Duschkabine aus Fliesen: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau
Wasseranwendungen sind ein tägliches Ritual des Menschen. Aber was tun Besitzer kleiner Wohnungen, deren Badezimmergröße nicht die gesamte gewünschte Sanitärausstattung zulässt? Eine kompakte Duschkabine ist eine moderne Alternative zur traditionellen Badewanne. Und die Vielfalt der Materialien für ihre Gestaltung ermöglicht es, sie in eine stilvolle Dusche zu verwandeln. Sind Sie einverstanden?
Sie benötigt wenig Platz, spart Wasser und Zeit für die Hygiene. Und das Wichtigste – eine solche Konstruktion kann man durchaus selbst nach eigenem Design und Maßen herstellen. Lassen Sie uns genauer betrachten, wie eine Duschkabine aus Fliesen in drei Ausführungen hergestellt wird – mit fertiger oder selbstgebauter Duschwanne sowie ohne diese.
Wir erklären, wie man selbst eine Dusche aus Fliesen baut, welche Materialien und Werkzeuge dafür benötigt werden. Außerdem enthält der Artikel Tipps von Experten und die wichtigsten Nuancen, auf die man beim Bau achten sollte. Die im Material enthaltenen Videos zeigen anschaulich die Gestaltung einer Duschwanne aus Fliesen für die Duschkabine.
Inhalt des Artikels:
Vor- und Nachteile einer Dusche aus Fliesen
Obwohl man heute in Sanitärgeschäften Ausstattungen für jeden Einrichtungsstil finden kann, verlieren selbstgebaute Duschkabinen nicht an Beliebtheit. Die Hauptgründe sind die großen Abmessungen und der stattliche Preis wirklich hochwertiger Fabrikprodukte.
Budgetoptionen werden meist aus günstigem Kunststoff und mit billigen Komponenten hergestellt, die sich bald in voller Pracht in Form von häufigen Defekten zeigen. Einige davon können Sie selbst beheben, aber für die Reparatur bestimmter Elemente der Duschkabine müssen Sie sich an Fachleute wenden.

Viele Kabinen werden zusätzlich mit allerlei Elektronik ausgestattet – von einer Radiostation bis zu einem Dampfgenerator, Lichteffekten und einer Scharko-Dusche, deren Notwendigkeit sehr fraglich ist, aber die Kosten der Sanitäranlagen erhöhen sie erheblich.
Außerdem werden Fabrikprodukte nach Standardmaßreihen hergestellt, die nicht immer zu den kleinen Räumen in Gartenhäusern oder Altbauwohnungen passen, wo jeder Zentimeter zählt.

Daher hat eine selbstgebaute Fliesendusche eine Reihe von Vorteilen:
- Zuverlässigkeit und Einfachheit – Die Konstruktion mit keramischer Verkleidung ist viel stabiler als Kunststoffwände von Standardduschkabinen und hält daher lange.
- Möglichkeit, ein originelles Design zu schaffen – Neben der Form der Kabine selbst kann man auch mit deren Gestaltung experimentieren, denn die Auswahl an Mosaik, Fliesen und Feinsteinzeug ist sehr vielfältig.
- Sicherheit und Umweltfreundlichkeit – Keramik leitet keinen Strom und gibt keine unangenehmen Gerüche ab (im Gegensatz zu einigen Kunststoffarten).
- Einfache Pflege – Die Pflege von Fliesen ist einfach, sie vergilben nicht, sind anspruchslos an Reinigungsmittel und lassen sich mühelos von Kalkablagerungen nach hartem Wasser und Seifenrückständen reinigen.
Die Nachteile einer Fliesenkabine sind nicht allzu zahlreich (natürlich, wenn die Montage fachgerecht und mit Gefälle erfolgt). Hauptsächlich wird eine schlechte Schalldämmung genannt, die durch das Verlegen einer zusätzlichen Schicht unter dem Estrich oder den Einbau einer fertigen Duschwanne behoben werden kann.
Auch finden viele, dass das Duschen auf kalten Fliesen nicht sehr angenehm ist. Tatsächlich erwärmt sich Keramik jedoch schnell unter dem warmen Wasserstrahl, und bei Bedarf kann unter diese Verkleidung eine Fußbodenheizung und eine zusätzliche Wärmedämmschicht installiert werden.
Möglichkeiten der Gestaltung einer selbstgebauten Kabine
Wenn Sie sich entschieden haben, die Duschecke im Badezimmer selbst zu gestalten, legen Sie zunächst den Standort der zukünftigen Kabine und ihre Konstruktion fest.

