Elektrische Fußbodenheizung selbst verlegen: Aufbau, Verlegetechnik und Anschlusspläne
Die Heizungsart, bei der Wärme durch Nutzung elektrischer Energie erzeugt wird, zeichnet sich durch ein einfaches Ausführungsschema aus, und ihre Montage nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Es ist nicht nötig, ein Profi zu sein, um eine elektrische Fußbodenheizung selbst zu installieren; Sie müssen nur genau allen Punkten der Anleitung folgen.
In dem von uns vorgelegten Artikel werden alle Arten von elektrischen Fußbodenheizungssystemen detailliert beschrieben, ihre Merkmale sowie Vor- und Nachteile aufgeführt. Für Heimwerker haben wir Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verlegung bereitgestellt. Mit unseren Ratschlägen können Sie die elektrische Fußbodenheizung selbst bauen und anschließen.
Inhalt des Artikels:
Elektrische Fußbodenheizungen und ihre Varianten
Je nach verwendetem Heizkörper werden elektrische Fußbodenheizungen in 2 Kategorien unterteilt: mit Kabelheizelement und mit Infrarotheizung.
Nach der Bauart unterscheidet man 4 Typen:
- Heizkabel. Es kann ein- oder zweiadrig sein, auch selbstregulierend.
- Heizmatten. Sie bestehen aus einem Kabel auf einem Montagenetz.
- Folienheizung. Flexible Polymerbahnen mit eingebautem Infrarot-Heizelement.
- Stabheizung. Besteht aus in Reihe geschalteten Carbonstäben.
Die elektrische Fußbodenheizung wird basierend auf den Abmessungen des von Möbeln freien Bereichs des Raums berechnet. Es wird nicht empfohlen, Heizelemente unter Möbeln zu verlegen, da die Belastung des Systems in diesen Bereichen zu hoch wäre. Die Leistung der Fußbodenheizung wird mit durchschnittlich 0,1 kW/m² gewählt. Für verschiedene Räume unterscheidet sich dieser Wert.
Es ist wichtig, vor Arbeitsbeginn den Abstand zu berechnen, in dem das Kabel anschließend verlegt wird. Dazu ermittelt man den Quotienten aus der für die Verlegung des Heizsystems vorgesehenen Fläche in m², multipliziert mit 100 und dividiert durch die dem Datenblatt entnommene Länge des Heizkreises in Metern.

Mit den Argumenten und Kriterien für die Auswahl der für Sie optimalen Variante der Fußbodenheizung macht Sie der folgende Artikel vertraut, den wir Ihnen zur Lektüre empfehlen.
Kabelheizsystem
Die Wärmeabgabe einer Kabel-Fußbodenheizung ist sehr hoch; praktisch die gesamte elektrische Energie wird in Wärme umgewandelt. Zum Lieferumfang gehören das Heizkabel, die Verbindungsmuffe sowie Regulierungs- und Kontrollgeräte. Das Kabel wird sowohl im Estrich als auch unter dem Bodenbelag verlegt.

