Wellrohr für Elektroleitungen: So wählen und installieren Sie einen Wellschlauch für Kabel
Möchten Sie elektrische Leitungen schützen, indem Sie bei der Installation einen Wellschlauch überziehen? Der Schutz des Kabels vor äußeren Beschädigungen muss gewährleistet werden, nicht wahr? Aber Sie wissen nicht, wie ein flexibles Wellrohr für die Elektroinstallation korrekt montiert wird?
Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen Wellschlauch installieren. Bei uns erfahren Sie, welche Arten von flexiblen Kanälen für diese Zwecke verwendet werden. Im Artikel werden deren Vor- und Nachteile erläutert und die Feinheiten der Montage der verschiedenen Varianten von Elektroinstallationsrohren aus unterschiedlichen Materialien beleuchtet.
Der Artikel ist mit thematischen Fotos versehen, enthält Tipps zur Auswahl des Wellschlauchs und Videoempfehlungen zur Verlegung der Leitungen in Eigenregie. Die anschaulichen Illustrationen vereinfachen Montage- und Demontagearbeiten erheblich.
Inhalt des Artikels:
Wofür wird ein Wellschlauch überhaupt benötigt?
Die Installation der Elektroverkabelung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die keine Fehler verzeiht. Von ihrer Qualität hängt unmittelbar die Sicherheit des Aufenthalts in elektrifizierten Räumen ab.
Die Annehmlichkeiten der Zivilisation in Form von leuchtenden Glühbirnen und zahlreichen Haushaltsgeräten können per Definition nicht ohne Anschluss an das Stromnetz funktionieren. Und jedes stromführende Elektrokabel ist eine Quelle von gefährlichem Strom, der für den Menschen gefährlich ist.

Der erste Schutz vor Stromschlag ist die Isolierumhüllung des Kabels selbst. Unabhängig vom verwendeten Material schützt sie den Menschen zuverlässig vor dem durch die Adern fließenden Strom.
Die Isolierung ist jedoch nicht langlebig. Die Aluminium- oder Kupferleiter können 15–25 Jahre halten, während die äußere Ummantelung häufig bereits 3–4 Jahre nach Inbetriebnahme beschädigt wird.
Die Lebensdauer der Kabelisolierung wird stark verringert durch:
- erhöhte Feuchtigkeit (im Außen- oder Innenbereich);
- Überhitzung bei erhöhter Belastung;
- UV-Strahlung und andere Faktoren.
Die Folge sind Durchschlag, Kurzschluss, Brand und Stromschlag für Personen. Um die Risiken zu minimieren, verlegen Elektriker die Kabel in starre Kabelkanäle oder flexible Wellrohre. Diese dienen einerseits als zusätzliche Barriere zwischen Strom und Mensch, andererseits schützen sie das Kabel.

Ein in ein Wellrohr verlegtes Kabel wird geschützt vor:
- Quetschungen und anderen mechanischen Beschädigungen;
- UV-Strahlung und Niederschlag (bei Verlegung im Freien);
- Feuchtigkeitseinwirkung.
Und schließlich der Brandschutz. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig, wenn die Verkabelung in einem Holzhaus verlegt wird. Alle Wellrohre für elektrische Kabel bestehen aus nicht brennbaren oder selbstverlöschenden Materialien.
Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass offene Flammen auf das Kabel im Wellrohr einwirken, und verhindert außerdem die Ausbreitung von Feuer bei Kurzschlüssen und Bränden der Kunststoffkabelummantelung.
Arten von Wellrohren für elektrische Kabel
Wellrohre für die Elektroinstallation werden bei der offenen Verlegung verwendet, bei der Verlegung von Leitungen im Freien oder in einem Kanal, der in einer Holzwand geformt wurde. Wellrohre werden aus verschiedenen Kunststoffen und Metallen hergestellt. Es gibt auch Verbundvarianten aus Eisen, das mit einer PVC-Schicht ummantelt ist.
Für den Außenbereich empfiehlt es sich, einen bestimmten Schlauch zu wählen, für die Verlegung im Estrich oder Erdreich einen anderen und für die Montage hinter der Innenverkleidung einen dritten.

