Schaltplan der Elektroinstallation in der Wohnung: Verteilung der Elektrik für verschiedene Räume
Ein wesentlicher Teil der Renovierungsarbeiten in der Wohnung ist der Austausch oder die Installation von elektrischen Kabeln, Verteilerdosen und dem Sicherungskasten. Ein gut durchdachter Schaltplan schützt die Wohnung vor Unfällen und unvorhergesehenen Situationen.
Wir erklären, was Sie bei der eigenständigen Erneuerung oder Verlegung der Elektrik beachten müssen. Bei uns erfahren Sie, wie Sie einen Plan erstellen und die Strompunkte in Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen verteilen. Mit unseren Empfehlungen können Sie sich ein zuverlässig funktionierendes Stromnetz sichern.
Inhalt des Artikels:
Besondere Merkmale moderner Elektroinstallation
Die modernen Haushaltstechnologien machten Ende des 20. Jahrhunderts einen deutlichen Sprung. In den Häusern kamen neben Fernsehern auch Computer, Sicherheits- und Videoüberwachungssysteme, leistungsstarke Haushaltsgeräte und drahtlose Kommunikation hinzu. Dadurch wurde die Verlegung der elektrischen Kabel viel komplexer, obwohl sich die grundlegenden Prinzipien nicht geändert haben.
Die Schwierigkeiten beginnen bereits in der ersten Phase – der Planung. Um einen Schaltplan für die Wohnung korrekt zu erstellen, müssen Sie im Voraus die ungefähre Leistung der Haushaltsgeräte und deren Standorte kennen. Gleichzeitig muss das Beleuchtungssystem für alle Räume durchdacht werden.

Neben der großen Anzahl neuer Geräte gibt es noch einen weiteren Unterschied: Neben dem Stromnetz ist unbedingt ein Schwachstromsystem vorhanden, das traditionell Telefon- und Fernsehkabel sowie Computer-, Sicherheits-, Audioanlagen und die Gegensprechanlage umfasst.
Diese beiden Systeme (Stromnetz und Schwachstrom) dürfen nicht getrennt werden, da alle Geräte aus dem 220-V-Stromnetz gespeist werden.

Die Anzahl der gleichzeitig genutzten Geräte und Kabel hat sich geändert. Früher reichte ein Kronleuchter im Wohnzimmer, heute verwenden viele ein Beleuchtungssystem, das neben dem Kronleuchter auch Einbauleuchten und Hintergrundbeleuchtung umfasst.
Zum Anstieg der Geräteanzahl kommt die Zunahme der Leistung hinzu – daher sind die alten Kabel nicht mehr geeignet, und die Größe des Verteilerkastens ist deutlich gewachsen.
Wozu dient der Verteilerplan?
Es zeigt sich, dass die moderne Elektroinstallation in einer Wohnung eine wahre Kunst ist, die nur ein professioneller Elektriker beherrscht.
Wenn Sie nicht ständig die Wandverkleidung wechseln möchten, um hier und da auftauchende Kabel zu verstecken, empfehlen wir, vor der Renovierung der Wohnung oder dem Bau eines Hauses eine Zeichnung mit der Kennzeichnung aller wichtigen elektrischen Objekte zu erstellen: Steckdosen, Schalter, Verteiler mit FI, Beleuchtungskörper.

Ausgehend von den Anforderungen oder Wünschen des Wohnungseigentümers erstellt der Elektriker einen Prinzipschaltplan der Elektroinstallation in der Wohnung. Seine Aufgabe ist es, die Kabel in Gruppen zu unterteilen, um die Last richtig zu verteilen, das Steuerungs- und Schutzsystem zu durchdenken und letztendlich alles zu tun, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten.
Was müssen Sie bei der Erstellung des Schemas, der Zeichnung, des Arbeitsplans, der für eine fachgerechte Verlegung der Elektroinstallation erforderlich ist, unbedingt beachten?
Betrachten wir das Stromnetz hinsichtlich seiner Bestandteile:
- Schutzschalter, die im Verteilerkasten installiert sind. Von ihrer Qualität und fachgerechten Installation hängt die Funktion der gesamten Haushaltsgeräte und die Sicherheit der Benutzer ab.
- Kabel und Leitungen mit richtig gewähltem Querschnitt und guter Isolierung.
- Steckdosen und Schalter mit hochwertigen Kontakten, sicheren Gehäusen.
In Einfamilienhäusern sind der Hauptsicherungsautomat und das Starkstromkabel von ihm zum Verteiler obligatorische Elemente. Mit Hilfe des Leistungsschalters wird die verbrauchte Leistung geregelt und bei Bedarf die gesamte Stromversorgung des Hauses abgeschaltet.

