Einstellung des Druckschalters für den Hydroakkumulator: Anleitung zur Geräteeinstellung + Tipps von Experten

Wassili Boruzki
Geprüft von einem Spezialisten: Wassili Boruzki
Autor: Maxim Fomin
Letzte Aktualisierung: März 2026

Damit der Wasserdruck in einem autarken Wasserversorgungs- (Heizungs-) System stabil bleibt, wird ein spezielles Gerät installiert – der Hydrospeicher. Dabei ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Blocks ein sehr kleines Gerät – der Druckschalter.

Wenn letzterer falsch eingestellt ist, schaltet sich der Hydrospeicher ständig ohne besonderen Bedarf ein und aus. Die Folge sind ein übermäßiger Stromverbrauch und ein schneller Verschleiß der Pumpenausrüstung.

Wenn Sie zu Hause einen Hydrospeicher installieren, möchten Sie die Effizienz des Wasserversorgungssystems und seine Betriebsstabilität erhöhen. Wenn jedoch die Einstellung des Druckschalters fehlerhaft ist, wird das gesteckte Ziel nicht erreicht. Die Einstellung dieses kleinen Geräts ist äußerst wichtig und muss genau und nach den Regeln erfolgen. Zudem muss es sowohl bei der ersten Installation als auch später im Dauereinsatz reguliert werden.

Funktionsprinzip des Druckschalters

Ein autarkes Wasserversorgungssystem in einem Privathaus besteht aus Wasserrohren, einer Pumpe sowie Steuerungs- und Reinigungselementen. Der Hydrospeicher spielt darin die Rolle einer Wasserdruckkontrollvorrichtung. Zunächst wird das Wasser im Speicher gespeichert und dann bei Bedarf beim Öffnen der Wasserhähne verbraucht.

Eine solche Konfiguration der Wasserleitung ermöglicht es, die Betriebszeit der Pumpstation, sowie die Anzahl ihrer „Ein-/Aus“-Zyklen zu reduzieren.

Das Druckrelais übernimmt hier die Steuerungsfunktion der Pumpe. Es überwacht den Füllstand des Hydrospeichers mit Wasser, um bei Entleerung dieses Behälters rechtzeitig das Nachpumpen von Wasser aus der Wasserentnahme zu aktivieren.

Aufbau des Druckschalters
Die Hauptelemente des Druckschalters sind zwei Federn zur Einstellung der Druckparameter, eine auf den Wasserdruck reagierende Membran mit Metalleinlage und eine Kontaktgruppe 220 V.

Wenn der Wasserdruck im System innerhalb der am Druckschalter eingestellten Parameter liegt, arbeitet die Pumpe nicht. Wenn der Druck unter die minimale Einstellung Rpusk (Pmin, Rvkl) fällt, wird der Pumpstation elektrischer Strom zugeführt, damit sie in Betrieb geht.

Anschließend, wenn der Hydrospeicher bis Rstop (Pmax, Rvykl) gefüllt ist, wird die Pumpe stromlos geschaltet und ausgeschaltet.

Das betrachtete Relais arbeitet schrittweise wie folgt:

  1. Es befindet sich kein Wasser im Hydrospeicher. Der Druck liegt unter Rpusk – wird durch eine große Feder eingestellt, die Membran im Relais verschiebt sich und schließt die elektrischen Kontakte.
  2. Wasser beginnt in das System zu fließen. Bei Erreichen des Stoppdrucks wird die Differenz zwischen dem oberen und unteren Druck durch die kleine Feder eingestellt, die Membran verschiebt sich und öffnet die Kontakte. Die Pumpe hört daraufhin auf zu arbeiten.
  3. Jemand im Haus öffnet einen Wasserhahn oder schaltet die Waschmaschine ein – im Wasserleitungsnetz sinkt der Druck. Irgendwann wird das Wasser im System zu knapp, der Druck erreicht wieder den Startdruck. Und die Pumpe schaltet sich erneut zum Nachpumpen ein.

Ohne das Druckrelais müssten Sie all diese Schritte zum Ein- und Ausschalten der Pumpstation manuell durchführen.

Anziehen und Lockern der Federn
Im Datenblatt des Druckrelais für Hydrospeicher sind die Werkseinstellungen angegeben, auf die die Einstellfedern ursprünglich eingestellt sind – fast immer müssen Sie diese Einstellungen an geeignetere Werte anpassen.

