Gefälle des Drainagerohrs: Berechnungen, Normen und Besonderheiten der Montage der Entwässerung am Hang
Ein einwandfrei geplanter und korrekt berechneter Drainage sammelt und leitet das Grundwasser vom Grundstück ab. Er schützt das Fundament vor vorzeitiger Zerstörung und gewährleistet das normale Wachstum von Kulturpflanzen. Um einen spontanen Abfluss des von der Anlage gesammelten Wassers zu gewährleisten, muss das Gefälle des Drainagerohrs sichergestellt werden. Und für dessen Einrichtung sind genaue Angaben erforderlich, nicht wahr?
Alles darüber, in welchem Winkel die Drainagerohre verlegt werden und wie Sie die Entwässerungsanlage richtig organisieren, erfahren Sie in unserem vorgeschlagenen Artikel. Wenn Sie unseren technischen Empfehlungen folgen, können Sie das Drainagenetz entwerfen und genau berechnen. Grundlage der angegebenen Daten sind die Baunormen.
Zur Unterstützung für Heimwerker wird die Technologie der Wasserableitungsanlage detailliert beschrieben, die Spezifikation der Berechnung und Verlegung ihrer Komponenten eingehend erläutert. Zur anschaulichen Darstellung der Informationen sind Fotos und Videos beigefügt.
Inhalt des Artikels:
Konstruktive Merkmale der Drainage
Es gibt drei Arten von Drainagesystemen, jede mit ihren eigenen konstruktiven Merkmalen: horizontale, vertikale, kombinierte.
Als Arbeitselemente der horizontalen Drainage können dienen:
- Rohrdränagen;
- Galeriedränagen;
- Rinnen und Gräben.
Das System aus Drainagerohren in Kombination mit einer (mehrschichtigen) Filterumhüllung ist die Rohrdränage.
Mehrschichtige Filterumhüllung wird in diesem Fall angebracht, um das Eindringen von ausgeschwemmtem Boden in das System zu verhindern. Gemäß den Normen wird der Dränagekreislauf immer mit Kontrollschächten ausgestattet.

Im Gegensatz zu Rohrdränagen werden Galeriedränagen aus Rohren mit größerem Querschnitt hergestellt. An den Rohrwänden befinden sich Öffnungen zum Sammeln des Abwassers.
Der Prozess der Installation von Galeriedränagen sieht ebenfalls die Ausführung einer Umhüllung mit zusätzlicher Filterung durch Geotextil vor.

Ein Entwässerungssystem mit Rinnen und Gräben wird in der Regel dann eingesetzt, wenn der Grundwasserspiegel bis zu einer Höhe von 1,3-1,5 m zulässig ist. Auf stabilen Böden werden die Gräben mit Böschungen ausgeführt, auf instabilen Böden werden sie mit Stahlbetonkonstruktionen verstärkt.
Das vertikale Drainagesystem besteht aus einer Reihe von Brunnen (Schächten), die durch einen Sammler verbunden sind. Über die Sammelleitung erfolgt die Ableitung des Abwassers mithilfe einer Pumpstation. Die Abwasserableitung bei der Vertikaldrainage kann auch durch Versickerung in tiefere Bodenschichten erfolgen.
Das kombinierte Drainagesystem vereint horizontale und vertikale Schemata. Es wird von Fachleuten als komplexes Entwässerungsschema charakterisiert und wird normalerweise in Gebieten installiert, die eine hocheffiziente Bodenentwässerung erfordern.
Oberflächen- und Tiefensysteme
Je nach Berechnungsparametern der Drainagetiefe werden Oberflächen- und Tiefenentwässerungsschemata unterschieden. Der Zweck des Oberflächenschemas besteht in der Sammlung und Ableitung von Niederschlagswasser sowie von oberflächennahem Grundwasser.
Der Zweck des Tiefenschemas besteht darin, den Grundwasserspiegel zu senken, das Grundwasser zu sammeln und über die Grenzen des Grundstücks abzuleiten, auf dem sich das Bauobjekt befindet.

Das Schema der Wasseraufnehmer von Regenwasserkanalisationen unterstützt eine punktuelle oder lineare Ausführung. Im ersten Fall erfolgt die Ableitung des Abwassers von lokalen Quellen (Fallrohre, Mulden von Gehwegen, Sammler von Eingangsgruppen).
Das lineare System gewährleistet die Wasserableitung über das gesamte Gelände des Objekts. In der Regel wird bei Wohnbauprojekten eine kombinierte Lösung mit der Einführung beider Systeme angewendet.
Die Tiefenentwässerung ist in nahezu allen Fällen des privaten Hausbaus und der Gestaltung von Wirtschaftsgrundstücken obligatorisch. Sie bietet einen wirksamen Schutz für diejenigen Elemente von Bauwerken, die sich unterhalb des Nullniveaus befinden (Fundament, Kellerräume, Wurzelsystem von Pflanzen).
Auf eine Tiefenentwässerung kann in Höhenlagen verzichtet werden, wo der Grundwasserspiegel 1,5 m nicht übersteigt und eine effektive Drainage des Bodens festgestellt wird.