Alle Wellrohre werden nach Festigkeit, Wandstärke und Aufbau unterteilt in:
- leichte (Belastbarkeit bis 320 N/5 cm2) – dünnwandig, flexibel und nicht robust, geeignet für die Verlegung unter Verkleidungen an Decken und Wänden;
- mittlere (ausgelegt für Belastungen bis 750 N/5 cm2) – empfohlen für die Montage in Wandschlitzen;
- schwere (Belastbarkeit bis 1250 N/5 cm2) – dickwandig und starr, verwendet bei der Verlegung von Kabeln im Estrich auf dem Boden;
- schwerste, armierte (ausgelegt für 4000 N/5 cm2 und mehr) – Schläuche aus spiralförmig gewickeltem Stahldraht und einer Kunststoffhülle, benötigt für die Verlegung von Kabeln unter der Erde und im Freien durch Aufhängung.
Je dünner die Wandung eines Wellrohrs ist, desto weicher und flexibler ist es. Mit zunehmender Flexibilität nimmt jedoch die Widerstandsfähigkeit des Wellrohrschlauches gegen mechanische Beschädigungen ab. Ein zu dickwandiges Rohr lässt sich nur schwer im rechten Winkel biegen und kann leicht brechen.
Dafür bieten solche schweren Wellrohrschläuche einen zuverlässigeren Schutz gegen Feuchtigkeit und Staub. Dies ist besonders wichtig bei der Verlegung von Kabeln im Erdreich.
Typ #1 — Metallwellschlauch
Metall ist in puncto Festigkeit im Vergleich zu Kunststoffen eindeutig die bessere Wahl. Es schützt das Kabel hervorragend vor chemischen Einflüssen, Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Stößen und Druck. Zudem hält ein Metallschlauch im Brandfall viel länger als ein Kunststoffschlauch.

Metallwellschläuche für die Kabelverlegung werden in mehrere Typen unterteilt:
- RZ-Z, RZ-ZCh, RZ-ZA – aus verzinktem Stahl.
- RZ-SL und RZ-SL-Ch – aus verzinnter Stahlband (Weißblech mit Zinnbeschichtung).
- RZ-ZP – mit PVC-Isolierung.
Der Buchstabe «Ch» in den ersten beiden Varianten kennzeichnet das Vorhandensein einer Baumwoll-Dichtung, und «A» einer Asbestzement-Dichtung. «P» im letzten Typ der Wellschläuche weist auf eine Außenschicht aus PVC hin.
Auch gibt es Metallschläuche für Leitungen mit Flanschen an den Enden und mit Enden zum Anschweißen. Zusätzlich gibt es Varianten von RVD in explosionsgeschützter Ausführung und für hohen Druck.
Allerdings sind solche Wellrohre eher für industrielle Bedingungen gedacht. Für die Installation von Elektroleitungen im Haus werden sie aufgrund des hohen Preises und der grundsätzlichen Unnötigkeit nicht verwendet.
Gewöhnliche Metallschläuche werden aus Stahlband durch spiralförmiges Aufwickeln hergestellt. Der daraus resultierende Wellschlauch ist nicht dicht. Bei starkem Druck gehen die Bandstöße sofort auseinander, der Schlauch zerfällt einfach in Teile.

Wenn ein Metallschlauch dicht sein muss, sollte man ein Produkt mit zusätzlicher Isolierung aus Polyvinylchlorid nehmen. In diesem Fall lässt die oberste Schicht des selbstverlöschenden Kunststoffs definitiv keine Feuchtigkeit und keinen Staub an die Stahlbasis heran.
Nur solche Wellschläuche werden für den Einsatz in Badezimmern und Nebengebäuden empfohlen, wo ständige Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen normal sind.
Typ #2 — Polyvinylchlorid (PVC)
Graue PVC-Wellschläuche für die Elektroinstallation zeichnen sich durch niedrigen Preis und Selbstverlöschung aus. Im Brandfall brennen sie nicht nur nicht, sondern verlöschen durch die Zusätze im Kunststoff von selbst.
Der Hauptnachteil aller Polyvinylchlorid-Produkte ist die schlechte UV-Beständigkeit. Unter Sonneneinstrahlung beginnt dieses Material buchstäblich zu „verderben“, was die tatsächliche Lebensdauer drastisch verkürzt.