Besonderheiten der Funktion und des Aufbaus
Das System verfügt über keinen Heizkessel; die Wärme wird direkt vom Heizkabel abgegeben. Meist wird es als ergänzende Heizung eingesetzt, aber wenn das Haus gut wärmegedämmt ist, kann der mit dem Kabel beheizte Boden auch als Hauptwärmequelle dienen. Das Kabel wird auf drei Arten verlegt: unter dem Estrich, im Estrich und über dem Estrich.
Es muss gleichmäßig verlegt werden, wobei ein Mindestabstand von 80 mm zwischen den Heizleitungen eingehalten werden muss und Kreuze, Knicke und Zugspannungen in den Bögen zu vermeiden sind. Während der Montage kann das Kabel leicht beschädigt werden; daher empfehlen erfahrene Monteure, weiche Schuhe zu tragen oder bereits verlegte Bereiche mit Sperrholzplatten abzudecken.
Montage der elektrischen Fußbodenheizung im Estrich
Der Einbau von elektrischen Fußbodenheizungen in den Estrich ist aufwändig. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass das Heizelement, da es sich in der Mitte des Estrichs befindet, die Oberfläche schneller und gleichmäßiger erwärmt. Der technologische Prozess besteht aus mehreren Schritten.
Zuerst wird die erste Schicht gegossen – sie bildet die Basis. Vorher werden die Platten gereinigt. Mit einem Bohrhammer werden Risse, die breiter als ein Millimeter sind, erweitert und zusammen mit Abplatzungen und Löchern mit Mörtel gefüllt.
Die Platte wird horizontal ausgerichtet, bei Bedarf wird eine ‚selbstnivellierende Spachtelmasse‘ verwendet. Nach dem Trocknen der Basis wird eine flüssige Abdichtung aufgetragen und 2 Stunden lang zum Trocknen stehen gelassen.
Auf der Oberfläche wird eine Wärmedämmunterlage mit einer reflektierenden Folienschicht ausgebreitet. Befindet sich darunter ein unbeheizter Raum, wird eine Dämmung mit einer Höhe von 5 bis 10 cm gewählt. Andernfalls reicht eine Schicht von 2–3 cm. Die Nähte und Fugen werden mit reflektierendem Klebeband abgedichtet.
Der Heizkreis wird zusammengebaut. Senkrecht zu der für die Montage des Steuergeräts ausgewählten Wand werden Streifen mit Clips zur Befestigung des Kabels montiert. Die Kanten der Polymerstreifen sollten im Abstand von 50–100 mm von den Wänden enden.
Wenn anstelle der Streifen Montageschienen verwendet werden, werden diese in einem Abstand von 200 mm von den Wänden angebracht. Vor der Verlegung der Fußbodenheizung wird der Widerstand des Kabels mit einem Tester überprüft. Die Werte werden mit dem Datenblatt verglichen, die zulässige Abweichung beträgt maximal 10%.

Der Ausgangspunkt im Anschlussplan des elektrischen Fußbodenheizungskabels nach der klassischen Version ist das Steuergerät. Die Verlegung erfolgt in Form einer 'Schlange' und wird parallel zur Wand angeordnet.
Alle Übergänge zur nächsten Windung müssen außerhalb der Begrenzungsleisten liegen. Am Ende der Verlegung muss sich das isolierte Kabelende an der gegenüberliegenden Wand befinden. Auch die Montage vom Ende aus ist möglich.
Nachdem die Leitung vollständig verlegt ist, wird zwischen den Windungen ein Temperatursensor in einem Metallwellrohr montiert. Die Kabel werden in Richtung der Fußleiste und dann zum Steuergerät geführt. Es ist nicht ratsam, die Sensoren in Beton einzubetten – ihre Entnahme im Bedarfsfall wird dadurch sehr erschwert.
Nach der Überprüfung der zuverlässigen Fixierung der verlegten Elemente werden diese mit einem Betonestrich vergossen, dessen Stärke von den technischen Daten des Objekts und der Art des elektrischen Heizsystems abhängt. Der Mörtel muss gut verdichtet werden. Wenn Hohlräume zurückbleiben, verringert sich die Wärmeleitfähigkeit der oberen Schicht.
Als Steuereinheit für die Fußbodenheizung fungiert ein Thermostat. Er ist für die Verarbeitung der Informationen vom Temperatursensor sowie für das Ein- und Ausschalten des Systems gemäß den Einstellungen zuständig. Der Thermostat kann programmierbar oder ohne Software sein. Er wird an eine 220-V-Steckdose angeschlossen. Der Installationsort wird in einem frei zugänglichen Bereich gewählt.

Fachleute empfehlen nicht, das Steuergerät an eine normale Steckdose anzuschließen. Dies könnte eine zusätzliche Belastung der Elektroinstallation verursachen. Es ist notwendig, einen separaten Stromkreis für den Anschluss des Systems zu schaffen.
In einigen Fällen wird das Kabel in Schlitze verlegt, die in den Betonestrich eingebracht wurden. Die Kabel in den Schlitzen werden mit Fliesenkleber gefüllt. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass das Niveau des endgültigen Bodenbelags auf gleicher Höhe bleibt. Nach Abschluss der Kabelmontage wird die Fußbodenheizung erst nach 2 Wochen eingeschaltet.
Elektrischer Fußboden auf Heizmattenbasis
Für die Herstellung von Heizmatten wird ein Kabel mit einer Dicke von nicht mehr als 45 mm verwendet. Es wird auf einem Glasfasernetz mit einer Breite von 0,5 m befestigt. Das Kabel hat eine abgeschirmte und durch eine äußere Hülle geschützte Ader. Für Wohnräume werden Heizmatten mit Doppelader verwendet, da sie ein wesentlich geringeres elektromagnetisches Strahlungsniveau aufweisen.

