Wie man eine Wärmepumpe selbst aus einem alten Kühlschrank baut: Zeichnungen, Anleitung und Montagetipps
In den letzten Jahrzehnten haben Hausbesitzer eine recht große Auswahl an Heizsystemen erhalten. Es ist nicht mehr zwingend erforderlich, an zentrale Netze anzuschließen und traditionelle Energiequellen zu nutzen. Man kann Geräte wählen, die mit alternativer Energie arbeiten, deren Hauptnachteil jedoch der hohe Preis ist. Stimmen Sie zu?
Wenn Sie jedoch eine Wärmepumpe selbst aus einem alten Kühlschrank bauen, können Sie die Anlage erheblich günstiger machen. Und wir erklären Ihnen, wie das geht.
Im Artikel haben wir die einfachsten Lösungen zusammengestellt und mit ausführlichen Zeichnungen und Schemata versehen. Daher wird es einem Heimwerker nicht schwerfallen, sie zu verstehen. Außerdem finden Sie hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung der Heizungsausrüstung. Und die eingebundenen Videos erläutern die konstruktiven Besonderheiten der Wärmepumpe und die Details ihres Anschlusses.
Inhalt des Artikels:
Wie rentabel ist der Einsatz einer Wärmepumpe?
Theoretisch hat jeder Mensch eine große Auswahl an Energiequellen. Neben Erdgas, Strom, Kohle sind das auch Wind, Sonne, Temperaturunterschiede zwischen Erde und Luft, Erde und Wasser.
In der Praxis ist die Auswahl begrenzt, da alles von den Kosten für die Ausrüstung und deren Wartung sowie der Betriebsstabilität und den Amortisationszeiten der Anlagen abhängt.
Jede Energiequelle hat sowohl Vorzüge als auch gravierende Nachteile, die ihre Nutzung einschränken.
Die Installation einer Heizungsanlage mit Wärmepumpe ist hinsichtlich des Bedienkomforts vorteilhaft. Während des Betriebs entstehen keine Geräusche, keine unangenehmen Gerüche, und es sind keine Schornsteine oder andere Hilfskonstruktionen erforderlich.
Das System ist stromabhängig, aber für den Betrieb der Wärmepumpe wird nur eine minimale Menge an Strom benötigt.

Die Wärmepumpen selbst sind äußerst wirtschaftlich und erfordern keine besonderen Wartungskosten, aber ihre Anschaffungskosten sind sehr hoch.
Nicht jeder Haus- oder Gartenbesitzer kann sich den Kauf so teurer Ausrüstung leisten. Wenn Sie sie selbst zusammenbauen und Teile eines alten Kühlschranks verwenden, können Sie erheblich sparen.

Selbstgebaute Anlagen kosten buchstäblich nur ein paar Cent, und ihr Einsatz ermöglicht erhebliche Einsparungen.
Der einzige Nachteil: Die Leistung selbstgebauter Anlagen ist gering, und sie können traditionelle Heizsysteme nicht vollständig ersetzen. Daher werden sie häufig als zusätzliche oder alternative Heizoptionen eingesetzt.
5 Hauptvorteile für Anlagenbesitzer
Zu den Vorteilen von Heizsystemen mit Wärmepumpen zählen:
- Wirtschaftlichkeit. Bei einem Einsatz von 1 kW elektrischer Energie können 3–4 kW Wärmeenergie gewonnen werden. Dies sind Durchschnittswerte, da die Wärmeumwandlungszahl vom Gerätetyp und den Konstruktionsmerkmalen abhängt.
- Umweltsicherheit. Beim Betrieb der Wärmeanlage gelangen keine Verbrennungsprodukte oder andere potenziell gefährliche Stoffe in die Umwelt. Die Ausrüstung ist ozonsicher. Ihre Nutzung ermöglicht Wärme ohne die geringste Umweltschädigung.
- Universelle Anwendbarkeit. Bei der Installation von Heizsystemen, die mit traditionellen Energiequellen betrieben werden, gerät der Hauseigentümer in Abhängigkeit von Monopolisten. Solarmodule und Windgeneratoren sind nicht immer rentabel. Dagegen können Wärmepumpen überall installiert werden. Hauptsache ist, den richtigen Systemtyp zu wählen.
- Multifunktionalität. In der kalten Jahreszeit heizen die Anlagen das Haus und können bei Sommerhitze als Klimaanlagen fungieren. Die Geräte werden in Warmwassersystemen eingesetzt und an Fußbodenheizungskreisläufe angeschlossen.
- Betriebssicherheit. Wärmepumpen benötigen keinen Brennstoff, bei ihrem Betrieb werden keine giftigen Stoffe freigesetzt und die Höchsttemperatur der Gerätekomponenten überschreitet 90 Grad nicht. Diese Heizsysteme sind nicht gefährlicher als Kühlschränke.
Es gibt keine perfekten Geräte. Wärmepumpen sind zuverlässig, langlebig und sicher, aber ihre Kosten hängen direkt von der Leistung ab.
Qualitativ hochwertige Geräte zur vollständigen Beheizung und Warmwasserversorgung eines 80 m² großen Hauses kosten etwa 8.000 bis 10.000 €. Selbstgebaute Geräte sind leistungsschwach und können zur Beheizung einzelner Räume oder Nebenräume verwendet werden.