Der Stromzähler wird normalerweise am Eingang installiert, direkt nach dem Hauptsicherungsautomaten.
Aufteilung der Elektroinstallation in Gruppen (Leitungen)
Das Steuern und Überwachen des elektrischen Netzes ist viel einfacher, wenn es in mehrere Stromkreise unterteilt ist. Im Falle einer Störung oder eines Notfalls kann eine Gruppe ausgeschaltet werden, während die anderen im normalen Betrieb weiterlaufen.
Variante der Unterteilung in 4 Gruppen:
Im Folgenden wird jede elektrische Gruppe näher erläutert.
Stationäre Haushaltsgeräte
Große Haushaltsgeräte befinden sich normalerweise im Küchen- oder Badezimmerbereich.

Ein separater Anschluss des Küchenbereichs ist für Reparaturen erforderlich. Wenn ein Gerät ausfällt, muss es ausgetauscht werden. Um nicht den Strom in der gesamten Wohnung abschalten zu müssen, reicht es, ein Schutzgerät auszuschalten, das für die ortsfesten Geräte zuständig ist.

Was spricht dagegen, das defekte Gerät einfach vom Netz zu trennen, indem man den Stecker aus der Steckdose zieht? Die Sache ist die, dass bei eingebauten Geräten die Netzanschlusspunkte an schwer zugänglichen Stellen liegen.
Außerdem kann die Störung nicht im Gerät selbst, sondern in der in der Wand verborgenen Verkabelung auftreten. In diesem Fall ist es viel einfacher, den Hebel des Leitungsschutzschalters umzulegen.
Separate Leitung für die Küche
Die Küchenlinie ist traditionell am stärksten ausgelastet. Etwa 5–6 Geräte sind ständig an das Stromnetz angeschlossen, auch wenn sie nicht genutzt werden. Dies betrifft Kühlschrank, Backofen, Kochfeld, Geschirrspüler, Dunstabzugshaube, Mikrowelle, Toaster. Viele verwenden auch einen Küchen-Elektrogrill, Fleischwolf, Brotbackautomaten, Multikocher usw.

In diesem Fall ermöglicht ein separates, leistungsstarkes Stromkabel einfach die gleichzeitige Nutzung mehrerer Geräte.
Wenn an der gemeinsamen Leitung auch noch Beleuchtungskörper oder ein Warmwasserbereiter hängen, wird das Netz beim Einschalten eines weiteren Geräts einfach überlastet und die automatische Abschaltung auslösen.
Eine detaillierte Analyse der Schaltpläne und Optionen für die Anordnung von Steckdosen in der Küche finden Sie in dem Artikel, den wir Ihnen zur Lektüre empfehlen.
Eine oder mehrere Beleuchtungsgruppen?
Angesichts der Anzahl der Leuchten in jedem Raum kann man eine oder mehrere Leitungen einrichten. Wenn im Wohnzimmer ein sechsarmiger Kronleuchter und im Schlafzimmer eine schwache Deckenbeleuchtung und zwei Nachttisch-Wandleuchten vorhanden sind, können alle Leuchten in einer Leitung zusammengefasst werden.
Wenn das Wohnzimmer jedoch einer Diskothek ähnelt – mit Kronleuchtern, Einbaustrahlern, Decken- und Wandbeleuchtung –, sollte dafür eine separate Gruppe eingerichtet werden.

Wenn neben den Leuchten im Stromkreis eines Raums auch Transformatoren oder Netzteile angeschlossen sind, wird empfohlen, diesen Raum ebenfalls an ein separates Schutzgerät anzuschließen.
Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit
An Elektrogeräte und Kabel im Badezimmer werden erhöhte Anforderungen gestellt, da die Nähe zu Wasser ein Risiko darstellt. Damit das Stromnetz sicher und funktionstüchtig ist, müssen bei der Erstellung des Schaltplans und der Installation der Verkabelung eine Reihe von Regeln beachtet werden:
Die Anforderungen gelten auch für die Auswahl der Armaturen, die regelmäßig genutzt werden – Steckdosen und Schalter. Nehmen wir an, die Schutzart der Steckdosen sollte mindestens IP 44 betragen, und es ist noch besser, spezielle Geräte mit einer spritzwassergeschützten Abdeckung zu erwerben.
Es wird empfohlen, auf 220-V-Leuchten zu verzichten und stattdessen 12-V-Varianten zu verwenden.