Bei der Auswahl des betreffenden Druckrelais sollten Sie in erster Linie auf Folgendes achten:

  • die maximale Temperatur des Arbeitsmediums – für Warmwasser und Heizung gibt es eigene Sensoren, für Kaltwasser eigene;
  • den Druckeinstellbereich – die möglichen Einstellungen für Stoppdruck und Startdruck müssen zu Ihrem spezifischen System passen;
  • den maximalen Betriebsstrom – die Leistung der Pumpe darf nicht höher als dieser Parameter sein.

Die Einstellung des betreffenden Druckrelais erfolgt auf der Grundlage von Berechnungen unter Berücksichtigung der Kapazität des Hydrospeichers, des durchschnittlichen einmaligen Wasserverbrauchs der Verbraucher im Haus und des maximal möglichen Drucks im System.

Je größer das Fassungsvermögen des Speichers und je größer die Differenz zwischen Stoppdruck und Startdruck, desto seltener schaltet sich die Pumpe ein.

Erster Schritt vor der Einstellung

Die Einstellung des Druckrelais wird bei der ersten Installation und später beim Auftreten von Problemen in der Wasserversorgung vorgenommen.

Im zweiten Fall müssen Sie, bevor Sie mit der Einstellung des Relaisblocks beginnen, die Ursache der Störungen ermitteln. Möglicherweise liegt es gar nicht am betreffenden Gerät, und es ist nicht nötig, es zu verstellen.

Überprüfung des Systems vor der Einstellung des Relais
Vor der Einstellung des Relais müssen Sie sicherstellen, dass der Hydrospeicher, die Rohre und die Armaturen den Druck halten. Bei vorhandenen Fisteln und Lecks im System müssen diese zuerst beseitigt werden.

Ein zweiter äußerst wichtiger Punkt ist die Wasserreinigung. Im Hydrospeicher und im Relais befindet sich eine Gummimembran. Wenn Sand in die Rohre gelangt, wird dieses Gummi beschädigt (reißt ein) und kann den Druck nicht mehr halten. In einem System mit hydraulischem Speicher müssen unbedingt Reinigungsfilter vorhanden sein.

Wenn der Druck in der Wasserleitung laut Manometer den Stoppdruck erreicht hat, die Pumpe aber weiterläuft, liegt das Problem in der Regel an einer Verstopfung der Rohre und/oder Filter. Auch ein Abfallen der Spannungsversorgungskontakte am Relais zur Pumpstation ist möglich. Im ersten Fall müssen Sand und Kalkablagerungen im System beseitigt werden, im zweiten Fall müssen Sie die Kontaktgruppe und die 220-V-Verkabelung überprüfen.

Es kann auch vorkommen, dass das Wasser vollständig aus den Rohren im Haus abgelassen ist, die Pumpe sich jedoch nicht einschalten möchte. Überprüfen Sie hier als Erstes die Stromversorgung.

Wenn die Netzspannung vorhanden ist und die Verkabelung sowie die Kontakte in Ordnung sind, dann ist in 9 von 10 Fällen das Druckrelais defekt. Es muss durch ein neues ersetzt werden; eine Reparatur dieses Geräts ist praktisch unmöglich.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Regelung

Gewöhnliche Sanitärdichtungen sind für 6 bar ausgelegt, maximal und kurzzeitig können sie bis zu 10 bar aushalten. Der Betriebsdruck in Wasserversorgungssystemen und Heizungsanlagen von Wohnhäusern schwankt in den meisten Fällen zwischen 2 und 3,5 bar.

Es ist nicht empfehlenswert, den Pstop am Relais über 4 bar einzustellen. Die meisten Haushaltsmodelle dieses Geräts auf dem Markt haben einen maximalen Pstop von 5 bar. Es wird jedoch nicht empfohlen, diesen Parameter auf das Maximum von „5“ einzustellen.

Die Federn am Gerät dürfen nicht bis zum Anschlag festgezogen oder gelöst werden, da dies zu einer fehlerhaften Funktion führen kann. Es ist notwendig, eine kleine Reserve bei der Spannung/Lockerung zu lassen.

Anschluss der 220-V-Verkabelung
Durch das Druckrelais des Hydrospeichers verläuft der Stromkreis vom 220-V-Netz zur Stromversorgung der Pumpe. Vor Beginn der Einstellung des Geräts muss dieses unbedingt spannungsfrei geschaltet werden.

Die große Feder – Einstellung des Drucks für den Pumpenstart. Die kleine Feder – Einstellung der Druckdifferenz für das Abschalten der Pumpstation.

