Sparsame Heizung für ein Einfamilienhaus: Wahl des wirtschaftlichsten Heizsystems
Praktisch jeder Besitzer eines Ferienhauses ist bestrebt, die Heizkosten zu minimieren. Bei der Wahl der sparsamsten Heizung für ein Einfamilienhaus achten viele jedoch oft nur auf den Brennstoffpreis.
Hier müssen jedoch auch die Wärmeverluste des Gebäudes, die Investitionen in die Installation der Heizanlage und die anschließenden Wartungskosten berücksichtigt werden. Auch der Arbeitsaufwand für den Betrieb der jeweiligen Option sollte nicht vergessen werden. Nur ein umfassender Ansatz hilft, den Betrieb des Wärmeversorgungsnetzes so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten, oder?
In diesem Artikel haben wir die effektivsten Methoden zur Steigerung der Effizienz der Heizanlage zusammengestellt, praktische Tipps zur Reduzierung von Wärmeverlusten gegeben und die Zweckmäßigkeit der Nutzung erneuerbarer Energiequellen bewertet.
Inhalt des Artikels:
Das Erste und Wichtigste – Reduzierung der Wärmeverluste
Bevor Sie Brennstoff, Heizkessel (oder einen anderen Wärmeerzeuger) und das Wärmeverteilungssystem im Haus auswählen, sollten Sie sich das Haus selbst genau ansehen. Wenn die Wärmeverluste durch Wände, Fenster, Lüftung, Unterboden und Dach enorm sind, helfen keine Tricks zur Steigerung der Effizienz des internen Heizkreislaufs.
Zunächst ist es notwendig, sich um die Dämmung aller Bauteile und technischen Systeme des Hauses zu kümmern.

Bei hohem Wärmeverlust sind alle Versuche, die Wirtschaftlichkeit der Heizanlage zu steigern, sinnlos – der Großteil der Wärme geht ohnehin nach draußen verloren. Zudem wird sehr viel davon benötigt. Das eine ist der geschlossene Raum des Hauses, das andere die Straße, die Wind und Wetter ausgesetzt ist.
Die Technologie und die Dämmstoffe werden basierend auf den klimatischen Bedingungen des Standorts ausgewählt, an dem das Haus steht. Es gibt bestimmte Baunormen mit Mindestanforderungen an Wandstärke und Wärmedämmung für jede russische Region. Ohne Kenntnisse der Heiztechnik sollte man jedoch kein eigenständiges Projekt erstellen.
Entweder werden die Berechnungen falsch durchgeführt und die Wärmeverluste sind höher, oder man muss für eine zu dicke Dämmschicht zu viel bezahlen.
Bei der Durchsicht des fertigen Projekts und dem anschließenden Bau des Hauses sollte besonderes Augenmerk gelegt werden auf:
- Mehrscheiben-Isolierglas – durch die Fenster entweichen bis zu 25 % aller Wärmeverluste;
- Dach und Dachgeschossdecke – das sind weitere 10–15 %;
- Lüftungssystem – der Anteil der Wärmeverluste durch die natürliche Lüftung kann 40–50 % erreichen.
Wände und Böden sind ebenfalls Orte, an denen Wärme aus dem Gebäude entweicht. Aber ihre Isolierung wird von Anfang an von niemandem vernachlässigt. An die Belüftung, die Dämmung der Decke und des Dachbodens vergessen jedoch viele Eigenheimbesitzer oft.
Ein weiterer Punkt ist das Vorhandensein von Wärmebrücken in den umschließenden Konstruktionen. Jedes durchgehende Metallelement, das die Wand von außen nach innen durchdringt, ist ein Ort enormer Wärmeverluste.
Selbst ein kleiner Metallstift entzieht langsam, aber unaufhaltsam Wärme aus der Wohnung. Im Projekt sollten solche Wärmebrücken nicht vorhanden sein, und während des Baus ist es wichtig darauf zu achten, dass sie nicht aus verschiedenen Metallbefestigungen entstehen.