Abhängig von der Deckenhöhe, dem Kanalanschluss, der Größe der freien Fläche und Ihren baulichen Fähigkeiten sind drei Ausführungsvarianten möglich: mit gekaufter Duschwanne, mit Ablauf oder mit selbstgebautem Podest.
Variante #1 – Dusche mit fertiger Duschwanne
Wenn im Badezimmer genügend Platz vorhanden ist und das Hauptziel der Einrichtung einer selbstgebauten Kabine ein unkonventionelles Design ist, kann man sich die Aufgabe erleichtern und eine fertige Duschwanne kaufen.
Umso mehr, da man im Sanitärgeschäft eine Option für jedes Design und Budget wählen kann – dies kann sowohl ein gewohnter schneeweißer Sockel aus Acryl als auch ein Produkt aus schönem Kunststein oder robustem Gusseisen sein.

Neben der Duschwanne selbst werden für die Montage benötigt:
- Flexibler Ablaufschlauch.
- Wellrohr und Siphon.
- Porenbeton.
- Fliesenkleber.
- Silikondichtmittel mit Spritzpistole.
- Maßband, Wasserwaage und Bleistift für die Markierung.
- Säge, Holz-/Gummihammer.
- Schale und Kelle.
Die Montage der Duschwanne erfolgt auf einem eigens errichteten Fundament, unter dem die Leitungen versteckt werden. Zunächst muss eine Markierung vorgenommen werden: Legen Sie die Duschwanne an den gewählten Montageort und zeichnen Sie die Konturen mit einem Bleistift nach.
Dann sägen Sie vier Stützen aus Porenbeton aus, die den Boden der zukünftigen Duschkabine stützen, und überprüfen Sie die Ebenheit mit der Wasserwaage (bei Bedarf lassen sich die Blöcke leicht zuschneiden).

Jetzt müssen Sie den Ablauf anschließen. Dazu müssen Sie die Duschwanne wieder auf die Stützen setzen und durch die Ablauföffnung die Position des Siphons auf dem Boden markieren. Nehmen Sie die Wanne wieder ab und schließen Sie den Siphon an das Ablaufrohr an, sodass er mit der Markierung übereinstimmt.

Dann wird das Fundament aus in der Höhe zugeschnittenen Porenbetonstützen errichtet und mit Fliesenkleber befestigt. Wenn der Untergrund vorbereitet ist, wird seine obere Fläche mit demselben Fliesenkleber bestrichen, die Duschwanne darauf gesetzt und mit einem Holz- oder Gummihammer waagerecht ausgerichtet.
Im letzten Schritt ist die Abdichtung der Konstruktion sicherzustellen. Dazu wischen Sie die Ränder der Duschwanne mit einem sauberen Tuch ab, entfetten sie und tragen Silikondichtmittel auf die Fugen auf. Nun muss nur noch der Siphon in die Duschwanne eingesetzt und das Porenbetonfundament gefliest werden.
Haben Sie eine Duschwanne aus Acryl, Gusseisen oder Marmor? Auf unserer Website gibt es einen Artikel mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Installation von Wannen aus verschiedenen Materialien. Wir empfehlen Ihnen, sich damit vertraut zu machen.
Variante #2 – Gestaltung einer Kabine mit Duschrinne
Eine effektvolle Lösung, die auf Fotos moderner Innenräume ansprechend aussieht – eine ebenerdige Duschkabine ohne Podeste und Höhenunterschiede.
Eine solche Duschecke ist die ideale Option für kleine Badezimmer, insbesondere wenn man sie mit transparenten Glastüren ausstattet und die Wände und den Boden aus denselben Materialien oder in einer verwandten Farbgebung zur Hauptausstattung gestaltet. Dadurch wirkt die Konstruktion luftig und stilvoll.