Wärmepumpen können 30 Jahre und länger halten. Besonders rentabel ist ihr Einsatz für die Warmwasserbereitung sowie in kombinierten Heizsystemen mit Fußbodenheizung.
Die Geräte sind zuverlässig und gehen selten kaputt. Handelt es sich um Eigenbau, ist es wichtig, einen hochwertigen Kompressor zu wählen, am besten von einem Kühlschrank oder einer Klimaanlage einer bewährten Marke.
Typen von Wärmepumpen für die Hausheizung
Man unterscheidet zwischen Kompressions- und Absorptionswärmepumpen. Anlagen des ersten Typs sind am weitesten verbreitet, und genau eine solche Wärmepumpe kann aus einem Kühlschrank oder einer alten Klimaanlage mit einem fertigen Kompressor zusammengebaut werden.
Außerdem werden ein Expansionsventil, ein Verdampfer und ein Kondensator benötigt. Für den Betrieb von Absorptionsanlagen wird ein Absorptionskältemittel benötigt.

Nach der Art der Wärmequelle gibt es Luft-, Geothermie- sowie Anlagen, die Abwärme nutzen (z. B. aus Abwasser usw.).
Im Vor- und Rücklauf werden ein oder zwei verschiedene Wärmeträger verwendet, und je nachdem werden folgende Anlagentypen unterschieden:
- Luft-Luft;
- Wasser-Wasser;
- Wasser-Luft;
- Luft-Wasser;
- Erdreich-Wasser;
- Eis-Wasser.
Ein System kann nur dann effizient sein, wenn es weniger Energie verbraucht, als es abgibt. Diese Differenz wird als Leistungszahl bezeichnet. Sie hängt von vielen Faktoren ab, der wichtigste ist jedoch die Temperatur des Wärmeträgers im Vor- und Rücklauf. Je größer der Unterschied, desto besser arbeitet das System.
Es gibt keine verlässlichen Formeln zur Berechnung der Leistung von Wärmepumpen, da ihr Betrieb von vielen Faktoren abhängt.
Bei der eigenen Montage einer Wärmeanlage kann man nicht erwarten, dass sie genauso effizient ist wie industriell gefertigte Ausrüstung, aber sie wird durchaus für die Schaffung eines wirtschaftlichen zusätzlichen Heizsystems ausreichen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung der Ausrüstung
Bevor man sich mit den Methoden befasst, wie man eine Wärmepumpe aus einem Kühlschrank bauen kann, sollte man sich über die Wärmequelle und das Funktionsschema des Geräts im Klaren sein. Neben dem Kompressor des Kühlschranks werden weitere Komponenten benötigt. Außerdem müssen einige Werkzeuge dazugekauft oder gemietet werden.

Selbst wenn man den Kompressor und andere Komponenten kaufen muss, ist eine selbstgebaute Anlage wesentlich günstiger als fertige Industrieausrüstung.
Schritt #1. Vorbereitung des Schemas und der Zeichnung
Die Energiequelle muss unter der Erde liegen. Für die Installation einer Wärmepumpe muss ein Bohrloch gebohrt oder zumindest ein Graben in einer Tiefe ausgehoben werden, in der die Bodentemperatur nicht unter 5 Grad sinkt. Es können auch Gewässer natürlichen oder künstlichen Ursprungs genutzt werden.

Unabhängig von der Wärmequelle sind die Konstruktionen der Wärmepumpen ähnlich, daher ist fast jedes im Internet zu findende Schema geeignet.
Nach der Auswahl sollten detaillierte Zeichnungen erstellt werden, in denen die genauen Maße, Abstände und Anschlusspunkte der Anlagenkomponenten angegeben sind.