Ein weiterer Nachteil von PVC-Wellrohren ist ihre Unbeständigkeit gegenüber niedrigen und zu hohen Temperaturen sowie übermäßiger Feuchtigkeit. Beim Einfrieren wird dieser Kunststoff spröde. Bei Frost bricht er bereits bei leichten Schlägen.
Bei starker Hitze (und insbesondere in der Sonne) beginnt der PVC-Wellschlauch leicht zu erweichen und zu 'fließen'. Dies führt nicht sofort zu seiner Zerstörung oder Beschädigung, aber unter solchen Betriebsbedingungen sinkt seine Lebensdauer drastisch.
Ähnlich verhält es sich mit Wasser. Bei ständiger Feuchtigkeitseinwirkung beginnen die Wände solcher Wellrohre allmählich zu zerfallen. PVC-Rohre für die Wasserversorgung sind von vornherein für solche Belastungen ausgelegt, während Wellschläuche andere Eigenschaften haben.
Wenn die Verkabelung im Badezimmer oder im Freien unter direkter Sonneneinstrahlung verlegt werden muss, suchen Sie besser nach einer anderen Option für den Kabelkanal.
Wellrohre aus PVC eignen sich ideal für die Installation von Kabeln in trockenen, beheizten Räumen. Sie sind preiswert und flexibel, die Verlegung sollte keine Schwierigkeiten bereiten. Aber ihr graues Aussehen ist offen gesagt nicht präsentabel und ästhetisch ansprechend.
Solche Wellrohre sollten am besten mit einer Verkleidung (Wandpaneelen, Gips mit Tapete oder Verkleidungsbrettern) abgedeckt werden.
Typ #3 — Polyethylen und Polypropylen
Wellrohre aus Polyethylen (PE-HD oder PE-LD) und Polypropylen (PP-R) sind in Bezug auf Kosten und Eigenschaften ungefähr gleich. Sie sind beständig gegen starke Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und UV-Strahlen. Solche Wellschläuche sind universell einsetzbar.
Sie können sowohl im Haus als auch bei der Außenmontage verwendet werden. Zum Beispiel bei der Installation einer Anschlussleitung für ein Heizkabel, den Verteilerkasten am Hauseingang, Außenbeleuchtungszweige, die Aktivierung des Bewässerungssystems usw.

Beide Varianten dieser elektrotechnischen Wellrohrschläuche fühlen sich bei Lufttemperaturen im Bereich von -40…+45 Grad Celsius wohl. Dabei ist HDPE für seine Beständigkeit gegen Öle, Säuren und Lösungsmittel bekannt.
Wellrohrprodukte aus diesem Material werden für den Einsatz in Garagen, Nebenräumen und im Freien empfohlen – also überall dort, wo aggressive technische Flüssigkeiten auf die Kabel gelangen können.
Feinheiten bei Auswahl und Montage von Wellkanälen
Kunststoff-Wellrohre für Kabel werden in verschiedenen Farben hergestellt. Graue sind in der Regel aus PVC, schwarze aus Polyethylen und blaue aus Polypropylen gefertigt. Es gibt jedoch keine strengen Regeln bezüglich der Farbe.
Jeder Hersteller gibt bei der Herstellung von Wellrohren nach eigenem Ermessen Farbstoff in das Polymer. Es gibt jedoch einen internationalen Standard für die Farbgebung solcher Produkte und der darin befindlichen Kabel, der die Farbwahl entsprechend dem Verwendungszweck der Kabeltrasse vorsieht.
Weiße Kabel und Wellrohre werden für Computernetzwerke empfohlen, graue und schwarze für allgemeine Zwecke, grüne für Telefonleitungen und rote ausschließlich für die externe Verlegung im Freien.
Die Befolgung dieser Empfehlungen erleichtert Elektrikern die Arbeit erheblich, wenn sie in einer unbekannten Umgebung Reparaturen durchführen. So ist die Richtung jeder Leitung sofort erkennbar.
Die folgende Galerie mit Schritt-für-Schritt-Fotos veranschaulicht das Vorgehen beim Verlegen eines Kabels in einem Wellrohr.
Nach dem Durchziehen des Kabels im Wellkanal beginnen Sie mit der Befestigung der Leitungen an den Baukonstruktionen:
Für die Verlegung mit einem Kabel mit einem Querschnitt von 3×2,5 mm² kaufen Sie in der Regel ein Wellrohr mit einem Durchmesser von 16 mm und Montageclips in entsprechender Größe.

