Warmwasserbereiter: Typen von Wasserheizgeräten und ihre vergleichenden Eigenschaften

Alexei Dedjulin
Geprüft von einem Spezialisten: Alexei Dedjulin
Autor: Maxim Fomin
Letzte Aktualisierung: Mai 2026

Wenn die Wohnung nicht an das zentrale Warmwasserversorgungssystem angeschlossen ist, kommt man ohne einen Wassererhitzer nicht aus. Viele von uns empfinden das Fehlen von Warmwasser als eine Katastrophe. Nicht umsonst sind Warmwasserbereiter auf dem heimischen Markt so gefragt. Sie werden sowohl in Einfamilienhäusern als auch in Wohnungen installiert. Man muss nur das Gerät auswählen, das den jeweiligen Bedürfnissen am besten entspricht.

In diesem Artikel werden die vorhandenen Arten von Wassererhitzern, ihre Hauptmerkmale, Vor- und Nachteile betrachtet. Außerdem führen wir eine vergleichende Analyse der Warmwasserbereiter durch, um herauszufinden, welcher Variante unter Berücksichtigung der Wohnbedingungen und der eigenen Bedürfnisse der Vorzug zu geben ist.

Arten von Warmwasserbereitern nach Energiequelle

Bevor man einen Warmwasserbereiter auswählt, muss man sich über die Wärmequelle für die Erhitzung klarwerden. Meistens handelt es sich um Gas oder Elektrizität.

Es sind aber auch Geräte möglich, die mit flüssigem oder festem Brennstoff betrieben werden. Allerdings sind solche Heizgeräte teurer als die ersten beiden Varianten.

Gas- und elektrische Warmwasserbereiter
Gas ist billiger als Strom, jedoch sind Gas-Warmwasserbereitungsanlagen in der Installation und im Betrieb teurer als elektrische – die Wahl einer solchen Technik sollte wohlüberlegt sein.

Nach der Art des verwendeten Energieträgers werden die Wassererhitzer unterteilt in:

In den ersten beiden Fällen wird das Wasser durch Verbrennung von Gas oder durch den Betrieb des Heizstabs erhitzt. Die dritte Variante ist ein System aus einem Kessel und einem darüber an einen Wärmetauscher angeschlossenen Speicherboiler. Dabei kann die Hauptkesselanlage in einer solchen Kombination gasbetrieben, festbrennstoffbetrieben, elektrisch usw. sein.

Zu den Vorteilen der Gasnutzung zählen:

  • günstiger Brennstoff;
  • Lebensdauer der Geräte von 10–15 Jahren;
  • hohe Leistung und Wirtschaftlichkeit der Technik.

Für diese Vorteile muss man jedoch mit der Notwendigkeit bezahlen, einen Fachmann für den Anschluss der Gasgeräte zu beauftragen, sowie mit der Verpflichtung, einen Schornstein zu installieren. Außerdem ist ein Anschluss an die Gasleitung erforderlich. Es wird nicht empfohlen, den Warmwasserbereiter an eine Gasflasche anzuschließen. Flaschengas ist grundsätzlich teurer als die Leitungspendant.

Gas-Warmwasserbereiter gibt es mit offenen atmosphärischen und mit Gebläsebrennern. Bei ersteren ist der Zug natürlich, bei letzteren erzwungen. Jede dieser Varianten erfordert hohe Anfangsinvestitionen für Ausrüstung und Installation, amortisiert sich aber schnell durch die günstigen Preise für Erdgas.

Von den Vorteilen eines elektrischen Warmwasserbereiters sind hervorzuheben:

  • relativ niedrige Anschaffungskosten;
  • geringes Gewicht und kompakte Abmessungen des Warmwasserbereiters;
  • minimales Brand- und Explosionsrisiko;
  • Möglichkeit der eigenständigen Installation des Heizgeräts.

Der Hauptnachteil eines elektrischen Warmwasserbereiters ist die Leistungsbegrenzung. Wenn der Warmwasserbereiter für eine Familie mit 4–5 oder mehr Personen benötigt wird, ist es besser, ein Gasgerät zu bevorzugen.

Gas-Warmwasserbereiter in der Küche
Wenn ein Gas-Warmwasserbereiter ausgewählt wird, sollte man den integrierten automatischen Sicherheitssystemen größte Aufmerksamkeit schenken. Gas ist explosionsgefährlich – je mehr Schutzelemente in solchen Geräten vorhanden sind, desto besser.