Die Einstellung des Hydrospeicherrelais erfolgt wie folgt:

  1. Das Wasser wird aus der Wasserleitung abgelassen. Dann wird im Hydrospeicher der Betriebsdruck in der Luftkammer eingestellt – 10 % niedriger als der geplante Pstop.
  2. Die Stromversorgung des Relais wird eingeschaltet, die Pumpe beginnt zu arbeiten. Mit einem Manometer wird der Druck notiert, bei dem sie abschaltet (Pstop).
  3. Der Wasserhahn am Waschbecken wird ein wenig mit einem dünnen Strahl geöffnet. Der Druck wird notiert, bei dem die Pumpe wieder einschaltet (Pstart).

Um den Wert von Pstart zu erhöhen, muss die große Feder im Uhrzeigersinn festgezogen werden. Um die Differenz zwischen Pstart und Pstop zu vergrößern, sollte die kleine Feder festgezogen werden.

Die Verringerung dieser Einstellungen erfolgt durch Lösen der Federn gegen den Uhrzeigersinn.

Kleine und große Feder
Im Datenblatt des Relais wird der minimale Druckunterschied zwischen Pstop und Pstart angegeben (üblicherweise 0,8 oder 1 bar). Die kleine Feder darf nicht auf kleinere Werte eingestellt werden.

Nachdem die gewünschten Pstart und Pstop eingestellt wurden, werden das Relais und die Pumpe an das Netz angeschlossen. Wenn laut Manometer alles ordnungsgemäß funktioniert, ist die Einstellung abgeschlossen. Andernfalls werden die drei obigen Schritte wiederholt.

Tipps erfahrener Fachleute

Das Druckrelais des Hydrospeichers sollte über eine separate Leitung mit eigenem FI-Schutzschalter an den Hausverteiler angeschlossen werden.

Außerdem muss dieser Sensor unbedingt geerdet werden; dafür gibt es spezielle Klemmen an ihm.

Einstellfedern des Relais
Es ist zulässig, die Einstellmuttern am Relais bis zum Anschlag anzuziehen, wird jedoch dringend nicht empfohlen. Ein Gerät mit fest angezogenen Federn arbeitet mit großen Abweichungen bei den eingestellten Werten für Pstart und Pstop und fällt bald aus.

Wenn am Gehäuse oder im Inneren des Relais Wasser sichtbar ist, muss das Gerät sofort spannungsfrei geschaltet werden. Das Auftreten von Feuchtigkeit ist ein direkter Hinweis auf einen Riss der Gummimembran. Ein solcher Block muss sofort ausgetauscht werden; eine Reparatur und Weiterverwendung ist nicht zulässig.

Reinigungsfilter im System müssen zwingend installiert werden. Ohne sie geht es nicht. Dabei müssen sie regelmäßig gereinigt werden.

Außerdem sollte das Druckrelais selbst einmal pro Quartal oder halbjährlich gespült werden. Dazu wird am Gerät die Abdeckung mit dem Anschlussstutzen unten abgeschraubt. Anschließend wird der freigelegte Hohlraum und die darin befindliche Membran gespült.

Anschlussstutzen und Membran
Die Hauptursache für Defekte am Druckschalter des Hydrospeichers ist das Eindringen von Luft, Sand oder anderen Verunreinigungen in die Rohre. Die Gummimembran reißt, und das Gerät muss ausgetauscht werden.

Die Überprüfung des Druckschalters auf korrektes Ansprechen und allgemeine Funktionsfähigkeit sollte alle 3–6 Monate erfolgen. Gleichzeitig wird auch der Luftdruck im Hydrospeicher überprüft.

Wenn bei der Einstellung die Nadel des Manometers plötzliche Ausschläge zeigt, ist dies ein direkter Hinweis auf einen Defekt des Relais, der Pumpe oder des Hydrospeichers. Die gesamte Anlage muss ausgeschaltet und einer vollständigen Überprüfung unterzogen werden.

Fazit und nützliche Videos zum Thema

Wie man den Druckschalter richtig einstellt:

Einfach erklärt: Der Druckschalter für Hydrospeicher

So stellen Sie den Druckschalter in einer Pumpstation ein:

Ohne ein funktionierendes und richtig eingestelltes Druckschalter wird der Hydrospeicher zu einem nutzlosen Metallstück. Die Einstellung des Geräts erscheint auf den ersten Blick äußerst einfach – nur zwei Federn, die angezogen/gelockert werden müssen. Allerdings hat die Einstellung dieses Geräts ihre Tücken. Wenn bei der Einstellung Fehler gemacht werden, kann der Hydrospeicher statt Nutzen nur Probleme bringen.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit der Einstellung von Druckschaltern oder haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns im Kommentarbereich unten. Unsere Experten helfen Ihnen gerne bei der Auswahl und Einstellung dieses Geräts, um die Effizienz Ihrer Wasserversorgungs- oder Heizungsanlage maximal zu steigern.

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