Die Planung des Tiefenentwässerungssystems erfordert eine hohe Rechengenauigkeit. Selbst ein kleiner Fehler in den Berechnungen kann zu einer geringen Effizienz des Systems führen.
Die Montagepraxis solcher Schemata deutet häufig auf einen verbreiteten Fehler hin – eine ungenaue Berechnung der Verlegetiefe der Drainagen. Die Folge ist eine ungleichmäßige Wasserableitung vom Gelände des Objekts oder, schlimmer noch, eine Überflutung von fruchtbarem Land und Kellerräumen.
Auf unserer Website gibt es weitere Artikel, in denen wir den Bau verschiedener Drainagevarianten ausführlich behandelt haben. Wir empfehlen Ihnen, sich damit vertraut zu machen:
- Einrichtung der Entwässerung um das Haus: Planung und Aufbau des Entwässerungssystems in Eigenregie
- Wie man die Fundamententwässerung selbst macht: Geheimnisse der richtigen Organisation
- Wie man die Drainage des Gartengrundstücks fachgerecht selbst macht: Die richtige Technologie der Einrichtung verstehen
Berechnungen und Standards für den Drainagebau
Die Berechnungsgrößen, die für den Bau des Drainagesystems benötigt werden, sind in der Regel:
- der Durchmesser der Rohrleitungen;
- die Verlegetiefe der Rohrleitungen;
- die Werte des Rohrgefälles;
- die Dichte des Geotextilfilters.
Und mehr zu jedem Punkt.
Größe #1 – Berechneter Durchmesser der Rohrleitungen
Der erforderliche Rohrleitungsdurchmesser wird unter Berücksichtigung der Planungsparameter der Wasserableitungsintensität berechnet.
Für den privaten Hausbau sind Rohre mit einem Durchmesser von 100 mm in der Regel optimal. Ihre Normdurchflusskapazität beträgt etwa 7 l/s, was in den meisten Fällen den Planungsnormen vollständig entspricht.
Indessen ermöglicht eine Vergrößerung des Drainagedurchmessers, eine größere Arbeitsfläche abzudecken und die Effizienz des Systems zu steigern.
Größe #2 – Einbautiefe des Systems
Die Verlegetiefe der Drainagerohrleitungen wird gemäß den bestehenden Normen unter Berücksichtigung zweier Kriterien bestimmt:
- Die Frosttiefe des Bodens.
- Tiefe der Fundamentgründung.
Der Grad der Bodenfrostgefahr hängt direkt von den klimatischen Eigenschaften der Umgebung ab. Daher kann dieser Parameter für jedes einzelne Gebiet unterschiedlich sein.
In jedem Fall erfolgt die Berechnung der Verlegetiefe von Drainagerohren jedoch vom Endpunkt der Bodenfrostgefahr aus, wobei diesem Wert mindestens 300-500 mm zusätzliche Tiefe hinzugefügt werden.

Nach dem gleichen Algorithmus wird die Fundamentdrainage berechnet, jedoch vom Endpunkt der Fundamenttiefe aus.
Größe #3 – Gefälle der Drainagerohre
In welchem Gefälle die Rohre des Drainagesystems zu verlegen sind, wird durch die SNiP-Normen klar vorgegeben. Gemäß diesen Normen sind die Mindestgefällewerte der Dränstränge unter Berücksichtigung der zulässigen Mindestfließgeschwindigkeit des Abwassers zu wählen.
Dabei wird zusätzlich festgelegt, dass bei Rohren mit einem Durchmesser von 150 mm das minimal zulässige Gefälle mindestens 8 mm pro Meter Länge betragen muss und bei Rohren mit einem Durchmesser von 200 mm mindestens 7 mm pro Meter Länge. In einzelnen Netzabschnitten ist es zulässig, diese Parameter auf 7 mm bzw. 5 mm zu reduzieren.
Der zulässige Maximalwert des Gefälles von Drainagerohren pro Meter Länge – 150 mm. Größere Gefälle sind nur bei Anschlussleitungen von Sanitärarmaturen zulässig, wenn die Anschlussleitungslänge maximal 1,5 m beträgt.
In nicht berechneten Dränabschnitten, in denen Rohre mit einem Durchmesser von 40–50 mm verwendet werden, ist ein Gefälle von bis zu 30 mm pro Meter Länge zulässig. Bei Rohren mit einem Durchmesser von 85–100 mm darf das Gefälle unter den gleichen Bedingungen nicht mehr als 20 mm pro Meter Länge betragen.