Typen von Wassererhitzern nach Heizmethode

Alle Haushalts-Warmwasserbereiter werden in zwei Typen unterteilt – Durchlauferhitzer oder Speichergeräte. Erstere ermöglichen eine schnellere Bereitstellung von heißem Wasser, letztere sind sparsamer.

Speicher-Warmwasserbereiter
Speicher-Warmwasserbereiter haben einen Tank mit einem Volumen von bis zu 400 Litern, in dem das Wasser zunächst auf die gewünschte Temperatur erwärmt wird und erst dann in das Warmwassersystem eingespeist wird.

Durchlauferhitzer zeichnen sich durch ihre einfache Bauweise aus. Wenn sie mit Strom betrieben werden, reicht es, Spannung und kaltes Wasser an das Gerät anzulegen – und aus dem Wasserhahn fließt sofort warmes Wasser zum Händewaschen und Geschirrspülen.

Variante #1 – Durchlauferhitzer-Typ

Am häufigsten sind Durchlauferhitzer in elektrischer Ausführung anzutreffen. In ihnen ist ein Heizelement mit großer Wärmeaustauschfläche eingebaut.

Ein Durchlauferhitzer hat folgende Vorteile:

  1. Kompaktheit des Geräts.
  2. Erwärmung des Wassers nur im Moment des Verbrauchs.
  3. Einfachheit des Anschlussplans für Warm- und Kaltwasserleitungen.
  4. Keine Einschränkungen hinsichtlich des Installationsorts des Warmwasserbereiters.
  5. Geräuschloser Betrieb.
  6. Sofortige Erwärmung des verwendeten Wassers.

Es sind aber auch Gasgeräte dieser Art im Handel erhältlich.

Zu den Nachteilen von Durchlauferhitzern gehören:

  • direkte Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Kontinuität der Wärmequelle;
  • fehlende Speicherfähigkeit;
  • hohe Wahrscheinlichkeit von Kalkablagerungen am Wärmetauscher.

Wenn Gas oder Strom nicht mehr an ein solches Heizgerät geliefert werden, gibt es kein heißes Wasser mehr. Bei einem Speicherboiler wird das Wasser im Voraus erhitzt und bleibt bei Stromausfall eine Zeitlang warm. Bei einem Durchlauferhitzer wird nirgends Wasser gespeichert.

Durchlauferhitzer im Badezimmer
Die Hauptbesonderheit von Durchlauferhitzern ist die Notwendigkeit ihres Anschlusses an die zentrale Kaltwasserversorgung. Es lohnt sich nicht, solche Modelle mit ins Wochenendhaus zu nehmen.

Variante #2 – Speicherwassererhitzer-Typ

Warmwasserbereiter vom Speichertyp können sowohl an die zentrale Kaltwasserversorgung als auch an eine autonome Kaltwasserquelle angeschlossen werden. Vom Aufbau her ähneln sie einer Thermoskanne mit Heizung. Der Speicher verfügt über eine Wärmedämmung, die es ihm ermöglicht, die Wärme über mehrere Stunden zu halten, ohne Energie für das Aufheizen zu verbrauchen.

Speicherboiler mit großem Innentank
Je größer das Volumen des Tanks, desto länger dauert die Erwärmung des Wassers darin. Beispielsweise benötigt das Erhitzen eines 100-Liter-Behälters auf 60–70 Grad 2–3 Stunden.

Zu den Vorteilen von Speicher-Warmwasserbereitern zählen:

  • Wirtschaftlichkeit und geringerer Energieverbrauch;
  • Stabilität der Warmwasserversorgung;
  • großes Volumen an gespeichertem und erhitztem Wasser.

Ein elektrischer Speicher-Warmwasserbereiter mit einem Fassungsvermögen von 100–150 Litern verbraucht etwa 1,5 kW. Die Wassererwärmung erfolgt schrittweise, sodass keine hohen Leistungen erforderlich sind. Drehstromnetze sind hier in der Regel nicht nötig. Ein Anschluss an eine normale Haushaltssteckdose ist ausreichend.

Speicher-Warmwasserbereiter werden unterteilt in:

  • drucklose;
  • druckfeste.