Dazu müssen Sie die Ecke nicht mit einer Duschwanne, sondern mit einem Ablaufrinne ausstatten. Eine solche Konstruktion planen Sie jedoch am besten bereits in der Renovierungsphase, da Sie den Boden um mindestens 15 cm anheben müssen, um die Leitungen unter einer Betonschicht zu verstecken.
Die zweite Möglichkeit besteht darin, in den Estrich ein Loch für den Abfluss und eine Nut für den Anschluss an das Abwasserrohr zu stemmen. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn die Dicke des 'Bodenaufbaus' es erlaubt, die Leitungen zu verbergen, denn in die Deckenplatten darf nicht gestemmt werden.

Wichtige Empfehlungen für die Einrichtung eines Duschablaufs:
- Zunächst müssen Sie die Markierung für die zukünftige Duschkabine vornehmen und den Platz für die Ablaufrinne bestimmen, in die das Wasser aus der Dusche fließen soll.
- Dann müssen Sie ein Rohr zum Duschablauf verlegen, das in den Abwasserkanal mündet. Dabei ist ein Gefälle von 3 % wünschenswert (obwohl für eine lineare Rinne auch 1–2 % möglich sind) und ein zulässiger Drehwinkel am Abwassereintritt von 30–45°. Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, können Sie das verstopfte Rohr mit einem normalen Sanitärkabel reinigen.
- Nach den Messungen wird die Ablaufrinne auf Stützen der erforderlichen Höhe montiert und an das Rohr angeschlossen.
- Wenn alle Leitungen installiert und angeschlossen sind, können Sie den Betonestrich ausführen. Aber auch hier ist es wichtig, ein Gefälle von 4–5 cm pro Meter Länge in Richtung der Ablaufrinne herzustellen, damit das Wasser nicht auf dem Boden steht, sondern abfließt.
Im letzten Schritt müssen Sie den Wasseranschluss herstellen und die Duschkabine mit Glas- oder Kunststofftüren verschließen, die Sie zusammen mit den Befestigungen im Sanitärfachgeschäft kaufen oder selbst anfertigen können.
In der Sparvariante, zum Beispiel bei der Einrichtung einer Dusche in einem Wochenendhaus, können Sie auch mit Vorhängen aus Polyethylen oder wasserdichtem Stoff auskommen.
Variante #3 – Dusche mit selbstgebauter Duschwanne
Anstelle eines fabrikgefertigten Podests können Sie einen stabilen Sockel für die Duschkabine auf einem Ziegel- oder Betonfundament herstellen, den Sie nur noch mit Keramikfliesen oder Mosaik verkleiden müssen.