Die Montage der Wellschläuche und der darin befindlichen Elektroinstallation erfolgt in fünf Schritten:
- Der Wellschlauch und die Kabel werden auf die erforderliche Länge zugeschnitten.
- Mit Hilfe eines Kabelstrumpfs, eines eingebauten Zugelements oder einfach eines in das Rohr eingeführten Drahtes wird das Kabel in den Wellschlauch eingezogen.
- Die Schläuche mit dem Kabel im Inneren werden im Schlitz, auf dem Boden oder an der Wand fixiert.
- Die verlegten und befestigten Wellschläuche werden an die Einführungsöffnungen an den Gehäusen von Dosen, Verteilerkästen und Unterputzdosen angeschlossen oder einfach in diese eingeführt, und die Drähte werden nach außen geführt.
- Danach folgt die übliche Elektroinstallation der an das Stromnetz anzuschließenden Geräte.
Um sich die Installation der Elektroverkabelung zu erleichtern, sollte man Wellrohr mit einer speziellen Zugfeder (Einziehhilfe) im Inneren kaufen. Es handelt sich um einen normalen Draht, der im Werk bereits durch das Wellrohr gezogen wurde.
Nur beim Schneiden des Wellrohrs muss man vorsichtig sein, damit dieser Zugeinlauf nicht nach innen rutscht. Das Kabel wird daran mit gewöhnlichem Isolierband befestigt, um es in den Schlauch einzuziehen.

Das Metallwellrohr muss unbedingt geerdet werden. Und dies sollte auf beiden Seiten des Schlauches erfolgen. Der Innendurchmesser des Wellrohrs wird durch Verdoppelung des gesamten Querschnitts aller darin verlegten Kabel gewählt. Dies ist sowohl zur Vereinfachung der Montage als auch zur Vermeidung von Überhitzung der Leitungen im Inneren erforderlich.
Das Wellrohr muss bündig in das Gehäuse der Steckdose, des Schalters oder des Verteilerschranks eingeführt werden. Irgendwelche „Herausschauen“ des Kabels oder Lücken zwischen dem Rohrende und dem Gehäuse des Installations- oder Verteilergeräts sind nicht zulässig.
Über den Schutz der Verkabelung durch ein Wellrohr kann man in einem solchen Fall vergessen. Eine solche falsche Montage kostet nur Zeit und Geld, der Nutzen ist gleich null.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Damit Sie alle Nuancen der verschiedenen Arten von Wellrohren für Schwachstrom- und Elektrokabel verstehen können, haben wir für Sie eine Auswahl an Videomaterialien zu diesem Thema zusammengestellt.
Nachdem Sie die unten aufgeführten Übersichten und Montagebeschreibungen angesehen haben, werden Sie sicherlich keine Fragen mehr zur Notwendigkeit, zu den Arten und Besonderheiten der Elektroinstallationsarbeiten mit Wellrohren haben.
Video #1. Wichtigkeit der Installation einer zusätzlichen Isolierung der Elektroleitungen in Form eines speziellen Wellrohrs:
Video #2. Detailliertes Einziehen des Kabels durch das Wellrohr:
Video #3. Übersicht über verschiedene Arten von Elektroinstallations-Wellrohren:
Kabelkanäle in Form von Wellrohren sind extrem einfach zu montieren. Sie sind preiswert und der Nutzen eines solchen zusätzlichen Schutzes für die Verkabelung ist enorm.
Die Kosten für eine Reparatur im Falle eines Brandes durch einen Kurzschluss wären mit Sicherheit höher. Das Einziehen eines Kabels durch ein Elektroinstallationsrohr erscheint nur auf den ersten Blick kompliziert. Alles lässt sich durchaus selbst erledigen.
Bitte schreiben Sie Kommentare in den unten stehenden Block. Erzählen Sie, wie Sie die Verkabelung mit einem Wellrohr als Kabelkanal gebaut oder repariert haben. Vielleicht haben Sie Fragen oder haben nützliche Informationen und Fotos zum Thema des Artikels?