Funktionsprinzip und Aufbau
Die Heizmatte umfasst zwei Elemente: die eigentliche Heizmatte mit Kabel und den Wellschlauch. In diesen wird der Sensor eingeführt, und er schützt ihn vor Feuchtigkeit und aggressiven Einflüssen. Wenn die Kleberschicht so dünn ist, dass sie den Wellschlauch nicht vollständig bedecken kann, muss ein feuchtigkeitsbeständiger Sensor verwendet werden.
Der Thermostat wird zusammen mit einem externen Temperatursensor, Installationsdosen und Kabeln separat erworben. Bei der Auswahl des ersten Elements wird der maximale Energieverbrauch berücksichtigt. Der Kabelquerschnitt wird in Abhängigkeit von der Systemleistung und dem Material ausgewählt.

Der Montageprozess ist äußerst einfach, da die Heizmatte ein vollständig installationsbereites Produkt ist. Es ist nicht nötig, das Heizkabel zu befestigen, und die gleichmäßige Verlegung wird durch die Konstruktion selbst gewährleistet. Der Preis ist höher als bei einer Kabelheizung, dafür bietet sie zahlreiche Vorteile, darunter eine schnellere Oberflächenerwärmung.
Montage der Heizmatten
Vor dem Auslegen der Heizmatte wird der Boden mit einer Grundierungsschicht versehen. Dies erhöht die Haftung des Klebers auf der Betonoberfläche. Normalerweise wird der Kleber direkt auf die Matte aufgetragen. Handelt es sich jedoch um einen Feuchtraum, wird nach dem Auftragen und Trocknen einer dünnen Kleberschicht eine Abdichtung aufgebracht und anschließend erneut Kleber.
Um die Integrität des Kabels nicht zu beeinträchtigen und das Bindemittel gleichmäßig aufzutragen, muss die Klebemasse mit einer Plastikzahnkelle verteilt werden. Auf den Kleber werden die Fliesen gelegt und ausgerichtet.
Fliese plus Kleber sollten zusammen 20 mm ergeben, obwohl einige Hersteller mindestens 50 mm empfehlen. Dies wird damit begründet, dass bei dieser Schichtdicke die Wärme gleichmäßiger verteilt wird.

Gemäß der PUE ist zwingend eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung zu installieren, die die Sicherheit gewährleistet, sowie ein Leitungsschutzschalter. Wenn das System im Badezimmer installiert wird, sollte der Thermostat in einen angrenzenden trockenen Raum verlegt werden.
Besonderheiten des Folienbodens
Das System des elektrischen Heizfilms ist nicht besonders kompliziert. Viele verlegen es selbst. Es ist für alle Bodenbeläge geeignet. Das auf Infrarotstrahlung basierende System ist sogar für Laminat und andere Holzbeläge sicher.
Bekannt sind 2 Arten dieser Folie für den Boden:
- Durchgehende Folie. Sie wird als dünne zweischichtige Polyurethanfolie mit durchgehender Carbonbeschichtung im Inneren hergestellt.
- Streifenfolie. Sie besteht aus denselben 2 Folienlagen aus Lavsan, Polyether oder Polyurethan mit dazwischen angeordneten Carbon- oder ultradünnen Aluminiumstreifen.
Die Heizelemente in diesen Systemen sind parallel und in Reihe geschaltet. An den Rändern befinden sich bimetallische Stromschienen aus übereinandergelegten Silber- und Kupferbändern. Eine Folien-Infrarot-Fußbodenheizung wird weder mit Estrichverguss noch in eine Kleberschicht eingebaut. Geeignet ist nur die 'trockene' Verlegung.
Eine Infrarot-Fußbodenheizung bietet eine Reihe von Vorteilen.
Dazu gehören:
- einfache und schnelle Montage;
- geringe Folienstärke (0,3 cm), die die Raumhöhe nicht wesentlich verringert;
- Möglichkeit des Verzichts auf einen Arbeitsschritt wie das Gießen des Estrichs;
- kein Einfluss auf die Raumfeuchtigkeit;
- antiallergische Wirkung;
- relativ niedriger Stromverbrauch – 20 % weniger als bei anderen Arten von elektrischen Heizsystemen;
- Luftionisierung;
- einfache Demontage bei Bedarf;
- hohe Zuverlässigkeit.
Das Standard-Materialsortiment umfasst eine aufgerollte Thermofolie, Kontaktklemmen, Isolierung und elektrische Leitungen. Zu diesem Set müssen Sie einen Thermostat mit Temperatursensor sowie eine Polyethylenfolie, Klebeband und Folienmaterial hinzufügen. Bevor Sie dies alles kaufen, müssen Sie die benötigte Folienlänge berechnen.