Aber eine so aufwändige Lösung kann in der Praxis sehr schwierig umzusetzen sein, denn neben dem Sockel selbst wird eine hochwertige Abdichtung benötigt, und auch die Sanitärinstallation müssen Sie bis ins Detail durchdenken.
Daher betrachten wir die wichtigsten Schritte eines solchen Baus genauer, um den Umfang der anstehenden Arbeiten und die eigenen Kräfte besser einschätzen zu können.
Herstellung einer Kabine „von Grund auf": Schritt-für-Schritt-Anleitung
Überlegen Sie sich zunächst die Form der zukünftigen Duschkabine und markieren Sie diese auf dem Boden. Am einfachsten gestaltet sich eine quadratische oder rechteckige Dusche in einer Ecke oder Nische, aber auf Wunsch können Sie auch eine trapezförmige oder halbrunde Konstruktion errichten.
Obwohl hier viel von der Raumaufteilung und dem verfügbaren Platz im Badezimmer abhängt, beachten Sie, dass die Mindestmaße einer komfortablen Duschkabine 90x90 cm betragen.
Schritt #1 – Materialien und Werkzeuge auswählen
Für den Bau der Duschkabine benötigen Sie eine übliche Werkzeugausstattung, die sich wahrscheinlich im Bestand eines Heimwerkers befindet: Wasserwaage, Bleistift und Maßband, Kelle für Mörtel und Kleber, Spachtel zum Verfugen, Rolle und Pinsel.
Zum Anrühren von Mörtel sollten Sie sich besser einen Baumixer besorgen, sonst müssen Sie die Mischung von Hand anfertigen.
An Materialien müssen Sie Folgendes vorbereiten:
- Feuchtigkeitsbeständige Einzelziegel (Sie können auch Kalksandsteine verwenden, jedoch mit obligatorischer Behandlung mit hydrophoben Mitteln).
- Armierungsgewebe mit 10x10 cm Maschenweite.
- Estrichmischung M-200.
- Abdichtungsmassen oder Rollmaterialien.
- Dämmstoff.
- Fliesen oder Mosaik mit Abstandshaltern zum Verlegen.
- Fliesenkleber, Fugenmasse und Acryldichtstoff.
Außerdem müssen Sie vorher Sanitärteile für den Ablauf besorgen – Rohre, Ablauf oder Siphon mit allen erforderlichen Verbindungen.
Schritt #2 – Rohre verlegen und Fundament errichten
Der Ort ist gewählt, Sie können mit dem Bau beginnen. Zuerst müssen Sie den alten Belag von Boden und Wänden entfernen.
Wenn der Boden ausreichend eben ist, können Sie ihn sofort mit Abdichtungsmaterial behandeln. Wenn jedoch größere Unebenheiten vorhanden sind, sollten Sie zuerst einen Estrich ausführen (für Wärme- und Schalldämmung können Sie Glaswolle, Polystyrol oder Mineralfaser verlegen).

Die Frage des Anschlusses an die Kanalisation und die Wasserleitung ist mit äußerster Sorgfalt zu behandeln. Alle Verbindungen müssen abgedichtet und mit Dichtmasse behandelt werden. Wenn Sie noch nie solche Arbeiten durchgeführt haben, empfehlen wir Ihnen, eine ausführliche Anleitung zum Anschluss der Dusche an die Versorgungsleitungen anzusehen.
Nach dem Trocknen wird auf den Boden und die Wand eine Isolierung aufgetragen, z. B. Bitumenmasse oder Flüssigkautschuk. Sie können auch Rollmaterialien verwenden, die ideale Lösung sind jedoch polymerisierende Imprägnierungen (Flüssigglas), die zur Abdichtung von Schwimmbecken eingesetzt werden.
Beim Aushärten bilden sie eine wasserundurchlässige Beschichtung, die zuverlässig vor Lecks schützt.
Auch die Rohre sollten behandelt werden, wobei nur die Ventile und Auslässe offen bleiben.

Für den Untergrund können Sie feuchtigkeitsbeständige rote Ziegel verwenden, die mit Fliesenkleber entlang des Umfangs der zukünftigen Duschkabine verlegt werden, um einen Rand zu bilden. Anschließend wird ein Ablauf mit Geruchsverschluss oder einem Standard-Siphon installiert und an das Abwasserrohr angeschlossen.
Danach wird der Boden mit Ziegeln ausgelegt oder mit einer selbstnivellierenden Mischung (3-5 cm dick) unter Verwendung eines Armierungsgewebes ausgegossen.

Es bleibt übrig, alle Fugen und Ritzen sorgfältig mit einem Mörtel aus Sand und Zement zu verstreichen, trocknen zu lassen und erneut mit Abdichtungsmasse zu bestreichen, ohne den Siphon zu berühren.
Auf unserer Website gibt es einen weiteren Artikel, in dem wir den Prozess der selbstständigen Herstellung einer Duschwanne aus Fliesen detailliert beschrieben haben, ergänzt durch Schritt-für-Schritt-Fotos.
Schritt #3 – Rahmen montieren und Fliesen verlegen
Wenn Sie eine vollwertige Duschkabine und nicht nur eine Duschabtrennung einrichten möchten, müssen Sie Trennwände errichten. Je nach Standort grenzt die Kabine bereits auf einer oder zwei Seiten an die Wand des Raumes an.
Fehlende Trennwände können aus feuchtigkeitsbeständigem Sperrholz oder Gipskartonplatten gefertigt werden, die anschließend mit denselben Fliesen oder Mosaik verkleidet werden. Dazu müssen Sie einen Rahmen aus Metallprofilen bauen, diesen mit Gipskartonplatten verkleiden, die Fugen mit Spachtelmasse glätten und die Oberfläche grundieren.

