Riecht eine Biogasanlage sehr stark? Wie reinigt man sie richtig?

Igor
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Guten Tag!

Frage 1 (wahrscheinlich die wichtigste) – ich habe ein Grundstück (Datscha) von etwa 0,5 Hektar. Ich möchte eine Biogasanlage bauen (ich bin handwerklich begabt). Wie angenehm ist es für einen Menschen, sich in unmittelbarer Nähe einer solchen Anlage aufzuhalten – einfacher gesagt, wird es einen Gestank “auf Hektar” geben? Ich verstehe, dass viel von der Konstruktion und der Montagequalität abhängt, aber nehmen wir an, alles ist richtig gemacht…

Frage 2 – und wie reinigt man eigentlich eine solche Anlage von verarbeitetem Rohmaterial? Und noch eine Unterfrage: Braucht man eine Gasmaske mit geschlossenem Kreislauf oder reicht ein offener Typ?

Und die letzte Frage 3 – sind spezielle Bakterien für die Fermentation von Biomasse erforderlich, oder ist das nur ein Marketingtrick?

Besucherkommentare
  1. Experte
    Amir Gumarow
    Experte

    Guten Tag.

    Wenn «alles richtig gemacht» wurde, der Reaktor dicht ist, die Kuppel der Biogasanlage nicht schwimmend, sondern fest installiert wird und die Menge des eingefüllten Rohmaterials nicht die Maximalwerte erreicht – dann ist der Geruch der laufenden Anlage durchaus erträglich und eine Gasmaske ist nicht nötig 🙂 Die Ein- und Auslassöffnungen für das Rohmaterial müssen jedoch unter dem Flüssigkeitsspiegel im Reaktor liegen, also unter einem hydraulischen Verschluss.

    Um verarbeitetes Rohmaterial sicher aus dem Reaktor zu entnehmen, muss man unterhalb des Reaktors einen Behälter eingraben, in den der Schlamm über ein Abflussrohr abgelassen wird, an dem ein Hahn (Ventil) angebracht sein muss. Das Rohr muss so positioniert werden, dass beim Ablassen keine Luft in den Reaktor gesaugt wird. Dieser Vorgang ist kurzzeitig und wird keine Unannehmlichkeiten für das Bedienpersonal verursachen.

    Wenn als Rohmaterial Mist verwendet wird, enthält dieser bereits zwei Arten von Bakterien – mesophile (die den Fermentationsprozess bei positiven Temperaturen von 30 bis 40 Grad bewirken) und thermophile (die die Fermentation bei positiven Temperaturen von 50 bis 60 Grad fördern). Wenn jedoch als Rohmaterial andere Abfälle verwendet werden sollen, zum Beispiel Kiefernholz, dann kann die Verwendung anaerober Bakterien den Fermentationsprozess und die Gasproduktion beschleunigen, so dass das Angebot ihrer Verwendung durchaus gerechtfertigt ist und kein Marketingtrick ist.

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