Werden Rinnen als Ableitungselemente verwendet, wird das Gefälle unter Berücksichtigung einer Ablaufgeschwindigkeit gewählt, die den Selbstreinigungseffekt des Wassers gewährleistet. Die zulässige Füllhöhe der Rinnen beträgt maximal 80 % bei einer Rinnenbreite von mindestens 20 mm.
Der Wert der Rinnenbreite wird auf der Grundlage der Ergebnisse hydraulischer Berechnungen ermittelt und hängt von den konstruktiven Merkmalen der Elemente ab. Ist die Rinnenhöhe jedoch größer als 50 mm, darf die Breite nicht weniger als 70 mm betragen.
Größe #4 – Erforderliche Dichte des Geotextils
Wenn das Drainageprojekt die Verwendung von perforierten Wellrohren als Drainageleitung vorsieht, wird empfohlen, zusammen mit der Umhüllung dieser Rohre eine geotextile Filterscheide (Geotextil) zu verwenden.
Das Geotextil übernimmt die Funktion eines Filterelements und verhindert die Verstopfung der Leitung durch feine Bodenpartikel. Für eine maximale Filterwirkung ist die Berechnung der Dichte des Geotextilfilters erforderlich. Als optimaler Berechnungswert für häusliche Drainagesysteme gilt eine Dichte von 100-150 g/m2.
Besonderheiten der Montage der Drainage am Hang
Drainagesysteme leiten das Abwasser durch das Gefälle der Drainageleitungen ab. Es scheint, dass bei einem Hanggrundstück das Wasser von Natur aus abfließen sollte und eine Drainageanlage schlichtweg nicht nötig ist.
In solchen Fällen verhält es sich jedoch ganz anders, und die Drainage eines Hanggrundstücks ist ebenso notwendig wie bei Grundstücken mit einem Neigungswinkel von weniger als 8%.

Natürlich hat die Drainage von Hanggrundstücken ihre eigenen Besonderheiten. Oft hat der Boden an steilen Hängen eine inhomogene Struktur. In verschiedenen Horizonten kann ein unterschiedlicher Grundwasserspiegel festgestellt werden.
Daher müssen oft kombinierte Drainagetypen eingesetzt werden, um den erforderlichen Entwässerungsgrad des gesamten Grundstücks zu gewährleisten.
Bei der Errichtung von Entwässerungssystemen an Hängen mit einer Neigung von mehr als 8 % erlauben die Normen das Fehlen von Drainage-Kontrollschächten.
Schema und Reihenfolge des Systemaufbaus
Die Organisation der Entwässerung auf einem Grundstück mit einer Hangneigung von mehr als 8 % beginnt mit geologischen Untersuchungen. Anhand der Ergebnisse werden die wasserführenden Schichten und die Grundwasserstände ermittelt. Auf der Grundlage der gewonnenen Informationen wird ein Entwässerungsprojekt für das Hanggrundstück entwickelt und die Bauarbeiten werden durchgeführt.
Letztendlich muss die Aufgabe gelöst werden, die Möglichkeit einer Bodenerosion durch unkontrollierte natürliche Entwässerung aufgrund der Hangsteilheit auszuschließen.
In der einfachen Variante geschieht dies etwa wie folgt:
- Am oberen Punkt des Grundstücks wird die erste horizontale Oberflächenentwässerung angelegt.
- Am unteren Punkt des Grundstücks wird die zweite horizontale Oberflächenentwässerung angelegt.
- Beide Entwässerungsstränge werden durch rechtwinklig verlaufende Gräben verbunden.
- Von der horizontalen Dränage der unteren Ebene wird ein Abzweig zum Dränageschacht hergestellt.
Wenn die Landschaft des Grundstücks eine komplexe, terrassierte Form aufweist und das Bauprojekt den Bau von Stützmauern, Treppen und Übergangsplattformen vorsieht, müssen für jedes dieser Elemente punktuelle Entwässerungen errichtet werden, die in ein System linearer Entwässerungen übergehen.
Großflächige Grundstücke an Hängen werden in der Regel nicht mit einzelnen Oberflächenentwässerungen, sondern mit vollwertigen Wassererfassungs- und -ableitungssystemen nach dem „Tannenbaum“-Prinzip ausgestattet.
Eine verzweigte Dränage wird auf der oberen Ebene angelegt und mit dem Sammelentwässerungskreislauf verbunden, der das Bauobjekt umgibt. Aus dem Kreislauf werden die Abwässer in einen Sammler außerhalb des Grundstücks oder in die Regenwasserkanalisation weitergeleitet.