Damit die Endbearbeitung schön aufliegt, ist es wichtig, die Rahmenoberfläche gut zu glätten, insbesondere wenn Sie sie mit Mosaik verkleiden möchten, das empfindlich auf die Untergrundqualität reagiert.
Dafür können Sie Putz mit anschließender Behandlung mit einer feuchtigkeitsbeständigen Imprägnierung oder eine Gipsmischung verwenden.

Nach dem Nivellieren befestigen Sie die Verkleidung mit Fliesenkleber und behandeln die Fugen mit einer feuchtigkeitsbeständigen Fugenmasse. Wenn die Masse ausgehärtet ist, behandeln Sie die Stoßstellen der Fliesen mit den Duschwänden mit Dichtmittel.
Je qualitativ hochwertiger die Verlegung erfolgt und je kleiner die Fugenabstände sind, desto länger hält der dekorative Belag in feuchter Umgebung.
Schritt #4 – Türen für die Kabine installieren
Damit während der Hygiene- und Pflegeverfahren das Wasser nicht im gesamten Badezimmer verspritzt wird, ist es ratsam, die Dusche von allen Seiten abzugrenzen. Die einfachste Möglichkeit ist die Anbringung eines Kunststoffvorhangs oder wasserdichter Duschvorhänge.
Eine solche Lösung eignet sich jedoch eher für eine Dusche im Gartenhaus, doch das Zimmer in einer Wohnung wird sie kaum verschönern. Daher kann man fertige Schiebe-, Falttüren oder Drehtüren kaufen oder sie selbst aus Gipskarton oder Sperrholz anfertigen.

Dennoch ist die beste Option (sowohl vom Design als auch von der Feuchtigkeitsbeständigkeit her) für die Gestaltung der Trennwände einer selbstgebauten Duschkabine: Schiebetüren aus Polycarbonat oder Glas mit einer Mindeststärke von 6 mm.
Das Zuschneiden und Bearbeiten der Kanten der Zuschnitte kann in einer Glaserei erfolgen, und die Montage erfolgt mit fertigen Aufhängungen, die sowohl an der Decke als auch an den Wänden befestigt werden.
Tipps für Bau und Gestaltung
Um ein einzigartiges Design zu schaffen, kann man verschiedene Materialien kombinieren, ohne die Praktikabilität und Sicherheit der zukünftigen Dusche zu vernachlässigen. Zum Beispiel sollte man für den Boden eine kleine strukturierte Fliese oder ein Mosaik wählen – auf einer rauen Oberfläche mit vielen Fugen besteht weniger Rutschgefahr.
Als Dekormaterial für die Duschwanne kann man auch bunte Kieselsteine oder andere Dekorationselemente verwenden, indem man die Deckschicht mit transparentem Dichtmittel übergießt.