Darüber hinaus können Wärmebrücken sein:
- Stirnseiten der Deckenplatten;
- Fenster- und Türlaibungen;
- Sockelwände;
- Stürze und Einsätze aus Beton oder Metall.
All diese Stellen müssen gründlich gedämmt werden, sonst brauchen Sie von Heizkostenersparnis nicht einmal zu träumen. Die Straße zu beheizen ist noch nie jemandem gelungen.
Abhängig von der Qualität der Dämmung kann der im wärmetechnischen Nachweis angegebene Wärmeleitkoeffizient für ein Gebäude um ein Vielfaches variieren. Je dicker die Dämmung und je weniger Wärmeleckstellen vorhanden sind, desto geringere Brennstoffmengen müssen später zur Beheizung des Hauses verbrannt werden.
Die für die Reduzierung der Wärmeverluste aufgewendeten Gelder werden sich auf jeden Fall amortisieren. In dieser Frage sollten Sie nicht knausern, aber auch die Vernunft der Investitionen sollten Sie nicht vergessen.
Wahl des günstigsten Brennstoffs
Die zweite Frage beim Heizkostensparen ist der Typ des verwendeten Brennstoffs. Dabei sollte man nicht so sehr auf die Kosten pro Kilokalorie am Kesselausgang achten, sondern auf die Gesamtkosten für Brennstoff, Heizgerät und dessen Wartung. Alles muss im Gesamtpaket betrachtet werden.

Vergleicht man verschiedene Warmwasserbereiter, so sind elektrische Kessel die günstigsten. Allerdings werden die Stromrechnungen später kaum jemanden erfreuen. Zudem muss für ein großes Einfamilienhaus in den meisten Fällen ein zusätzliches Kabel verlegt werden.
Für ein gut gedämmtes Häuschen mit 100 m² reichen die vorhandenen Kapazitäten vielleicht aus. Für die Beheizung eines zweistöckigen Hauses wird jedoch deutlich mehr elektrischer „Brennstoff“ benötigt. Dabei sind die Standardnetze von Anfang an nicht für solche Lasten ausgelegt.
Erdgas in Russland gilt als eine der wirtschaftlichsten Heizmethoden für Privathäuser. Allerdings gibt es hier einige Nuancen. Wenn die Hauptleitung im Dorf bereits vorhanden ist, erfolgt der Anschluss an die Gasleitung recht schnell und günstig.
Wenn die Entfernung vom Haus jedoch 200 Meter oder mehr beträgt, wird der Anschluss an diese Leitung ziemlich teuer. Zudem können die Genehmigungsverfahren und die Einholung der technischen Bedingungen bis zu einem Jahr dauern.
Für die Montage eines Gastanks und die dazugehörige Ausrüstung muss man zwischen 1500 und 2500 € ausgeben. Zum Glück erledigen die meisten Unternehmen, die sich mit solcher Technik befassen, alle Arbeiten in ein paar Tagen.
Der Preis für Flüssiggas ist letztlich in fast allen russischen Regionen vergleichbar mit dem aus der Hauptleitung. Die anfänglichen Kosten sind jedoch eindeutig hoch.
Ein weiterer recht günstiger Kessel ist der, der mit Altöl oder Diesel betrieben wird. Wenn man den Brennstoff zu einem günstigen Preis bekommen kann, dann kann eine solche Flüssigbrennstoff-Kesselanlage durchaus zur wirtschaftlichsten Heizmethode für Privathaushalte werden.
Im Durchschnitt aller Kosten in Russland rangieren die Heizoptionen für ein Landhaus wie folgt:
- Ofen für Holz oder Kohle.
- Gaskessel mit Erdgas.
- Ein Pelletkessel.
- Kesselanlage für flüssige Brennstoffe.
- Elektrokessel.
Die wirtschaftlichste Option ist ein einfacher Holz- oder Kohleofen, vorausgesetzt, es gibt im Wohngebiet keine Probleme mit dem Brennstoff. Hier wirken sich sowohl die niedrigen Brennstoffkosten als auch die niedrigen Gerätekosten aus.
Ein solcher Ofen erfordert jedoch ständige Aufmerksamkeit. Das nimmt viel Zeit und Mühe in Anspruch. Zudem lässt sich die Effizienz des angeschlossenen Heizsystems kaum steigern. Es ist schwierig, dort etwas nachzujustieren oder den sparsamen Verbrauch von Holzscheiten (Kohle) zu kontrollieren.