Am einfachsten ist es, eine Skizze des Raumes auf Millimeterpapier anzufertigen. Als nächstes sollten die Stellen markiert werden, an denen die Sensoren und Verbindungspunkte angebracht werden. Markieren Sie den Bereich des Raumes, in dem die Infrarot-Fußbodenheizung verlegt werden soll, und berechnen Sie dann, wie viele Heizelemente benötigt werden.
Beim Vergleich der Besonderheiten von Heizfolien- und Heizkabelsystemen hilft Ihnen die Information in dem von uns empfohlenen Artikel.
Verlegeprozess des Infrarotsystems
Wenn der vorherige Bodenbelag in gutem Zustand ist, muss er bei der Verlegung einer elektrischen Infrarot-Fußbodenheizung nicht entfernt werden. Es reicht aus, ihn zu reinigen und Unebenheiten auszugleichen. Die Rolle der Folienheizung wird mit einer normalen Schere zugeschnitten.
Es ist zu beachten, dass die Streifen bei der Verlegung nicht überkreuzen oder sich mit den stromführenden Schienen berühren dürfen. Normalerweise geben die Hersteller die Schnittstellen an. Das bedeutet nicht, dass die Folie nicht an anderen geeigneten Stellen geschnitten werden kann.
Wichtig: Der Schnitt muss durch den Zwischenraum zwischen den Heizelementen verlaufen. Wenn der Schnitt auf die markierte Linie fällt, werden nur die kollektorischen Bimetallplatten isoliert. In anderen Fällen werden die Enden der Streifen mit Klebeband abgeklebt.
Zuerst wird eine Schicht Feuchtigkeitssperre verlegt, um den Boden vor Feuchtigkeit aus der Betondecke zu schützen. Danach folgt die Wärmedämmung, die Wärmeverluste durch Strahlung in den Untergrund verhindert. Es kann jedes beliebige Material verwendet werden, Hauptsache, die metallisierte Seite zeigt nach außen.
Die Stellen für die elektrische Verkabelung werden markiert. Danach wird ein Platz für die Montage des Temperatursensors vorgesehen. Der Kanal für den Temperatursensor wird mit einer Breite von etwa 20 mm ausgeführt. Die Sensorverkabelung wird in ein Wellrohr gelegt und dann in den vorbereiteten Kanal eingelegt.
Als Nächstes werden die vorbereiteten Streifen gemäß der Skizze verlegt. Um die Kabellänge zu reduzieren, werden die Streifen mit den Stirnseiten zur Wand gedreht, an der später der Thermostat angebracht wird, und man stoppt etwa 15 cm vor dieser Wand.
Wenn sich ein Kamin im Raum befindet, wird mindestens 1 m Abstand zu ihm eingehalten. Die Folie wird mit der Seite nach oben verlegt, die vom Systemhersteller in der Produktanleitung angegeben ist. Die Klemmen werden an den Rand des Bimetallstreifens angeschlossen, dann werden die Kabel angeschlossen – an die linken Klemmen werden die linken und an die rechten die rechten Kabel befestigt.
Die Verkabelung für den Temperatursensor sollte unter der Thermofolie versteckt werden. Zu diesem Zweck werden in der Wärmedämmung schmale Rillen mit einer Breite von 1 cm ausgeschnitten, auf das darin verlegte Stromkabel wird Klebeband geklebt und mit Thermofolie abgedeckt. Es darf nicht zugelassen werden, dass die Kabel über die Wärmedämmung hinausragen.
Die Isolierung am Kabelende wird entfernt, das Kabel wird durch die Klemme gefädelt, mit einer Zange fixiert, dann wird die Verbindungsstelle mit Bitumenband isoliert. Nachdem die gesamte Kette verbunden ist, wird der Widerstand der erstellten Konstruktion gemessen.