Einige wichtige Aspekte:
- Um zu verhindern, dass das Wasser in den Rohren steht, ist eine wichtige Regel zu beachten: Der Abwasseranschluss muss immer unter dem Bodenniveau liegen. Davon hängt die Höhe der Duschwanne mit eingebautem Siphon oder Abfluss ab.
- Vor der Installation des Abwassersystems sollte man auf die Durchflusskapazität des Abflusses achten: Je größer diese ist, desto schneller läuft das Wasser aus der Duschwanne ab. In manchen Fällen, zum Beispiel bei einer Duschkabine mit der Funktion „Regendusche“, kann ein Standardabfluss mit dem Wasserstrom nicht fertig werden.
- Auf die Duschwanne legt man am besten ganze Fliesen oder Mosaikplatten. Dazu kann man während der Markierungsphase der Duschkabine eine Trockenverlegung durchführen. Falls man jedoch nicht ohne Zuschnitte auskommt, bringt man an den Schnittkanten Endkappen an.
Wenn Sie das Design Ihrer zukünftigen Duschkabine gestalten, denken Sie auch an die komfortablen Kleinigkeiten.
Während der Bauphase kann man leicht verschiedene Regale oder Nischen für die Unterbringung von Shampoos, Gelen und anderen Hygieneartikeln vorsehen oder einen kleinen, mit Fliesen verkleideten Hocker bauen.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Um ein umfassenderes Bild von den verschiedenen Nuancen und Arbeitsschritten beim Bau einer selbstgebauten Duschkabine zu erhalten, empfehlen wir, sich einige Videomaterialien mit Tipps von Fachleuten anzusehen.
Wie montiert man einen linearen Ablauf für eine Duschecke?
Wie baut man eine Duschkabine mit einer gefliesten Duschwanne und einer Fußbodenheizung?
Anfangsphase des Baus der Duschwanne – Höhenberechnung und Grobestrich:
Einbau des Ablaufs und Dämmung des Bodens in der Duschkabine:
Wie macht man einen Estrich für die Duschwanne:
Der Bau einer selbstgebauten Duschkabine mit Fliesen- oder Mosaikverkleidung ermöglicht es, die kreativsten Designideen zu verwirklichen. Und wenn alle Arbeiten qualitativ hochwertig ausgeführt werden, ohne die Gefälle und die Abdichtung der Oberflächen zu vergessen, hält eine solche Dusche viel länger als Plastikduschkabinen.
Aber wenn Sie sich Ihrer handwerklichen Fähigkeiten nicht sicher sind, können Sie jederzeit professionelle Bauarbeiter oder Klempner mit der Arbeit beauftragen.
Gefallen Ihnen Duschkabinen aus Fliesen und möchten Sie sich auch eine solche bauen? Falls Sie nach dem Lesen unserer Anleitung noch Fragen haben oder neue aufkommen, stellen Sie diese bitte im untenstehenden Block.
Oder möchten Sie unser Material mit praktischen Ratschlägen zur Fliesenverlegung und zum Anschluss an die Wasser-/Abwasserleitung ergänzen? Oder haben Sie gerade erst den Bau einer Duschkabine abgeschlossen? Schreiben Sie Ihre Anmerkungen und Tipps, fügen Sie Fotos Ihrer selbst gebauten Kabine hinzu – Ihre Erfahrung wird viele Neulinge auf diesem Gebiet inspirieren.

Ich habe in meiner Wohnung eine Duschkabine mit Bodenablauf gebaut. Das Badezimmer ist rechteckig, ich musste zwischen einer Badewanne und einer Waschmaschine wählen. Ich habe mich für eine Waschmaschine mit Toplader und eine Duschkabine entschieden. Den Bodenablauf habe ich selbst eingebaut, zum Glück habe ich die Fähigkeiten, und es ist auch nicht kompliziert. Die Abwasserrohre habe ich sowieso neu verlegt, das alte Gusseisen entsorgt und Kunststoffrohre eingebaut. In der Dusche habe ich einen Duschvorhang angebracht, die Wände mit Fliesen verkleidet. Es war nicht teuer, aber schön und für immer – wie man so sagt, ernsthaft und auf Dauer. Für kleine Badezimmer – eine ideale Lösung. Falls jemand so etwas baut – achten Sie auf das Gefälle, damit das Wasser in den Ablauf fließt und nicht stehen bleibt.
Mir scheint, eine Dusche ohne Rand ist überhaupt nicht praktisch. Ich habe eine Duschkabine mit einer großen Duschwanne, die oft verstopft, obwohl zusätzlich ein Sieb eingebaut ist. Und wenn sie verstopft ist, läuft das Wasser oben über, weil es keinen Abfluss hat. Interessant, gibt es bei einer solchen Konstruktion keine Gerüche aus der Kanalisation?
Hallo. Wenn Sie einen hochwertigen Bodenablauf mit einem Durchlaufsiphon und einem Sieb als Geruchsverschluss wählen, gibt es definitiv keine Probleme mit Verstopfungen und Gerüchen. Und abgesehen davon, wenn das Gefälle eingehalten wird, treten ebenfalls keine Probleme auf.