Eine solche schematische Lösung wird als Ringentwässerung bezeichnet. Durch die Errichtung eines Schutzrings, der entlang des Umfangs des Objekts verläuft, kann der Grundwasserspiegel kontrolliert werden. Das „Tannenbaum“-System wiederum sammelt das Wasser von der Grundstücksoberfläche und leitet es effektiv ab.
Die Montage der Ringentwässerungen erfolgt in einiger Entfernung vom Bauobjekt. Dadurch kann die Ringentwässerungsanlage direkt in der Betriebsphase der Hauswirtschaftsgebäude errichtet werden.
Es ist anzumerken, dass die Wirksamkeit der Grundwasserabsenkung innerhalb des inneren Bereichs des Rings direkt von folgenden Parametern abhängt:
- die Einbautiefe der Rohre;
- die Einbautiefe der Galerien;
- die Einbautiefe der Brunnen (sofern vorhanden).
Auch die Größe des Rings hat Einfluss auf die Schutzwirkung.
Fazit und nützliche Videos zum Thema
Einige praktische Tipps zur Verlegung von Drainagerohren helfen Ihnen, die Entwässerung auf Ihrem Grundstück selbstständig zu bewältigen.
Der Schutz von Grundstücken (Territorien) vor Staunässe ist eine aktuelle Aufgabe, die in fast jedem Baufall gelöst werden muss. Die vorhandenen Entwicklungen von Entwässerungssystemen ermöglichen es, solche Aufgaben zu lösen.
Der wichtigste Punkt ist die Berechnung und Auswahl der Dränagevariante, die im jeweiligen Einzelfall ideal wäre.
Planen Sie, die Dränage des Grundstücks selbst einzurichten, sind aber in der Planungsphase auf Schwierigkeiten gestoßen? Stellen Sie Ihre Fragen im Kommentarbereich – wir werden versuchen, Ihnen zu helfen.
Oder Sie haben erfolgreich ein Entwässerungssystem gebaut und möchten Ihre Erfahrungen mit anderen Eigentümern von Privathaushalten teilen? Schreiben Sie Ihre Empfehlungen, fügen Sie Fotos unter unserem Artikel hinzu – vielen Nutzern wird Ihre Erfahrung nützlich sein.

Guten Tag. Ich würde mir wünschen, dass die Informationen durch eine ausführlichere Beschreibung der für die Dränage verwendeten Rohre ergänzt werden. Die Auswahl ist derzeit riesig: Kunststoff, Asbestzement, Keramik… Und für den Laien ist es recht schwierig, sich zu entscheiden, zumal jeder Hersteller genau sein Produkt bewirbt. Daher wäre es wünschenswert, zumindest eine kurze Beschreibung des Materials und Empfehlungen für seine Verwendung zu erhalten.
Guten Tag, Andrey.
Asbestzement- und Keramikrohre haben nahezu identische Eigenschaften. Sie werden aus mehreren Gründen selten verwendet:
1. Komplexität der Montage. Aufgrund des hohen Gewichts ist die Entladung auf der Baustelle problematisch. Das Material ist ziemlich spröde. Es erfordert eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds und der Verfüllung.
2. Die Lebensdauer beträgt 20-30 Jahre.
3. Die Kosten des Materials selbst, insbesondere von Keramik, sind wesentlich teurer als Alternativen.
PVC-Rohre hingegen haben bei Einhaltung der Technik des Dränagesystemaufbaus keine Nachteile. Sie nehmen aus folgenden Gründen führende Positionen im Verkauf ein:
1. Einfache Montage. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Varianten sind sie flexibel und leichtgewichtig. Sie werden in Rollen von 40-50 Metern geliefert, was den Transport und die Verlegung im Graben erleichtert.
2. Unterschiedliche Festigkeit. Zweischichtige Rohre sind naturgemäß steifer als einschichtige. Die Steifigkeitsklasse wird mit SN bezeichnet, je höher die Zahl, desto steifer das Rohr. Maximalwert SN16.
3. Kunststoff ist nicht anfällig für Zersetzung oder Zerstörung. Die Lebensdauer beträgt mindestens 50 Jahre.
4. Niedrige Rohrkosten.
Was die Anwendung betrifft:
– Zweischichtige Rohre werden bei großer Verlegetiefe eingesetzt;
– Der Rohrdurchmesser ist die Absorptionsfläche. Je sumpfiger das Gelände ist, desto größer muss der Durchmesser sein.