuten erforderlich, die den angesammelten Ruß entfernen, der zur Verengung des Rohrdurchmessers geführt hat.
Auch eine unzureichende Belüftung, wenn keine Luft in den Raum strömt, kann die Ursache für einen unzureichenden oder fehlenden Zug sein. Die Sicherheitsvorschriften besagen, dass ein Gaswassererhitzer nur verwendet werden darf, wenn der Raum belüftet ist (gekipptes Fenster, Fenster in Lüftungsstellung). In einer solchen Situation hilft auch der Einbau eines Zuluftventils in die Wand oder die Montage eines Ventils an den Kunststofffenstern.
Ursache #2 – leere Batterien
Wenn die Batterien in einer Gastherme mit automatischem Zündsystem leer sind, entsteht beim Einschalten des Wassers ein Knall. Der Mangel an Strom zur sofortigen Funkenbildung verursacht ein anhaltendes Knistern. In diesem Moment sammelt sich der Brennstoff im Arbeitsbereich, und wenn der Funke entsteht – ein Knall, und zwar ein lauter.

Einer der Hauptfaktoren zur Bestimmung dieses Problems ist das Vorhandensein eines charakteristischen Knisterns, das darauf hindeutet, dass die Zündung nicht erfolgt ist. Das Problem kann durch einen einfachen Austausch der Batterien behoben werden.
Ursache #3 – Verschmutzung der Düse
Halbautomatische Modelle, die mit einem Piezozünder, ausgestattet sind, haben ein System zur Flammenbildung über den Docht.
Wenn die Düse verstopft oder nicht richtig funktioniert, wird die Brennintensität des Dochtes minimal – unzureichend für eine rechtzeitige Zündung. Um dieses Problem zu beheben, muss die Düse einfach gereinigt werden.

Die Reinigung der Düse ist ein einfacher Vorgang. Nach dem Abnehmen der Verkleidung werden die Öffnungen einfach mit einem dünnen und weichen Draht gereinigt. Außerdem muss die Position dieses Elements überprüft werden. Bei Bedarf sollte es etwas näher an den Brenner herangerückt werden.
Ursache #4 – Verstopfung der Brenneröffnungen
Bei Verstopfung der Öffnungen des Hauptbrenners kommt es nicht nur beim Einschalten zu einem Knall, sondern auch während des Betriebs sind erhebliche Geräusche zu hören. Um diese Störung zu beheben, muss ein Teil des Durchlauferhitzers zerlegt werden. Der Brenner wird mit einer weichen Bürste gereinigt (Verstopfungen sind sichtbar). Die Düsen müssen nicht aus dem Rahmen geschraubt werden, aber es wird empfohlen, auch ihre Öffnungen zu reinigen.

Ursache #5 – schlechte Gasqualität
Nicht selten wird der Knall durch Gas verursacht, das eine erhebliche Menge an zusätzlichen Verunreinigungen enthält. Aufgrund dieser Verunreinigungen entzündet es sich lautstark – dieses Geräusch ähnelt einem Knall.
Um sicherzustellen, dass die Ursache tatsächlich in der Gasqualität liegt, müssen Sie einfach die Nachbarn fragen, ob sie das gleiche Problem haben. Bei schlechter Brennstoffqualität tritt diese Situation bei allen Bewohnern des Hauses auf.
Ursache #6 – Verformung des Gehäuses
Temperatureinwirkung (Erwärmung und Abkühlung) kann zu einer Verformung der Verkleidung führen. Dieses Problem tritt häufig auf. Wenn sich die Verformung nach innen richtet, kann die Zündkerze auf das Gehäuse überschlagen.
Bei Feststellung einer Verformung muss der konkave Teil etwas zurückgebogen werden.