Der letzte Schritt ist die Verlegung des Bodenbelags. Das Anschlussprinzip des Thermostats ist für alle Arten von elektrischer Fußbodenheizung gleich.
Einige nützliche Tipps
Bevor die Arbeit mit dem Verlegen des Bodenbelags abgeschlossen wird, wird das System getestet. Wenn die Thermofolie allen Anforderungen entspricht, werden nirgendwo Funken und Überhitzungen beobachtet. Falls dennoch Mängel festgestellt werden, wird der Boden mit einer weiteren Schicht Polyethylenfolie mit einer Dicke von mindestens 80 µm abgedeckt. Diese wird überlappend mit einer Überlappung von etwa 20 cm verlegt.
Es gibt eine Reihe zusätzlicher Empfehlungen von Fachleuten zur Installation:
- Das Folien-Heizsystem sollte bei moderater Luftfeuchtigkeit (maximal 60 %) und positiven Temperaturen installiert werden.
- Die Folie darf nicht in gerolltem Zustand an das Stromnetz angeschlossen werden.
- Vor dem Anschließen des Folienbodens muss die Isolierung der Kontakte an den Stellen überprüft werden, an denen die Folie zugeschnitten wurde.
- Im Falle einer Beschädigung der Thermofolie an einer Stelle mit Graphitbeschichtung wird eine beidseitige Isolierung aufgebracht.
- Wenn der Boden überflutet wird, wird er sofort vom Stromnetz getrennt und zum Trocknen unter natürlichen Bedingungen belassen.
- Der fertige Boden darf nicht mit Schuhen betreten werden.
Der Temperatursensor darf nicht eingemauert werden. Es muss die Möglichkeit zur Kontrolle und zum Austausch bestehen. Außerdem sollten keine Teppiche oder andere dichte natürliche Beläge auf der Fußbodenheizung platziert werden. Um eine Belüftung zu gewährleisten und Verformungen des Bodenbelags aufgrund von Temperaturänderungen auszuschließen, wird empfohlen, zwischen Wand und Belag einen geringen Spalt zu lassen.
Fußbodenheizung mit Stäben
Der Carbonstab-Boden ist eine Stabkonstruktion, die den Raum mit ferninfraroten Strahlen beheizt. In diesem Bereich gibt es keine elektromagnetische Strahlung. Die Besonderheit besteht darin, dass nicht die Luft, sondern die im Raum befindlichen Gegenstände erwärmt werden.

Feinheiten der Funktion und Organisation
Es enthält Carbonstäbe, die parallel mit einem Stromkabel zu elastischen Matten von 0,8 m Breite und 25 m Länge verbunden sind. Im Inneren des „Teppichs“ befinden sich Heizelemente. Die Stäbe bestehen im Inneren aus Carbon, Silber und Kupfer, wobei das Carbon die Wärme erzeugt.
Neben den Stäben enthält dieser Boden einen Temperatursensor und einen Thermostat. Dieser Boden verfügt über eine Selbstregulierungsfunktion. Das bedeutet, dass die Wärmemenge direkt proportional zur Temperatur ist. Ein Nachteil ist, dass die Montage nur mit Estrich möglich ist, sodass ein Rückbau nicht in Frage kommt.