Wenn in einer Altbauwohnung im Wohnungsverteiler keine Erdung vorgesehen ist, muss nicht nur im Badezimmer, sondern in der gesamten Wohnung die Elektroinstallation durch eine dreiadrige ersetzt werden.
Mit den Regeln für die Auswahl von wassergeschützten Steckdosen für die Einrichtung von Badezimmern und Sanitärräumen empfehlen wir Ihnen, sich in dem Artikel vertraut zu machen, der diesen Fragen gewidmet ist.
Übersicht über Schaltpläne für Wohnräume
Betrachten Sie nun konkrete Pläne, die Sie bei der Planung der Verkabelung in Ihren eigenen Räumen anwenden können. Bei der Erstellung der Zeichnung ist es wichtig, die Anordnung und Leistung der stationären Geräte, die Nutzungsbedingungen der Elektrogeräte sowie die komfortable Positionierung von Steckdosen und Schaltern zu berücksichtigen.
Variante #1: Einzimmerwohnung oder Apartment
Das charakteristische Merkmal einer Einzimmerwohnung ist die im Vergleich zu anderen Varianten minimale Anzahl an Elektrogeräten; entsprechend ergibt sich eine geringere Anzahl an anzuschließenden Leitungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass für die Küche oder das Badezimmer keine separaten Gruppen geplant werden müssen – die allgemeinen Prinzipien sollten besser beibehalten werden.

Betrachten Sie, was Sie bei der Erstellung eines Elektroinstallationsplans in einer Einzimmerwohnung unbedingt beachten sollten:
- die grundlegenden Parameter des Stromnetzes auswählen;
- die Last berechnen, das Kabel und den FI-Schutzschalter auswählen;
- den Anschlussplan auswählen (1 oder mehrere Gruppen).
Wenn Sie diese Fragen geklärt haben, wird es viel einfacher sein, einen Plan zu erstellen.
Parameter des Stromnetzes
Es ist schwierig, im Voraus zu entscheiden, welche Geräte in der gesamten Wohnung installiert werden. Dennoch ist zumindest eine ungefähre Anzahl erforderlich, um die Gesamtleistung korrekt berechnen zu können.
Wichtig ist auch, ihre Standorte zu bestimmen, da die spätere Verwendung von Verlängerungskabeln und Steckerleisten zusätzliche Probleme für das Netz verursacht und das Raumdesign beeinträchtigt.

Es ist auch wichtig, die Verlegeart der Kabel zu wählen – offen oder verdeckt. Die offene Verlegung beinhaltet das Verlegen der Leitungen auf der dekorativen Wandverkleidung. In diesem Fall werden die Kabel meist mit Kunststoffkanälen abgedeckt, aber in einigen Fällen sichtbar gelassen.

Vorteile der offenen Verlegung:
- Möglichkeit der Installation nach oder während der Renovierungsarbeiten;
- schnelle Montage;
- jederzeit kann eine weitere Leitung angeschlossen werden.
Bei der Installation einer verdeckten Verlegung müssen die Wände geschlitzt werden, um alle Kabel unter der Endbearbeitung zu verstecken. Bei abgehängten Konstruktionen ist es einfacher: Die Zuleitung für das Beleuchtungssystem kann über einer Spanndecke oder einem Gipskartonkasten versteckt werden.
Die verdeckte Verlegung hat weniger Vorteile, aber diese sind gewichtiger:
- es werden nicht so strenge Anforderungen an die Parameter und Installationsbedingungen gestellt;
- die Toleranzen für die nominell zulässigen Ströme werden erhöht;
- die Integrität des Innenraums bleibt erhalten.
Traditionell wird in Neubauwohnungen eine verdeckte Verlegung verwendet, die offene Verlegung wird nur ausnahmsweise eingesetzt (z. B. bei der Verlegung einer neuen Leitung in einer bereits renovierten Wohnung).
Berechnung der Netzlast
Um die Gesamtlast der Elektrogeräte zu berechnen, müssen Sie die Nennleistung der Verbraucher, den Nennstrom und die Netzspannung kennen. Es gibt viele Berechnungsformeln, aber es ist besser, vorgefertigte Tabellen zu verwenden.

Wir empfehlen, zur genauen Lastberechnung einen Ingenieur zu konsultieren oder ein Computerprogramm zu verwenden, da das Ergebnis die Kabelwahl beeinflusst.