Obwohl die Berechnungen der Anlagenleistung schwierig sind, kann man sich an Durchschnittswerten orientieren. So benötigt ein Haus mit erhöhter Wärmeeffizienz eine Heizungsanlage mit einer Leistung von 25 W/m². Dies ist eine ideale Option, wenn die Wärmeverluste minimal sind.
Für ein gut isoliertes Haus beträgt dieser Wert 45 W/m², für ein Gebäude mit relativ hohen Wärmeverlusten 70 W/m².
Schritt #2. Auswahl der benötigten Teile
Der Kompressor kann von einem alten Kühlschrank abgebaut werden. Wenn er defekt ist, ist es besser, einen neuen zu kaufen. Eine Reparatur lohnt sich nicht: Sie ist unwirtschaftlich und die Funktionsfähigkeit des selbstgebauten Geräts wäre fraglich.
Für den Zusammenbau wird außerdem ein Thermostatventil benötigt. Es ist wünschenswert, dass alle Komponenten aus einem System stammen und leicht kombinierbar sind.

Für die Montage der Wärmepumpe werden 30 cm lange L-förmige Halterungen benötigt.
Außerdem müssen einige Teile nachgekauft werden:
- einen hochwertigen dichten Behälter aus Edelstahl mit einem Fassungsvermögen von 120 l;
- einen großen Kunststofftank mit einem Fassungsvermögen von 90 l;
- 3 Kupferrohre unterschiedlicher Durchmesser;
- Polymerrohre (am besten Metall-Kunststoff-Rohre).
Für die Montage des Systems wird ein Standardsatz an Werkzeugen benötigt, zum Schneiden und Verbinden von Metallteilen eine Flex und ein Schweißgerät.
Schritt #3. Montage der Systemkomponenten
Der Kompressor wird mit Halterungen an der Wand befestigt, danach beginnt man mit der Herstellung des Kondensators. Dafür wird der Metalltank mit einer Flex halbiert. In einen Teil wird eine Kupferspirale eingesetzt, danach wird der Behälter verschweißt und mit Gewindebohrungen versehen.

Für die Herstellung des Wärmetauschers wird auf einen 120-Liter-Stahltank ein langes Kupferrohr gewickelt, wobei die Enden der Windungen mit Latten befestigt werden. An die Anschlüsse werden Sanitärübergänge angeschlossen.
An einen Kunststofftank wird ebenfalls eine Spule befestigt und als Verdampfer verwendet. Er überhitzt nicht, daher ist es nicht zwingend erforderlich, einen Metallbehälter zu nehmen. Der fertige Verdampfer wird mit Halterungen an der Wand befestigt.

Wenn die Hauptkomponenten vorbereitet sind, wird ein geeignetes thermostatisches Expansionsventil ausgewählt, die Konstruktion montiert und das Kältemittel R-22 oder R-422 in das System eingefüllt. Wenn keine entsprechenden Kenntnisse vorhanden sind, ist es sinnvoll, einen Fachmann hinzuzuziehen, da der Vorgang gefährlich ist.
Schritt #4. Anschluss an die Wärmequelle
Die Art des Entnahmegeräts und die Besonderheiten des Anschlusses der Wärmepumpe hängen vom Schema ab:
- „Wasser-Erde“. Der Kollektor wird unterhalb der Frostgrenze des Bodens installiert. Die Rohre des Systems müssen sich in derselben Tiefe befinden.
- „Wasser-Luft“. Systeme dieses Typs sind relativ einfach zu montieren, da keine Erdarbeiten erforderlich sind. Für die Installation des Kollektors eignet sich ein geeigneter Ort in der Nähe des Hauses oder auf dem Dach.
- „Wasser-Wasser“. Die Kollektorstruktur wird aus Polymerrohren zusammengebaut und dann in die Mitte des Gewässers abgesenkt.
Die Installation einer kombinierten (bivalenten) Heizungsanlage ist möglich. In diesem Fall wird die Wärmepumpe parallel zum Elektrokessel angeschlossen. Sie übernimmt die Funktion einer zusätzlichen Heizung.
Die Installation einer bivalenten Heizungsanlage ermöglicht es, auch bei starkem Frost eine optimale Temperatur im Haus zu erreichen, und ihr Energieverbrauch ist minimal.