Wenn ein Gegenstand auf die Bodenfläche gestellt wird, verringert sich die Wärmeabgabe an der Stelle, die er einnimmt, und die Stäbe geben weniger Wärme ab, wodurch die Temperatur sinkt. Daher wird der Thermostat hier nur zur Leistungsregelung benötigt; die Funktion der Überhitzungsvermeidung übernimmt der Stabboden selbst.
Nuancen der Montage und des Anschlusses
Obwohl der Stabboden als intelligentes System gilt, kann er selbst verlegt werden. Die Technik ist nicht kompliziert, aber er funktioniert nur, wenn alle Anforderungen erfüllt sind.
Der Prozess besteht aus 8 aufeinanderfolgenden Schritten:
- Vorbereitung des Untergrunds;
- Verlegung der Wärmereflektionsfolie;
- Montage der Stäbe;
- Verbindung der Streifen untereinander;
- Anschluss des Stromkabels;
- Anschluss der Konstruktion an den Thermostat;
- Anschluss des Temperatursensors;
- Vergießen des Estrichs oder Montage des Endbelags vom Fliesentyp.
Vor der Durchführung dieser Arbeiten wird geplant, in welche Richtung die Heizmatte verlegt wird, und die Materialmenge wird berechnet. Der Kohlenstoffboden wird als Bausatz verkauft, aber manchmal müssen einige Verbrauchsmaterialien nachgekauft werden.
Auf die Wahl der Leistung haben zwei Faktoren Einfluss: die Fläche und die Art der Beheizung. Nach der Leistung werden Stabheizböden in zwei Arten unterteilt: bis 160 W/m² und bis 220 W/m².

Die rationellste Variante der Positionierung der Heizmatte ist entlang der langen Wand mit Ausrichtung auf den Thermostat, da in diesem Fall beim Anschluss an den Temperaturregler kürzere Kabel verwendet und die Anzahl der Schnitte verringert werden kann.
Hersteller bieten in der Regel einen kompletten Montagesatz an. Mindestens enthalten sind die Stabheizmatte, ein Verbindungssatz und ein Endsatz, Kabel und eine Installationsanleitung. Alles andere: Wärmedämmung, Klebeband, Wellrohr mit Verschluss, Thermostat, Sensor, Bitumendämmung – wird separat erworben.
Welche Variante der Fußbodenheizung – elektrisch oder wasserführend – sich am besten für die anschließende Verlegung von Laminat eignet, wird ausführlich in dem Artikel beschrieben, der sich diesem Thema widmet.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Video #1. Alles über die Verlegung des Stabheizbodens erfahren Sie in dieser Videoanleitung:
Video #2. Die Auswahl der Art des elektrischen Bodens wird einfacher, wenn Sie sich dieses Video ansehen:
Video #3. Wie Sie beim Kauf einer Fußbodenheizung nicht zu viel ausgeben, zeigt Ihnen der Autor dieses Videos:
Die Beheizung des Hauses mit elektrischen Fußbodenheizungen ermöglicht ein komfortables Temperaturniveau. Der Temperaturunterschied zwischen der Raumdecke und dem Boden wird minimal sein. Wenn man das System richtig auswählt, alles genau berechnet und die Montagearbeiten selbst durchführt, kann man auch finanziell profitieren.
Und welche Art von Fußbodenheizung haben Sie für Ihre eigene Datscha/Wohnung bevorzugt? Haben Sie vielleicht den Wunsch, Ihnen bekannte Montage-Details zu teilen? Bitte schreiben Sie Kommentare in den unten stehenden Block, stellen Sie Fragen, laden Sie Fotos zum Thema des Artikels hoch.