Am bequemsten und sichersten im Betrieb ist der Elektrokessel. Er benötigt keinen Schornstein und die Automatik überwacht alles und erwärmt bei Bedarf das Heizmedium im System.
Bei fachgerechter Installation der elektrischen Verkabelung wird die Brandgefahr bei dieser Heizmethode praktisch auf Null reduziert. Andere Probleme sollte er definitiv nicht verursachen.
Die Stromkosten sind jedoch eindeutig hoch. Gut, wenn man einen Zweitarifzähler mit ermäßigtem Nachttarif anschließen kann. Andernfalls sollte man sich nur im Notfall für einen Elektrokessel entscheiden. Ihn aufgrund der hohen Kosten für die „verbrannten“ Kilowattstunden als „wirtschaftlich“ zu bezeichnen, fällt schwer.
Steigerung der Effizienz der Heizanlage
Um die Wirtschaftlichkeit der Heizung eines Hauses zu erhöhen, kann und sollte man auch verschiedene Technologien zur Reduzierung des Brennstoffverbrauchs in das Heizsystem integrieren. Allein für die Verrohrung vom Kessel zu den Heizkörpern gibt es eine Vielzahl von Methoden.
Einige davon sind in der Umsetzung günstiger, andere wiederum am sparsamsten hinsichtlich der Reduzierung von Verlusten beim Transport des Wärmeträgers zu den Heizkörpern.

Es gibt unterschiedlich konstruierte Heiztechnik und verschiedene Zusatzgeräte, die die Wirtschaftlichkeit des gesamten Systems um 10–15% und mehr steigern können. Aber hier sollte man sorgfältig alle Vor- und Nachteile abwägen. In manchen Fällen können die anfänglichen Kosten sich später nicht amortisieren.
Man sollte nicht den 'sparsamsten' und 'effizientesten' Optionen hinterherjagen. Oft sind das nur Werbeslogans und nicht mehr.
Methode #1: Rohrverlegung und „Fußbodenheizung“
Die wirtschaftlichste Verlegeart für Rohrleitungen ist die Sternverteilung der Heizung mit einem zentralen Verteiler. Bei ihrer Anwendung erhält jeder Heizkörper das gleiche Volumen an Heizmedium.
Zudem besteht die Möglichkeit, die zugeführte Wärmemenge für jeden Heizkörper individuell zu regulieren. Überflüssige Verluste an Wärmeenergie beim Transport des heißen Wassers durch die Heizungsrohre sind bei einer solchen Verlegung so gut wie ausgeschlossen.

Fast immer muss bei einer Verteilerverlegung die Heizanlage durch eine Umwälzpumpe ergänzt werden. Dank ihr wird der Temperaturunterschied des Wassers am Ein- und Ausgang des Netzes erheblich verringert.
Dadurch erhöhen sich die Regelbarkeit der Erwärmung des Wärmeträgers und die Effizienz des gesamten Systems. Im Kessel muss weniger Brennstoff verbrannt werden, das Ergebnis ist eine direkte Brennstoffeinsparung.
Die Stern- (Kollektor-) Variante ist im Betrieb am sparsamsten. Aufgrund der großen Rohrlängen ist sie jedoch auch in der Umsetzung am teuersten.

Die Wärme von gewöhnlichen Heizkörpern steigt zunächst zur Decke auf und verteilt sich erst dann durch Konvektion im gesamten Raum. Infolgedessen befindet sich die heißeste Luft unter der Decke. Und damit die Füße bei Kälte draußen nicht auf dem Boden frieren, müssen die Heizkörper voll aufgedreht werden. Und das sind wiederum zusätzliche Kosten für die Wärmeerzeugung.
Das System der Wasser-Fußbodenheizung ist die wirtschaftlichste Art der Beheizung von Wohnräumen. In diesem Fall konzentriert sich die wärmste Luft unten auf Höhe der Füße des Menschen. Dabei wird der Wärmeverbrauch gesenkt und im Raum werden maximal komfortable Bedingungen für die Menschen geschaffen.
Methode #2: die effizientesten Heizkessel
Den höchsten Wirkungsgrad haben Pyrolyse- und Brennwertkessel. Sparsamere Heizgeräte sind in Fachgeschäften für Heizungstechnik kaum zu finden. Die erste Variante nutzt Holz als Brennstoff, die zweite Gas. In ihrer Effizienz übertreffen sie alle anderen Analoga mit jedem brennbaren Wärmeträger.
Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Holzkessel verfügt ein Pyrolysekessel über eine zweite Brennkammer und tatsächlich verbrennt dort nicht das Holz als solches, sondern das bei der Pyrolyse gewonnene Gas.
Zunächst glimmen die Scheite bei hoher Temperatur und begrenzter Luftzufuhr. Erst dann verbrennen die dabei entstehenden Gase in der Hauptkammer und geben Wärme ab.
Im Vergleich zu einem herkömmlichen Holzofen hat ein Pyrolysekessel einen höheren Wirkungsgrad (um 30–40 %) und erfordert weniger Aufmerksamkeit. Der Abstand zwischen den Holzbeschickungen beträgt je nach Fassungsvermögen des Brennraums 10–16 Stunden.
Die Ersparnis entsteht hier durch die vollständige Verbrennung des Brennstoffs und ein Minimum an Wärmeabgabe mit den Verbrennungsprodukten in den Schornstein.

Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Wärmegewinnung erreicht der Gesamtwirkungsgrad eines solchen Kessels 105–110%. Hier wird die Energie des verbrannten Gases sowie die durch Kondensation von Wasserdampf in der zweiten Kammer gewonnene Energie berücksichtigt.
Methode #3: Wahl des Wärmespeichers
Eine weitere recht effektive Möglichkeit, beim Heizen zu sparen, ist der Anschluss eines Wärmespeichers an einen Festbrennstoffkessel. Der Speicher speichert zunächst Wärme und gibt sie dann allmählich an die Heizkörper ab.
Dabei muss die Leistung der Heizungsanlage nicht zwangsweise begrenzt werden, indem Wärme einfach in den Schornstein abgelassen wird.

Wenn der Strom im Cottage zu unterschiedlichen Tag- und Nachttarifen geliefert wird, kann der Wärmespeicher auch in ein System mit einem Elektrokessel integriert werden. In diesem Fall speichert er nachts Wärme, wenn der Strom günstiger ist.
Erneuerbare Wärmequellen
Bei einer detaillierten Kostenberechnung mit Wärmepumpen, Windkraftanlagen, Sonnenkollektoren und Batterien stellt sich die Situation wie folgt dar. Wärme und Strom erzeugen sie für ein Einfamilienhaus nur auf den ersten Blick kostenlos. Natürlich stellen Sonne und Wind keine Heizkostenrechnung, aber solche Erzeugungsanlagen sind sehr teuer.
In Europa wird erneuerbare Energie stellenweise aus dem Staatshaushalt subventioniert. Zudem sind die Preise für fossile Brennstoffe dort deutlich höher. Daher sind die „grünen Technologien“ dort wirtschaftlich gerechtfertigt und vergleichsweise effizient.
In Russland ist die Situation völlig anders. Bei uns hat der Staat nicht vor, die alternative Energieerzeugung zu subventionieren. Und die Preise für einheimisches Holz, Kohle und Gas sind im Vergleich zu den westlichen Nachbarn gar nicht so hoch.
Daher sind Wärmepumpen, Sonnenkollektoren und Windkraftanlagen in der Gesamtkostenbetrachtung bei uns kaum als besonders wirtschaftlich zu bezeichnen. Ihre Effizienz zeigen sie hauptsächlich nur in abgelegenen Gebieten, in denen der Transport von Brennstoff schwierig und teuer ist.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Bei der Auswahl der wirtschaftlichsten Heizungsoption für Ihr Einfamilienhaus sollten Sie viele Faktoren und Parameter berücksichtigen. Die folgende Zusammenstellung von Videomaterialien wird Ihnen dabei sicherlich helfen.
Welche Heizung ist besser:
Mit welchem Brennstoff heizt man ein Landhaus am günstigsten:
Wie teuer sind Gas- und Elektroheizung:
Es gibt keine universelle Lösung für die günstigste und wirtschaftlichste Heizung. Für jedes konkrete Haus müssen alle Kosten für Brennstoff, Heizgeräte und die gesamte Heizungsanlage berechnet werden.
Oft muss man von der Verfügbarkeit eines bestimmten Brennstoffs ausgehen und dann erst den passenden Kessel auswählen. Zudem darf man auf keinen Fall die hochwertige Dämmung des Hauses und der Rohre zu den Heizkörpern vergessen.
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Um Geld zu sparen, nutzen wir in unserem Haus drei Heizungsarten. Die Hauptheizung ist eine wassergeführte Heizkörperanlage mit einem Gaskessel. In jedem Raum gibt es elektrische Konvektoren. Diese schalten wir nur nachts ein und reduzieren die Warmwasserbereitung durch Gas auf ein Minimum. Nachts haben wir einen günstigeren Stromtarif, da wir einen Zweitarifzähler haben. Ursprünglich hatte das Haus eine Ofenheizung, später wurde es an die zentrale Gasversorgung angeschlossen. Den Kaminofen haben wir behalten und heizen ihn bei strengem Frost mit Holz. Auch das hilft, Geld zu sparen. Die angenehmste Wärme geht von ihm aus.