Besonderheiten bei der Reparatur älterer Modelle
Zunächst muss ermittelt werden, warum die Gastherme beim Einschalten des Wassers knallt und Geräusche macht. Wenn alle oben genannten Mängel bereits behoben sind, das Knallen aber dennoch bestehen bleibt, dann ist der Funktionszustand des Geräts zu überprüfen.
Beginnen wir mit der Betrachtung einfacher Geräte mit Dochten, die zum Zünden des Brennstoffgemischs verwendet werden.
Bei solchen Modellen tritt ein lautes Knallgeräusch häufig dann auf, wenn die berechneten Parameter nicht den Flammenbildern entsprechen. Eine rechtzeitige Zündung des Brenners findet nicht statt, wenn die Flammengröße zu klein oder zu groß ist. Als Ursache für dieses Problem gilt eine mechanische Verstopfung der Düsenöffnungen. Durch diese Öffnungen erfolgt die dosierte Gaszufuhr.

Um die Störung zu beheben, müssen folgende Schritte durchgeführt werden:
- Das Hauptgehäuse wird demontiert, um einen vollständigen Zugang zu allen inneren Bauteilen der Gastherme zu erhalten.
- Der Block, in den Gas und Luft zugeführt werden (eine solche Bauweise wird von vielen Herstellern verwendet), muss vom Rohrsystem getrennt werden.
- Als nächstes erfolgt die Reinigung der Düse. Meistens wird ein Draht aus weichem Metall verwendet. Das kann Kupfer oder Aluminium sein. Der Vorgang wird vorsichtig durchgeführt, sodass die kalibrierte Öffnung nicht beschädigt wird.
- Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, wobei besonderes Augenmerk auf die Unversehrtheit der Gewindeverbindungen und Dichtungen gelegt wird.
Die Düsen im Hauptbrenner können verstopfen. Bei einer solchen Verstopfung erfolgt die Zündung ebenfalls mit einem Knall. Beim Zerlegen des Geräts ist zu beachten, dass einige Bauteile und Elemente, wie zum Beispiel Dichtungen, Ventile, das Thermoelement, eine geringe Festigkeit aufweisen, weshalb sie äußerst vorsichtig behandelt werden müssen.
Fehlerbehebung bei neuen Geräten
Auch bei neuen Geräten können verschiedene Probleme auftreten. Meistens zeigen sie sich in der Funktion des Durchflusssensors, der Zündkerze oder des Stromversorgungssystems. Lassen Sie uns die genannten Probleme genauer betrachten.
Defekt des Mikroschalters des Durchlauferhitzers
Häufig ist eine unzureichende Entladung der Batterien die Ursache für einen lauten Knall beim Zünden, was das Fehlen einer sofortigen Zündung des Gas-Luft-Gemischs zur Folge hat.
Das Netzteil ist über spezielle Mikroschalter mit dem Steuergerät verbunden, die für die Erzeugung des Signals zur Aktivierung der Zündung beim Öffnen des Warmwasserhahns verantwortlich sind. Wenn das Signal nicht rechtzeitig eintrifft, ist dies die Ursache des Problems. Ein solcher Defekt tritt meist aufgrund oxidierter Kontakte auf. Ein Mikroschalter kann nicht repariert werden, er muss ersetzt werden.