Es ist klar, dass schon lange niemand mehr Kabel ohne Wellrohr in die Wand verlegt. Es ist wirklich sinnvoll, metallische Wellrohre zu vermeiden, während PVC-Wellrohre nicht nur für beheizte Räume hervorragend geeignet sind. Wir haben sie selbst auch in Kellern installiert. Die Lebensdauer ist dabei vollkommen zufriedenstellend. Für Außenarbeiten sollte man nicht PVC, sondern Polypropylen- oder Polyethylen-Wellrohre verwenden, aufgrund ihrer Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse.
Ich habe beschlossen, die Elektroinstallation im Haus zu ersetzen, da das Gebäude aus dem alten Wohnungsbestand stammt und die gesamte Verkabelung aus Aluminium besteht. Ich suchte Hilfe im Internet – ich bin selbst kein Elektriker und verstehe nicht viel davon. Nun, ich habe gelesen und verstanden, wie man das Wellrohr richtig verwendet und wie man die passende Option für die Leitungsverlegung auswählt. Es ist sogar recht gut gelaufen. Praktisch ist, dass ich alle Informationen zur korrekten Installation aufgenommen habe: Jetzt arbeite ich selbstbewusst mit dem Wellrohr.
Das Wellrohr ermöglicht es, Kabel auf beliebigen Baustoffen mit unterschiedlichem Wärmewiderstand zu verlegen, wobei der Nennstrom des Kabels erhalten bleibt. Allerdings reduziert der Kabelmantel im Vergleich zu einer Ader mit Einfachisolierung den Nennstrom des Kabels sogar bei offener Verlegung um etwa 10 %.
Bei der Verlegung des Kabels in einem Rohr (und ein Wellrohr ist ein flexibles PVC-Rohr) macht sich der Einfluss des Kabelmantels auf den Nennstrom noch stärker bemerkbar. Der Nennstrom des Kabels wird bei der Verlegung im Wellrohr um 22 % reduziert, während der einer Einzelader mit Einfachisolierung nur um 10 % reduziert wird.
Insgesamt hat ein Kabel im Wellrohr einen um 22 % geringeren Nennstrom als eine Einzelader mit Einfachisolierung bei gleichem Leiterquerschnitt. Das heißt, der Kabelmantel und die Nähe der Adern im Kabel aufgrund des Wärmewiderstands des Mantels führen zu einer Reduzierung der übertragenen Nutzleistung um etwa 1,3 Kilowatt.
Darüber hinaus verteuert sich die Verkabelung dadurch um etwa 27 %. Daher sollten Kabel für ihren eigentlichen Zweck verwendet werden – für offene oder verdeckte Verlegung. Im Wellrohr müssen dagegen einadrige Kupferleitungen mit Einfachisolierung verlegt werden. Aber auch in Schlitzen unter Putz sind Kabel nicht geeignet. Wenn man sie jedoch auf Stahlbeton unter einer Schicht aus Sand-Zement-Putz verlegt, ist ein solches Schema gemäß der PUE (Elektroinstallationsvorschriften) zulässig. Das Verlegen von Kabeln in Schlitzen in Materialien mit hohem Wärmewiderstand ist jedoch nicht erlaubt.
In diesen Fällen muss die Verlegung nur im Wellrohr erfolgen. Beispielsweise verringert sich der Nennstrom des Kabels in Porenbeton oder Schaumbeton in Schlitzen unter einer Gipsschicht bereits um etwa die Hälfte im Vergleich zur Verlegung im Wellrohr. Und dieser Nennstrom ist etwa 2,7-mal geringer als der Strom von einadrigen Leitungen mit Einzelisolierung desselben Querschnitts bei Verlegung dieser einadrigen Leitungen mit Einzelisolierung im Wellrohr in denselben Schlitzen in Porenbeton unter einer Gipsschicht. Selbstverständlich handelt es sich ausschließlich um Kupferadern von Kabeln und Leitungen, wobei deren Nennströme den Tabellen der PUE entnommen sind.
Danke für die Info!
Guten Tag, Anatoli. Ich werde Ihren Kommentar absatzweise durchgehen.
Erster Absatz: Nehmen wir an, der Hauseingang erfolgt über Kellerräume. Dort ist es sinnvoller, die Trasse über Kabelpritschen zu verlegen. Diese erhalten die Stromtragfähigkeit des Kabels besser als ein Wellrohr.
Zweiter Absatz: Ein Rohr hat keinen Einfluss auf den Kabelmantel. Ein Wellrohr ebenfalls nicht. Sie verschlechtern die Wärmeübertragung zwischen Kabel und Umgebung.
Dritter Absatz: Es ist nicht korrekt, ein vieradriges Kabel mit einer einzelnen Ader zu vergleichen.
Vierter Absatz: Hier beantworten Sie sich nach allgemeinen Ausführungen selbst, wann Leitungen und wann Kabel verwendet werden sollen. Die PUE 2.1.4 erlaubt zwar das Verlegen von Kabeln unter Putz, aber von der Zweckmäßigkeit her steht diese Variante an fünfter Stelle.
Fünfter Absatz: Die von Ihnen verkündete Einzigartigkeit des Wellrohrs widerspricht dem Punkt 2.1.4 der PUE.
Fazit: Ihre Ausführungen haben keinen praktischen Wert – Ingenieure richten sich nach den Bedingungen, unter denen Leitungen und Kabel betrieben werden.