Ich kaufte die Fußbodenheizung basierend auf der Quadratmeterzahl der Küche, aber unter Berücksichtigung der Stellen, an denen die Möbel stehen würden. Ich habe sie direkt unter den Fliesen verlegt. Am schwierigsten war der Anschluss an den Regler (Verlegung der Kabel und des Temperatursensors, dessen Wellrohr nicht so klein ist – ich musste den Boden schlitzen, um eine Aussparung dafür zu schaffen). Ansonsten ist das System recht einfach und für einen Monteur ohne besondere Qualifikation gut zugänglich.
Ich lebe in der Ukraine. Jeden Monat zahle ich wahnsinnige Summen für Gas, um mein Haus zu heizen. Können Sie sich vorstellen, wie viel ich für Gas bezahle, wenn es in der Ukraine gar kein Gas gibt? Jetzt habe ich beschlossen, den Gaskessel aufzugeben und im Haus eine Fußbodenheizung zu installieren, aber ich kann mich einfach nicht für das richtige Heizelement entscheiden. Vorläufig habe ich mich für die Infrarotfolie entschieden, aber vielleicht gibt es etwas Besseres und Effizienteres? Für mich ist das Wichtigste, dass die Fußbodenheizung zuverlässig, robust, wirtschaftlich und langlebig ist. Bitte helfen Sie mir mit einem Rat, wenn es nicht zu viel verlangt ist. Die Hausfläche beträgt 142 qm, es ist ein einstöckiges Backsteingebäude, Neubau. Kann man das ganze Haus mit Infrarotfolie beheizen?
Ein Haus mit Infrarotfolie als primäre Heizquelle zu beheizen ist möglich, aber es wird nicht billig. Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen mit den Gaspreisen aussieht, aber ich bin nicht sicher, ob es hier billiger wird. Meiner Meinung nach lohnt es sich, die IR-Folie nur als zusätzliche Heizung zu installieren.
Wenn Sie sich dennoch entschieden haben, die Gasheizung zugunsten einer elektrischen aufzugeben, dann empfehle ich Ihnen in erster Linie, auf einen Zweizonenzähler umzusteigen. Und auch ein Projekt für die elektrische Heizung zu erstellen, was es ermöglicht, die Tarifierung bis zu 40% in der Heizperiode zu senken!
In Bezug auf die Infrarotfolie, die Sie als primäre Wärmequelle verwenden möchten: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es ziemlich teuer wird. Und es wäre praktischer, eine Fußbodenheizung aus Heizkabel zu verlegen und in jedem Raum einen elektrischen Konvektor zu installieren. Das gesamte System an einen Thermostat anzuschließen, der die erforderliche Temperatur im Haus aufrechterhält. Meiner Meinung nach ist das die optimalste Lösung.
Ausgezeichneter Artikel! Danke 🙂 Ich würde gerne noch erfahren, welche Probleme es mit Fußbodenheizungen gibt. Bei uns ist eine Situation aufgetreten: Nach der Montage der Fußbodenheizung (elektrisch, zweiadriges Kabel) haben wir sie nach einem Monat (gemäß Anleitung) eingeschaltet, sie lief einige Stunden, wir überprüften sie und schalteten sie aus.
Der Sommer ist zu Ende, wir schalten die Fußbodenheizung ein, aber sie zeigt überhaupt keine Lebenszeichen. Wir haben uns mit einer Reklamation an den Laden gewandt, und die verwiesen uns an den Hersteller. Letztendlich wurde uns abgelehnt mit der Begründung, dass das Siegel der Montagefirma fehlt. Dabei hat der Fachmann, der sie installiert hat, eine Lizenz für die Durchführung von Elektroinstallationsarbeiten…
Hallo. Das Problem könnte sein:
1. Defekt des Thermostats.
2. Beschädigung des Temperatursensors.
3. Beschädigung des Kabels und der Heizmatte.
Bezüglich der Ablehnung der Reklamation müssen die Garantieverpflichtungen des Verkäufers und des Herstellers geprüft werden. Was die Montagefirma betrifft – eine Ausrede. Wenn der Defekt am Material selbst liegt, hätten sie es innerhalb der noch laufenden Garantie überprüfen und dann ein Urteil fällen müssen: ob die Ursache ein Fabrikationsfehler ist, der die kurze Lebensdauer verursacht hat, oder eine fehlerhafte Montage.
Aber mit einer Einschränkung – wenn in Ihren Unterlagen kein Vermerk steht, dass die Montage nur durch Fachkräfte des Servicecenters des Geschäfts oder des Herstellers erfolgen darf. Selbst in diesem Fall hätte ein Abnahmeprotokoll und ein Vertrag erstellt werden müssen. Also der entsprechende Stempel. Dann wäre die Organisation, die für das Geschäft/den Hersteller arbeitet, für die Montage verantwortlich gewesen.
Wenn der Monteur jedoch ein Vertreter einer anderen Firma ist, könnte man sich mit einer Reklamation an diese Organisation wenden. Aber wiederum, wie ich verstehe, haben Sie keinerlei Beweise dafür, wer Ihnen die Arbeiten ausgeführt hat und wann usw.