Störung des Durchflusssensors
Das Problem des Knallgeräusches liegt oft im Durchflusssensor. Er befindet sich im Eingangskreis. An die Steuerung des Steuergeräts wird ein Signal über das Vorhandensein von Flüssigkeit in der Leitung gesendet. Diese Daten aktivieren sofort das Zündsystem. Die intensive Nutzung dieses Bauteils birgt ein erhöhtes Ausfallrisiko. Beispielsweise können die Kontaktgruppen oxidieren.
Derartige Sensoren werden meist in einer nicht zerlegbaren Ausführung hergestellt, daher können sie im Problemfall nicht repariert werden, sondern müssen ausgetauscht werden.
Verschobene Zündkerze
Das Problem kann in der Funktion der Zündkerze liegen. Sie erzeugt nach Spannungszufuhr einen elektrischen Funken. Moderne Zündkerzen werden so hergestellt, dass sie eine lange Lebensdauer haben. Ausfälle des Bauteils sind selten, kommen aber dennoch vor.
Am häufigsten tritt eine Verschiebung der Zündeinrichtung relativ zur Nennposition auf. Dies kann durch häufiges Erhitzen und Abkühlen geschehen. Solche Prozesse führen zu Größenänderungen einzelner Konstruktionselemente. Nach der Korrektur der Position der Zündkerze werden die Funkenparameter wieder normal und Fremdgeräusche verschwinden vollständig.
Fehlfunktion des Zündverzögerers
Eine seltene Störung ist die Fehlfunktion des Zündverzögerers. Beim Zerlegen der Kolonne muss der Wasserregler abgenommen werden. Auf dessen Deckel befindet sich die Öffnung des Überströmkanals, in dieser Öffnung ist die Kugel angeordnet. Die Stellschraube bestimmt die Position der Kugel.
Wenn Sie beim Schütteln des Deckels das Geräusch einer sich bewegenden Kugel hören, sollten Sie keine weiteren Manipulationen an diesem Teil vornehmen. Wenn kein Klopfen zu hören ist, kann die Kugel mit einem dünnen Kupfer- oder Aluminiumdraht durch die Öffnung des Überströmkanals, die sich im Reglerdeckel befindet, bewegt werden.

Im äußersten Fall muss das Bauteil zerlegt werden. Es sei gleich darauf hingewiesen, dass die äußere Schraube keinerlei Einfluss auf die Position der Kugel hat. Die innere Schraube muss sehr vorsichtig herausgedreht werden. Zuvor sollte man sich ihre ursprüngliche Position merken und genau die Anzahl der Umdrehungen bestimmen, mit denen sie eingeschraubt ist. Dadurch kann bei der späteren Montage die erforderliche Position des Bauteils (der Kugel) beibehalten werden.
Nach Abschluss der Reparaturarbeiten müssen Sie alle Verbindungen überprüfen, um sowohl Wasser- als auch Gaslecks vollständig auszuschließen. Sie müssen alle Verbindungen mit einem Dichtmittel behandeln, um Dichtheit zu gewährleisten. Danach können Sie die Abdeckung wieder anbringen und den Durchlauferhitzer wie gewohnt nutzen.
Was tun, wenn das Gerät immer noch Geräusche macht?
Falls die Gasheizung nach den durchgeführten Manipulationen beim Einschalten des Wassers immer noch mit einem Knall zündet, sollten Sie die weitere eigenständige Untersuchung besser einstellen. In solchen Situationen müssen Sie sich an qualifizierte Fachkräfte wenden.
Sie führen eine fachgerechte Diagnose des Geräts durch, können genau feststellen, was die Ursache des Knalls ist, und werden Ihnen auf der Grundlage der gewonnenen Daten Lösungsmöglichkeiten anbieten.

Fazit und nützliche Videos zum Thema
Die Suche nach den Ursachen, warum der Gas-Warmwasserbereiter mit einem Knall zündet, und Methoden zu deren Beseitigung im folgenden Video:
Es gibt sehr viele Ursachen für ungewöhnliche Geräusche beim Einschalten des Durchlauferhitzers. Die meisten können Sie selbst diagnostizieren und versuchen, die Störung eigenständig zu beheben. Falls Sie die Ursache des Defekts jedoch nicht ermitteln konnten, ist die einzige Lösung in diesem Fall die Kontaktaufnahme mit Fachleuten für die Reparatur von Gasgeräten.
Möchten Sie anderen Nutzern von Ihren Erfahrungen bei der Suche nach der Ursache des Knalls Ihres Gas-Durchlauferhitzers berichten? Oder haben Sie noch Fragen, die wir in diesem Material nicht behandelt haben? Stellen Sie sie im Kommentarbereich – unsere Experten werden versuchen, Ihnen zu helfen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen, beteiligen Sie sich an den Diskussionen – das Kontaktformular befindet sich unten.