Erstere haben einen kleinen Tank von 10–50 l und sind für die Wasserversorgung von ein oder zwei Wasserentnahmestellen ausgelegt. Letztere sind geräumiger, nur für den Anschluss an die zentrale Kaltwasserversorgung ausgelegt und erfordern die Installation einer Pumpe zur Warmwasserversorgung mehrerer Sanitärarmaturen im Haus.

Aufbau eines Speicherboilers
Der Boiler ist so konstruiert, dass das Kaltwasser von unten zugeführt und das heiße Wasser von oben entnommen wird – dies reduziert zusätzlich den Energieverbrauch für das Aufheizen.

Der Tank des Warmwasserbereiters wird aus Edelstahl gefertigt und beschichtet mit:

  1. Glaskeramik (Glasporzellan).
  2. Titanemaille.
  3. Gewöhnlicher Emaille oder Glasur.

Am langlebigsten ist der Tank mit Titanemaille. Allerdings ist er auch teurer als andere Alternativen. Glaskeramik ist korrosionsbeständig, neigt jedoch bei hohen Temperaturen zur Rissbildung, was zum Ausfall des Speichers führt.

Der Edelstahl selbst verträgt Wärmeausdehnung problemlos, beginnt aber früher oder später zu rosten. Wenn die Schutzschicht gerissen ist, kann man den Tank getrost austauschen. Er wird danach nicht mehr lange halten.

Detaillierte Empfehlungen zur Auswahl eines Speicherwassererhitzers haben wir in einem anderen unserer Artikel zusammengestellt.

Ein weiteres obligatorisches Element des Boilers ist die Magnesium-Anode. Sie schützt das Innere des Tankbehälters vor Korrosion und Kalkablagerungen. Es handelt sich um ein Verschleißteil, das mindestens einmal im Jahr ausgetauscht werden muss. Es wird jedoch nicht empfohlen, daran zu sparen. Ein Austausch aufgrund eines Defekts des Heizelements im Inneren oder des gesamten Boilers ist auf jeden Fall teurer.

Hersteller geben auf einen solchen Tank eine Garantie von 4–5 Jahren. Aber wenn die Magnesiumanode defekt ist oder fehlt, hält der Speicher höchstens ein Jahr. Hohe Temperaturen und hartes Wasser tun ihr „rostiges“ Werk.

Um weitere Informationen über Störungen des Wassererhitzers und deren Behebung zu erhalten, folgen Sie bitte diesem Link.

Vergleich der Heizgeräte für Warmwasser

Bei der Auswahl eines Warmwasserbereiters sollten Sie im Datenblatt die folgenden Parameter der Modelle vergleichen:

  1. Art der Energiequelle – Strom oder Gas.
  2. Wassererwärmungszeit.
  3. Tankvolumen (bei Speicherboilern).
  4. Stromversorgungseigenschaften (bei elektrischen Warmwasserbereitern).
  5. Leistung in Litern/Minute (bei Durchlauferhitzern).
  6. Maximale Heiztemperatur – von 50 bis 80 °C.
  7. Gerätetyp nach Aufstellungsart.
  8. Anschlussbesonderheiten.

Am einfachsten ist es, einen elektrischen Durchlauferhitzer mit einer Leistung von bis zu 4–5 kW selbst zu installieren und anzuschließen. Man muss lediglich ein paar Schläuche an den Warmwassereingang und -ausgang anschließen und danach das Gerät an das Stromnetz anschließen.

Anschluss eines Gasboilers
Um einen Gas-Warmwasserbereiter anzuschließen, müssen Sie einen Fachmann des Versorgungsunternehmens hinzuziehen – es ist verboten, solche Geräte selbst anzuschließen.

Nach der Aufstellungsart werden Warmwasserbereiter unterschieden:

  • horizontale;
  • vertikale;
  • kombinierte.

Sie werden an der Wand montiert, auf dem Boden aufgestellt oder in Schränke eingebaut. Dabei werden Speicherboiler mit großem Tank nur in Standausführung angeboten. Nicht jede Wand kann das erhebliche Gewicht einer solchen Warmwasserbereitungsanlage und des darin enthaltenen Wassers tragen. Weitere Einzelheiten zur Installation und zum Anschluss eines Speichermodells haben wir in diesem Artikel beschrieben.

Für jeden konkreten Fall kann man jetzt die optimale Variante finden. Die Modellpalette moderner Warmwasserbereiter ist riesig.