Gemäß den Vorschriften muss jede einzelne Leitung mit einem 25-A-Leitungsschutzschalter ausgestattet werden, wenn die Wohnungsnetze in Gruppen unterteilt sind. Daher muss bei der Aufteilung in Gruppen der gesamte Nennstrom (maximal 25 A) berücksichtigt werden.
Es gibt Ausnahmen: Zum Beispiel reicht für Beleuchtungsnetze ein Schutzgerät mit 16 A aus, jedoch nur unter der Bedingung, dass die Gruppe nicht mehr als 20 Steckdosen und Lampen gleichzeitig umfasst.
Welcher Anschlussplan ist besser?
Für eine Einzimmerwohnung sind zwei Varianten möglich: die Versorgung aus einer Gruppe und die Versorgung aus mehreren Gruppen. Die erste Variante ist unter modernen Bedingungen praktisch nicht anwendbar, schon allein deshalb, weil für die Nutzung auch nur eines leistungsstarken Haushaltsgeräts (z. B. einer Waschmaschine) eine separate Leitung mit einem Schutzgerät erforderlich ist.
Solche Pläne können in Altbauwohnungen vorkommen, in denen seit vielen Jahren keine Renovierung durchgeführt wurde, oder im Gartenhaus, wo es keine leistungsstarke Elektroausrüstung gibt. Es stellt sich heraus, dass selbst für die Elektroinstallation in einer Einzimmerwohnung eine Aufteilung in Gruppen erforderlich ist.

Dieser Plan ist praktisch auf jeden Wohnungstyp anwendbar, aber die Anzahl der Anschlusspunkte und entsprechend der Leitungen wird in 2- und 3-Zimmer-Wohnungen größer sein.
Variante #2: 2- oder 3-Zimmer-Wohnung
Grundsätzlich hängt die elektrische Verkabelung nicht von der Anzahl der Zimmer ab, aber es gibt eine Reihe von Besonderheiten, die zu beachten sind:
- das Steckdosennetz sollte am besten in mehrere Gruppen aufgeteilt werden – entsprechend der Anzahl der Zimmer;
- das Beleuchtungssystem muss ebenfalls nach Zimmern aufgeteilt werden;
- für die Küche sollten mindestens drei Leitungen vorgesehen werden – für Beleuchtungsgeräte, leistungsstarke Geräte und kleine Haushaltsgeräte;
- Wenn das Badezimmer getrennt ist, ist es besser, ebenfalls eine Aufteilung in 2 Gruppen vorzunehmen.
Da eine große Wohnfläche typisch für Wohnungen der Luxuskategorie ist, werden in die Verkabelungspläne auch Sicherheitsausrüstungen einbezogen.

Wenn die Erstellung des Plans und die Montage von Fachleuten durchgeführt werden, sollten auch Sie nach Abschluss der Arbeiten einen Plan erhalten – für den Fall einer Reparatur oder eines unvorhergesehenen Ereignisses.

Nach dem erstellten Schaltplan für die Verlegung der Stromleitungen und die Installation der Elektropunkte kann die Montage des Stromnetzes bedenkenlos durchgeführt werden. Es ist empfehlenswert, während der Arbeiten Änderungen an der geplanten Verkabelung zu vermeiden. Sollte dennoch eine Notwendigkeit bestehen, sind Korrekturen am Plan unter Berücksichtigung der oben genannten Regeln vorzunehmen.
Bei der Erstellung des Verteilungsplans in einem Einfamilienhaus müssen unbedingt die Eingangsstromausrüstung und die Parameter des Kabels aus der Eingangsgruppe angegeben werden.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Sie können den Elektroinstallationsplan als von Hand gezeichnete Skizze oder mithilfe eines Computerprogramms erstellen. Ein Beispiel für die Verkabelung in einer Wohnung als dreidimensionale Computerabbildung:
Professionelle Tipps von Praktikern:
Die Feinheiten der verschiedenen Anschlussarten von Steckdosen und Schaltern:
Sie können die Elektroinstallation in der Wohnung durchführen, alle Geräte schützen und die Last richtig verteilen, unter einer Bedingung – wenn Sie ein qualifizierter Elektriker sind.
Ohne spezielle Zulassung dürfen Sie nicht am Verteilerkasten arbeiten. Folglich können Sie eine Steckdose wechseln oder eine Dunstabzugshaube selbst anschließen, schwerwiegendere Arbeiten sollten Sie jedoch besser Fachleuten überlassen.
Möchten Sie persönliche Erfahrungen bei der Erstellung eines Schemas für die Modernisierung oder Reparatur von Elektroleitungen in der Wohnung teilen? Haben Sie Fragen oder wertvolle Empfehlungen? Bitte schreiben Sie Kommentare in den unten stehenden Block.