Fazit und nützliche Videos zum Thema
Bei uns sind Wärmepumpen noch nicht besonders verbreitet, jedoch kann man bereits findige Personen finden, die Erfahrungen mit dem Selbstbau solcher Systeme teilen können. Wir bieten eine Auswahl nützlicher Videomaterialien an.
Die Konstruktion der Wärmepumpe, Besonderheiten des Systemaufbaus:
Besonderheiten des Anschlusses und Betriebs einer selbstgebauten Wärmepumpe:
Videobericht über den Betrieb eines selbstgebauten Heizsystems aus einer Klimaanlage:
Heizschemata mit Wärmepumpen sind nicht immer rentabel und praktisch, daher wägen Sie unbedingt die Vor- und Nachteile dieser Heizart ab.
Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass ein solches System für Ihr Haus geeignet ist, beeilen Sie sich nicht, riesige Summen für eine fertige Anlage auszugeben, und bauen Sie die Konstruktion selbst zusammen. Das ist gar nicht so schwer, erfordert viel weniger finanzielle Investitionen, und die Wirkung kann alle Erwartungen übertreffen.
Sie haben vor, eine Wärmepumpe selbst zu bauen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Oder haben Sie vielleicht bereits eine solche Konstruktion gebaut und besitzen die nötigen Kenntnisse, die Sie mit unseren Lesern teilen können? Hinterlassen Sie bitte Kommentare, stellen Sie Fragen in dem unten stehenden Block.

Solche Pumpen eignen sich ideal für Privathäuser ohne Anschluss an die Zentralheizung, und die Idee an sich ist gut, sie spart eine Menge Geld. Aber um eine solche Pumpe zu bauen, braucht man die nötigen Kenntnisse und handwerkliches Geschick sowie eine Vielzahl von Werkzeugen. Noch besser ist es, alles mit einer Person zu machen, die sich mit dem Heizungssystem auskennt. Zweifellos ist dies viel wirtschaftlicher als andere Wärmequellen und amortisiert sich schnell.
Jegor, vielmehr wird in erster Linie ein Spezialist für Kälteanlagen benötigt.
Und tatsächlich kann eine Wärmepumpe aus einem alten Kühlschrank eine gute Ergänzung zur Gasheizung sein und den Gasverbrauch senken. In einem Privathaus kann man auf diese praktische Erfindung nicht verzichten! Ich muss meinen Mann dringend mit dem Funktionsprinzip vertraut machen. Mir scheint, diese Idee könnte jeden Hausbesitzer mit goldenen Händen interessieren. Wir haben genau den richtigen Kühlschrank für Experimente.
Weiß jemand, welche Leistung der Kompressor des Kühlschranks hat? Und wie lange kann er im Dauerbetrieb laufen? Wunder gibt es nicht, ohne Energieeinsatz bekommt man nichts. Diese Konstruktion könnte theoretisch maximal 10 Quadratmeter beheizen, praktisch aber nur 2–3. Lohnt es sich, für eine solche Leistung einen ganzen Garten mit Wärmetauschern zu bestücken? Allerdings hat man ja auch das E-Mobil gebaut, und man will ein Auto mit Stirlingmotor bauen, und Wankel wird bei AwtoWAS immer noch produziert, mit einem Verbrauch ab 20 l/100 km.
Eine Wärmepumpe ist nicht umsonst so teuer. Sie ist weder ein Kühlschrank noch eine Klimaanlage. Auf Basis einer Klimaanlage kann man noch etwas bauen, das bei positiver Temperatur des Wärmeträgers arbeitet, mit einem Wirkungsgrad von keinesfalls 3, bestenfalls 1,5, aber definitiv kein Kühlschrank, und schon gar kein alter – diese waren auch neu nicht sonderlich effizient und werden mit der Zeit nicht besser.
Die gesamte Konstruktion wird maximal 1,5-mal mehr effektive Wärme liefern, als elektrische Energie aufgewendet wird, und das nur, solange der Kompressor nicht durchbrennt oder das Kältemittel verdampft. Außerdem sollte man an die Gefahr von Kältemittel erinnern – falls jemand es nicht weiß: Es kann unter bestimmten Bedingungen tödlich sein.
Horizontale Wärmeentnahme – unter der Frosttiefe – wird das gesamte Grundstück auf eine nicht normgerechte Tiefe durchfrieren. Das heißt, ein solches System muss weit weg vom Haus und anderen Gebäuden installiert werden. Und man kann sich von Garten und Nutzgarten verabschieden – dieser Eisblock lässt Bäume und Gras selbst im Sommer nicht wachsen.