Wenn ein Warmwasserbereiter als Absicherung für den Fall einer Warmwasserabschaltung benötigt wird, dann lohnt es sich, ein günstiges und kompaktes Modell vom Durchlauftyp zu nehmen. Andere Varianten wären in einer solchen Situation überflüssig.

Kleiner elektrischer Warmwasserbereiter für die Datscha
Für die Datscha wird empfohlen, einen kleinen Speicherboiler mit einem Tank von 30–50 Litern zu nehmen – er reicht völlig aus zum Waschen am Morgen, zum Duschen und zum Geschirrspülen in der Küchenspüle.

Wenn die Familie aus drei Personen besteht, benötigt sie einen Speicher mit einem Volumen von 100–120 Litern. In diesem Fall sollte man kein Durchlaufgerät installieren, wegen des hohen Wasserverbrauchs und Stromverbrauchs. Wenn jedoch ein Warmwasserbereiter in einem großen Landhaus benötigt wird und eine Gasleitung vorhanden ist, dann sind Gasgeräte außer Konkurrenz.

Für eine große Familie kann man auch einen Kombiboiiler nehmen – Speicher plus Durchlauferhitzer. Wenn der erste irgendwann vollständig leer ist, schaltet sich der zweite ein. Dies vermeidet Wartezeiten, bis der Tank gefüllt und erwärmt ist. Dabei sinkt der Stromverbrauch durch das Vorhandensein und die regelmäßige Nutzung des Speicherboilers.

Je leistungsstärker der Warmwasserbereiter, desto produktiver und schneller liefert er Wasser mit der gewünschten Temperatur. Gleichzeitig steigt jedoch der Strom- und Gasverbrauch. Dies gilt insbesondere für elektrische Heizgeräte. Es ist eine Sache, ein solches Gerät an eine vorhandene 220-Volt-Steckdose im Badezimmer oder in der Küche anzuschließen, und eine ganz andere, ein separates Drehstromkabel dafür zu verlegen.

Fazit und nützliche Videos zum Thema

Vor- und Nachteile verschiedener Warmwasserbereiter:

Tipps zur Auswahl und Montage eines Warmwasserbereiters:

Bei der Auswahl eines Warmwasserbereiters sollte man sich am Wasserverbrauch und der Verfügbarkeit der jeweiligen Energiequelle für den Betrieb des Geräts orientieren.

Bei geringem Wasserverbrauch reicht ein Durchlauferhitzer aus. Für eine große Familie in einem Einfamilienhaus ist jedoch ein Speichergerät mit Gas besser geeignet.

Welche Art von Warmwasserbereiter verwenden Sie? Sind Sie mit seinen Eigenschaften zufrieden oder denken Sie über einen Austausch nach?

Wenn Sie gerade einen passenden Warmwasserbereiter suchen und einige Details klären möchten, stellen Sie Fragen an unsere Experten und andere Besucher der Website im Kommentarbereich unter diesem Artikel.

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Besucherkommentare
  1. Kirill

    Besser als ein Gasdurchlauferhitzer oder ein Zweikreis-Kessel wurde noch nichts erfunden. Allerdings, wenn kein Gas vorhanden ist oder das Projekt es nicht vorsieht, ist es besser, einen einfachen elektrischen Speicherwassererwärmer mit einem Fassungsvermögen von 100–150 Litern als Unterstützung zu installieren. Ich habe zum Beispiel bereits den zweiten Tank mit 150 Litern von Gorenje, der erste war altersbedingt defekt – er hat 12 Jahre gearbeitet und ist undicht geworden. Jetzt habe ich einen aus Verbundmaterial gekauft. Meine Eltern haben Gas – hier ist natürlich alles positiver, angefangen bei der Schnelligkeit der Erwärmung bis hin zu den Energiekosten.

  2. taukita63

    Ich würde auch den hohen Stromverbrauch des elektrischen Boilers als Nachteil nennen. Wenn dies für ländliche Gebiete, in denen die Tarife halb so hoch sind, durchaus akzeptabel ist, ist es für die Stadt dennoch relativ teuer. Der Boilertank muss auch regelmäßig gereinigt werden, insbesondere wenn das Wasser nicht ganz gut ist. Was die Gasvarianten betrifft, so scheinen sie nicht ganz sicher zu sein.

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