Ich würde empfehlen, nicht nur in Privathäusern besonderes Augenmerk auf die Erstellung von Leitungen mit unterschiedlicher Last zu legen, sondern dies auch in Wohnungen zu tun. Tatsache ist, dass heutzutage viele Menschen neben normalen Haushaltsgeräten auch zusätzliche elektrische Warmwasserbereiter verwenden, die die normale Verkabelung recht schnell zerstören. Auch wenn solche Geräte derzeit nicht verwendet werden, ist es besser, dies für die Zukunft vorzusehen.
Vor drei Monaten sind wir in eine neue Einzimmerwohnung eingezogen. In der ersten Woche hatten wir folgendes Problem – das Badezimmer fiel aus, wenn die Waschmaschine lief und zum Beispiel der Föhn. Ich habe mich nicht getraut, selbst zu reparieren, und einen Elektriker gerufen. Es wurde eine ordentliche separate Leitung für das Badezimmer gelegt. Warum die Küche mit vielen Geräten nicht ausfiel, ist unklar – anscheinend wurde sie richtig verdrahtet. Im Badezimmer brannte auch die Lampe sehr oft durch.
Man hätte einen stärkeren Automaten für das Badezimmer installieren müssen, da nur das Badezimmer ausfiel – die separate Leitung war ja vorhanden, es wurde nur ein zu schwacher Automat installiert.
Guten Tag, Alexander.
Sie haben keine Details zum Schema angegeben, daher gehe ich davon aus, dass die Stromversorgung der Küche über eine separate Leitung erfolgte und die Monteure den Schutz richtig gewählt haben – gemeint ist der Nennstrom des Leitungsschutzschalters. Eine solche Separierung des Küchenstromnetzes ist in Punkt 3.26 der Anweisung Nr. I 1.00-12 vorgesehen, die die Installation von Elektroleitungen regelt.
Die Stromversorgung des Badezimmers wird in den normativen Dokumenten nicht behandelt – dies betrifft nur das Versorgungsschema der elektrischen Ausrüstung. Mit anderen Worten, eine separate Leitung ist nicht erforderlich. Allerdings schreibt SP 256.1325800.2016, das die Planungsregeln für Wohnungen festlegt, vor, die Badezimmerleitung mit einem FI-Schutzschalter von 30 mA zu schützen, wenn im Raum Steckdosen vorhanden sind. Für den FI-Schutzschalter ist es logisch, eine eigene Leitung vorzusehen. Ein kombinierter Screenshot zu den genannten Dokumentenpunkten ist beigefügt.
Ich glaube, dass das Badezimmer wegen eines falsch ausgewählten Leitungsschutzschalters ausgeschaltet wurde. Die Glühbirne könnte von der Waschmaschine 'verbrannt' worden sein, die die Spannungssinuswelle mit Oberschwingungen verzerrt.
Bei einem solchen Ereignis gibt es sehr viele Möglichkeiten, und ohne entsprechende Kenntnisse sollte man nichts selbst unternehmen. Aus folgenden Gründen:
1. Falsch ausgewählter Leitungsschutzschalter (geringerer Nennwert als erforderlich).
2. Falsch ausgewählter FI-Schutzschalter (Stromverlustschutz).
3. Defekt eines der Geräte (Strom könnte abgeflossen sein).
4. Unzuverlässige Verlegung der Elektroleitungen (möglicher Verlust über die Leitungen).
In solchen Fällen sollte man mit der Prüfung beginnen, welches Schutzgerät verbaut ist – ein normaler Leitungsschutzschalter, ein FI-Schutzschalter oder ein FI/LS-Kombination (nicht mit FI-Schutzschalter verwechseln) – und dann entsprechend weiter prüfen. Für das Badezimmer reicht in der Regel eine Leitung aus – Licht, Waschmaschine (vorübergehende Last), Steckdosen (vorübergehende Last).
Das hätten Sie nicht tun sollen, Roman. Die Waschmaschine sollte über eine separate Leitung laufen.
Ich habe mich von Ihren Empfehlungen leiten lassen und unter Verwendung Ihres Bildes versucht, mein eigenes Schema für eine Einzimmerwohnung zu erstellen. Können Sie kommentieren, welche Fehler ich gemacht habe und wie ich das Schema vereinfachen kann, während ich eine akzeptable Sicherheit beibehalte?